Strommangel, die Geschichte von Abeer und ein versenktes Schiff

 

Frauenpower an der Sperrmauer

Foto 06Sie nennen sich “Machsom Watch” (Kontrollpunktbeobachter), arbeiten ehrenamtlich und brennen für ihre Überzeugung. Die meist pensionierten Damen von Machsom Watch beobachten und protokollieren seit 2001alles rund um die Checkpoints und die Sperrmauer. Tag und Nacht. Beharrlich, oft unbequemund unabhängig. Oft ecken sie an. Oft haben sie aber auch Erfolg und können zwischen Armee und Palästinensern vermitteln. Ich bin bei einer Tour rund um Jerusalem mitgefahren.  Die Photos sind bei Kalandia und der Siedlung Pisgat Zeev gemacht worden.  Wir haben auch entdeckt wie einfach man über die Sperranlage kletttern kann (Photo: bei Bir Nabala)  und wie schwierig es ist zwischen zwei Siedlungen, in einer Art Käfig zu leben (Photo: bei Bei Jiza). Sehr interessant. Man kann an Touren in die Westbank und Jerusalem teilnehmen. Etwas vier Mal im  Monat geht das. Die Plätze sind aber begrenzt. http://www.machsomwatch.org/ + http://www.ngo-monitor.org/article/machsom_watch

 

Frieden möglich?! – Eine Vision der Hoffnung

Die hat zumindest Jitzack Herzog, der Vorsitzende der Arbeitspartei, der Awoda. In Jerusalem hat er zum Pressegespräch geladen. Und versuchte sich als Versöhner zu positionieren. Verbindlich im Ton, aber hart in der Sache: Jetzt sei  ein “einmalige Gelegenheit Frieden zu schließen”, die Regierung Netanjahu stehe für eine “Politik der Angst und Einschüchterung” und Naftalie Bennet betreibe eine Kampagne die “realitätsfremd ” sei. Das Ziel Herzogs: Netanjahu ablösen oder zumindest eine mitte-links Regierung bilden. Ein Bericht und ein Porträt.

 

Frühstück mit Harold und Israel

herren_1herren_2

Die beiden Männer fragen mich, ob sie sich zu mir setzen können an den Frühstückstisch in einem Hotel in Tel Aviv. Der eine drahtig mit weißem Haarkranz, der andere mit dichtem schwarzen Haar und einem Krückstock in der Hand. Na klar, es ist immer interessant, sich mit Amerikanern zu unterhalten. Dass sie welche sind, verrät ihr Akzent. Keine 60 Sekunden später ergießt sich ein ungemein kluger Vortrag über europäische Geschichte über mich. Über Jiddisch, dass sich im Rheinland aus dem Mittelhochdeutschen entwickelt hat. Über das Habsburgerreich, seine Zerschlagung nach dem Ersten Weltkrieg, die anschließenden Pogrome, die Flucht nach Böhmen, die Auswanderung in die USA. Israel Dresner, das ist der Drahtige, erzählt mir den Lebensweg seines Vaters, der in einem kleinen Dorf bei Lemberg geboren wurde, in Galizien also. Und holt dabei sehr, sehr weit aus.      Weiterlesen

 

Bibi und Mursi

Gestern Abend Tel Aviv. Wieder gehen Israelis auf die Strasse um gegen die soziale Ungerechtigkeit im Land zu kaempfen. Im Visir diesmal: Premier Netanjahu und Finanzminister Lapid. Zwei Jahre ist es her, dass hier Hunderttausende auf die Strasse gingen, mit Zelten gegen zu hohe Lebenskosten und zu schlechte Bezahlung zu protestieren. Trotz vieler Versprechen hat sich wenig oder gar nicht geaendert. Vor allem die Mittelschicht leidet. Diesmal ist die Zahl deutlich geringer. Die Proteste sollen aber Landesweit weitergehen. Ganz Verwegene vergleichen gestern diese Proteste mit dem Aufstand in Aegypten und rufen: Bibi and Mursi. Oder Bibi and Lapid ha baita, also Bibi und Lapid geht nach Hause.

 

Lt.-Colonel Eisner, die Zweite – nur der Vollständigkeit halber

Die israelische Zeitung Haaretz hat gerade einen Artikel zu dem Vorfall zwischen Lt-Colonel Eisner und dem jungen Dänen, den ich vor ein paar Tagen getroffen habe, veröffentlicht. Vor allem: mit neuem Filmmaterial des Vorfalls. Stelle ich hier mal ins Netz, der Vollständigkeit halber.

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/watch-new-video-shows-shamed-idf-officer-struck-several-left-wing-activists-1.425579

 

 

 

 

Holocaustgedenktag: Juden, Sinti, Roma – und ein Däne

Was Juden, Sinti, Roma und ein Däne miteinander zu tun haben? Nun, sie kommen jetzt alle in diesem Post vor. Übrigens, am Anfang sage ich, daß nächstes Jahr der Unabhängigkeitstag Israels gefeiert wird. Das ist natürlich Quatsch. Ich wollte sagen: nächste Woche! So und nun – der Holocaustgedenktag heute in Israel

 

Ein Einzelfall? Kein Einzelfall? – Wenn ein Offizier einen Friedensaktivisten angreift