Zeichen aus dem Iran – in Jerusalem!

Eine Ausstellung mit Plakaten grafischer Künstler aus dem Iran, in Israel: undenkbar und doch gerade eröffnet, im Museum für Islamische Kunst in Jerusalem.

Möglich wurde dies, weil es nicht die (Exil-)Iraner sind, die in Israel ausstellen, sondern die ‘Mährische Galerie’ in Brünn/Brno in Tschechien. Aus deren Fundus stammen die Werke. Manche der iranischen Künstler wissen wohl nicht, dass ihre Kunst erstmals in Israel gezeigt wird. Kunst mit Umwegen. Kuratorin Marta Sylvestrová hofft, dass keiner der Künstler im Iran dadurch in Schwierigkeiten gerät.

In Israel ist durchaus Interesse an den Werken aus dem Iran vorhanden: Museumsdirektor Nadim Sheiban sagt, die israelischen Medien hätten schon vor Ausstellungseröffnung häufig nachgefragt. Und dann wurde Sheiban von Spontan-Besuchern gleich mit Fragen gelöchert …

Hier sind einige der ausgestellten Arbeiten zu sehen:    Weiterlesen

 

Israels Blick auf Wahlen in Iran

Raz Zimmt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Tel Aviv Universität und beim progressiven Think Tank Forum for Regional Thinking. Derzeit ist er gefragt in Fernsehstudios und Redaktionen in Israel, um die Bedeutung der Wahlen in Iran zu erklären.

Auf dem Weg zu Channel10 machte er Station im ARD-Studio Tel Aviv. In Deutschland ist er deshalb heute im Radio zu hören. Und einen Teil des Gesprächs im Originalton gibt es hier.

 

 

 

Echte und unechte Helden

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Lange war es ruhig um ihn. Das hat ihm sicherlich nicht gefallen. Doch nun ein medialer Pauckenschlag: Ehud Barak ist zurück. Naja, nicht wirklich. Mit einer Biografie. Seiner Biographie natürlich. “My life’s wars” der knackige Titel. Geschrieben von Ilan Kfir und Danny Dor. Weiterlesen

 

Atomdeal und Strafgerichshof -Israel unter Druck

 

Eiszeit Ende Februar

Schnee

Als hätten sich die Wettergötter abgesprochen: Washington liegt seit Tagen unter einer festen Schneedecke, die Temperaturen unter Null. In Jerusalem, sowie im Norden des Landes, ebenfalls dichter Schneefall,  nach einer Woche starker Sturmböen und heftiger Regenfälle.

Selten genug: Aber in diesem Februar entsprechen die meteorologischen Bedingungen exakt dem Zustand der bilateralen Beziehungen zwischen US-Präsident Obama und Israels Premieminister Netanjahu.

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Bibi kommt – der Kongress tanzt

Netanyahu-bei-KabinettssitzBarak Ravid (twitter@BarakRavid), der ebenso kundige wie fleissige Diplo-Korrespondent  von Haaretz, bleibt bei seinem derzeitigen Hauptthema: Netajnahus Washington-Reise, an der – eine der wenigen Konstanten im politischen Leben des Regierungschefs – er selbstverständlich festhalten wird. Iran, die Gefahr, Pflicht, die Welt aufzurütteln: Man muss sich der aktuellen Jahreszahl vergewissern, um den Nachrichtenwert dieser stets in gleicher Intonation und Intention vorgetragenen Äußerungen Netanjahus festzustellen. Weiterlesen

 

Soll Inspektor Clouseau Iran überwachen?

PM Netanjahu auf dem Weg in sein Büro

In Wien wollen heute US-Außenminister Kerry und sein iranischer Kollege Zarif über den Konflikt um Uran-Anreicherung, Zentrifugen und Raketen beraten. Aber aus Jerusalem ruft einer: “So wird das nichts!” Wenn man sich nur auf neue Inspektionen einigt, wer soll die durchführen, Inspektor Clouseau, fragt Netanjahu im Interview im Sommer.

Den Gag haben wir ihm am Ende nehmen müssen, weil das Gespräch recht lang wurde. Was geblieben ist, ist nicht weniger eindeutig. Weiterlesen

 

Irans Atomprogramm – Eine Illusion?

Der Artikel hat es in sich: Der langjährige Chef der israelischen Atom-Behörde General Uzi Eilam ist überzeugt, dass der Iran weit entfernt von der Entwicklung einer eigenen Atombombe ist. Und dass Israels Premier Netanjahu die Situation nutzt, um mit der Angst vor einem nuklearen Programm seine Politik durchzusetzen. Wahrheit oder politische Spielereien? Eilam arbeitet zur Zeit am Institut für für Studien zur nationalen Sicherheit (INSS). Lesen Sie selbst.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4517536,00.html

 

 

Menashe Amir gibt dem Iran eine Stimme

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Das ist Menashe Amir, 73. Vergangenen Sonntag habe ich ihn in seinem Studio in Jerusalem besucht. Er moderiert beim öffentlichen Radiosender “Kol Israel” (Stimme Israels) eine Nachrichten- und Diskussions-Sendung für Hörer im Iran. Über Kurzwelle und Internet erreicht Menashe mutmaßlich ein Millionenpublikum im Iran. Weiterlesen

 

Und jetzt? Bomben auf Natanz und Fordo?

In den letzten Wochen pendelte ich mehrfach zwischen Europa und Israel beruflich hin und her, das ist einerseits lästig, weil ich nicht nonstop in die aktuelle Berichterstattung einsteigen kann, aber andererseits auch wieder mal erhellend, weil man von Europa aus einen anderen Blick auf den Nahen Osten, aber mehr noch auf die Blickweise der Europäer, der Deutschen auf die Region, in der ich lebe, bekommt. Immer wieder interessant die unterschiedlichen Temperamente zu erleben und vor allem: die häufige Unfähigkeit der Europäer, Deutschen, sich auch nur annähernd in die Alltagssituation der Menschen jenseits des Mittelmeers einzufühlen. Nun muß man verteidigend dazu sagen, daß dies ja auch schwer ist, denn es gibt nun schon mehrere Generationen in Deutschland, die Krieg nur noch aus Erzählungen, Filmen und Büchern kennen, die nicht wissen, wie das ist, in einem Restaurant zu sitzen, eine leere, herrenlose Plastiktüte am Nebentisch zu entdecken und befürchten zu müssen, daß sich da eine Bombe darinnen befinden könnte, die nicht wissen, wie das ist, wenn Bomben, Raketen auf die eigenen Städte und Dörfer fallen, die nicht wissen, wie das ist, wenn die Besatzungsarmee nachts plötzlich eine Razzia durchführt und die eigene Wohnung stürmt und und und… Nein, das ist ja auch schwer sich solche Lebenswelten vorzustellen, wenn man sie nicht kennt (wobei es immer so einen Hautgout hat, wenn man den Menschen da unten trotzdem oder gerade deshalb gute Ratschläge zu geben können glaubt…) Weiterlesen