Geheimsache Poolparty!

Es ist der Sommertrend bei jungen Israelis! Poolpartys. Eigentlich nichts Besonderes. Aber: Viele sind geheim. Man kommt nur hin mit einer exklusiven Einladung. Und erfährt den Ort erst wenige Minuten vor Beginn. Ich habe es ausprobiert. Freitag Mittag: Wir warten. Dann kommt die SMS. Ashdod, Gan Ha Darom. Dann muss es schnell gehen. Mit dem Auto hin, in den wartenden Bus. Und eine Stunde später sind wir mit etwas 200 Anderen in einem exklusiven Haus mit Riesenpool. Es wird gefeiert, getrunken. Alles ist bestens organisiert. Und ein Riesenspass. Aber: Höllisch laut. Grund für die Geheimnisskrämerei: Die Polizei soll möglichst spät davon erfahren. Gegen sieben ist die Sause vorbei. Und der Korrespondent erschöpft.

Markus Rosch Geheimsache Poolparty

 

 

 

Splish splash – Die Wasserparty

Cooling Tel Aviv, so heisst es jetzt schon zum neunten Mal. Es ist Israels größte Wasserparty. Wir haben uns reingestürzt und sind ziemlich nass geworden.

 

Erinnern an die “Kindertransporte” von 1938/39

Der Berliner Kaufhaus-Besitzer Wilfrid Israel war der Drahtzieher hinter den “Kindertransporten” von 1938/39. Er rettete 10 000 jüdische Kinder kurz vor Kriegsbeginn aus Nazi-Deutschland. Im Juni 1943 kam er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Zu den Kindern, die Wilfrid Israel gerettet hat, gehörte Frank Meisler. Der heute 83jährige Künstler reiste Ende August 1939 von Danzig nach London und überlebte. Mit seinen Skulpturen in Berlin, Danzig, Rotterdam und London erinnert er an die Rettung der jüdischen Kinder – auch seiner selbst. Meisler erhielt am 29. März in Tel Aviv vom deutschen Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, das Bundesverdienstkreuz.

Im Audio geht es um die Lebensgeschichten von Frank Meisler und Wilfrid Israel. Das Video bietet einen Einblick in Frank Meislers Galerie in der Altstadt von Jaffa bei Tel Aviv.

 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht…

MidEast in deep shit
MidEast in deep shit

 Keine Frage, wer sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigt, könnte manchmal verzweifeln, wenn…. ja, wenn es nicht immer wieder humorvolle Versuche gäbe, dem ganzen Irrsinn irgendwie eine neue Drehung zu geben, so wie etwa diese israelische Reklame mit der Unterzeile: No wonder that the Middle East is in deep shit.

Klar, diese Form des Witzes findet man nur auf der israelischen Seite. Werbung, Videos, Artikel, die sich lustig machen – über die Lage, über sich selbst, über die Araber… Kleine Momente, die es ermöglichen, kurz innezuhalten und sich klarzumachen, daß dieser toternste, blutige, entsetzliche Konflikt aus der Distanz gesehen völlig absurd ist. Weiterlesen