Tollkühn und praktisch: E-Bikes in Tel Aviv


Anstatt morgens stundenlang im Auto auf den verstopften Straßen in Tel Aviv und den Vororten zu warten, steigen immer mehr Israelis auf das E-Bike um. Schnell und praktisch – aber nicht ganz ungefährlich. Jakob Mayr hat sich das angeschaut.

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Umfrage: Eine kleine Mehrheit hat Hoffnung

Eine neue Studie befasst sich mit der Sicht der Palästinenser und der Israelis auf den Konflikt. Das Israelische Demokratie-Institut und das Zentrum für Politik und Demoskopie in Ramallah haben dafür zusammengearbeitet. Das Ergebnis: Eine kleine Mehrheit hat noch Hoffnung.  Weiterlesen

 

Gefahr von unten: Neue Mauer für Gaza


Seit einigen Jahren nun schon gräbt die Hamas immer wieder Tunnel nach Israel. Die israelische Regierung und die Armee stehen unter Druck. Geheime Techniken sollen nun bei der Abwehr helfen – und eine Mauer, die nicht nur in die Höhe reicht. Weiterlesen

 

Nicht nur Klezmer – Das Festival von Safed

 

Jüdischer Soul, an jeder Ecke: Straßenmusiker prägen das Klezmer-Festival in Safed, einer Stadt in den Bergen im Norden Israels. Mehr als 100.000 Besucher aus ganz Israel kommen an drei Tagen und hören zwischen den historischen Mauern der Altstadt Musik, die – wie mancher hier sagt – aus dem Herzen kommt. Dabei wird seit ein paar Jahren mehr als nur Klezmer gespielt.

 

Dreharbeiten in Jenin


Sommerferien in Jenin: Vier deutsche Schüler sind für zwei Wochen nach Jenin ins Westjordanland gereist, um hier mit sechs palästinensischen Schülern einen Film zu drehen. Zwei deutsche Schauspielprofis stecken hinter dem Projekt. Sie wollen den Streifen auf Festivals zeigen. Ihre Botschaft: Tanzen! Weiterlesen

 

Kochen für den Frieden


Im Sarona-Markt brodelt die Friedensküche: Hier, wo noch vor wenigen Monaten ein Terroranschlag verübt wurde, kochen muslimische, christliche und jüdische Köche gemeinsam. Die Organisation “Chefs for Peace” will beweisen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist – auch wenn es am Herd heiß hergeht.  Weiterlesen

 

Haifa – unterschätze Schönheit

In Jerusalem wird gebetet, in Tel Aviv gefeiert, und in Haifa? Gearbeitet. So sagt man in Israel. Doch Haifa ist mehr als ein Ort der Fleißigen. Sie ist die Stadt, in der arabische und jüdische Israelis friedlich zusammenleben, in der die Bahai ihr Weltzentrum haben, in der am Schabbat sogar Busse fahren und von deren Hügel aus man einen einzigartigen Blick auf die Stadt selbst und auf das Mittelmeer hat. Eine oft unterschätzte Schönheit – Fotograf Philipp Kimmelzwinger war dort unterwegs. Weiterlesen

 

Was von Kafka geblieben ist

Israels Oberster Gerichtshof hat nun entschieden: Der Nachlass von Max Brod geht an die Israelische Nationalbibliothek. Darin enthalten: Briefe und Dokumente von Franz Kafka. Wenn es nach dem Autor gegangen wäre, hätte es so weit gar nicht kommen sollen.  Weiterlesen

 

Stellungnahme zur Kritik am Tagesthemen-Beitrag vom 14.08.2016

Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen
über Wassermangel im Westjordanland,
Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016

Zu den oben erwähnten Beiträgen erreichten uns dermaßen viele Anfragen, Kommentare und Kritik, dass wir dazu Stellung beziehen möchten.

Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.

Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben, der einiger Richtigstellungen bedarf.

Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.

Die wohl schwerwiegendste Kritik an unserem Beitrag bezieht sich darauf, dass wir Bilder manipuliert hätten, in dem wir den Wassermangel in Salfit während eines aktuellen Wasserrohrbruches gedreht hätten. Diese Mutmaßung von einem der ersten Kritiker des Beitrages, noch in der vergangenen Nacht, wurde in den sozialen Netzwerken unhinterfragt übernommen und entwickelte sich dort zu einer festen Behauptung. Bis hin zum sehr vorbelasteten Begriff der „Lügenpresse“. Dazu müssen wir sagen: Diese Unterstellung ist falsch! Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.

Wir verwahren uns somit dagegen, dass man uns einer solchen Manipulation bezichtigt. Vor allem aber sind wir traurig darüber, dass unseren palästinensischen Protagonisten Lügen unterstellt werden. Im Sinne von: „Warum haben sie denn Waschmaschinen gekauft, wenn sie wissen dass die nicht funktionieren?“ etc. Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität. Sie leiden unter Wassermangel. Dies ist ein Fakt, den sie dem deutschen Publikum erzählt haben. Man sollte sich nicht darüber lustig machen. Auch nicht über den Namen der palästinensischen Familie.
Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.

Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank  Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.

http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf

West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html

Der zweite Vorwurf, der ebenfalls wie der erstgenannte auf eine Kritiker-Behauptung zurückzuführen ist, und der im Laufe der Diskussion ebenfalls ohne weitere Diskussion als Tatsache dargestellt wurde, ist: Der im Beitrag interviewte deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid sei nicht glaubwürdig. Auch hier stellen wir uns mit Nachdruck vor unseren Interviewpartner, der wie wir selbst von den Angriffen auf seine Reputation schockiert ist.

Clemens Messerschmid arbeitet seit fast 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN). Er berät auch z.B. Landeszentralen für politische Bildung, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen. In Artikeln unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt. Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“
Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.

Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben. Wir haben deshalb die israelische Seite aus dem Beitrag unserer ARD-Hörfunk-Studiokollegin zitiert. Die in der Woche zuvor zu diesem Thema mit Yisrael Medad, Sprecher der Siedlung Shilo und COGAT der israelischen Verwaltung für die besetzten Gebiete ein Gespräch geführt hat.

http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/07/28/der-streit-ums-wasser.html

Aus journalistischer Sicht halten wir dies für inhaltlich weiterhin voll vertretbar. Weil wir davon ausgehen, dass sich die israelischen Argumente in dem kurzen Zeitraum nicht verändert haben. Es ist uns aber bewusst, dass dies für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein Ungleichgewicht an Experten-Tönen dargestellt hat. Wir haben in diesem Fall der Schnelligkeit den Vorrang gegeben. Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben.

Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen, sondern lediglich im Halbsatz erwähnte, dass im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen, was auch statistisch belegt ist.

http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.729777

http://www.haaretz.com/israel-news/1.726132

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.
Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch

 

Die Touristenführerin von Gaza

 

Nach Gaza kommen keine Touristen. Für Zutritt zum umkämpften Küstengebiet brauchen selbst Journalisten mindestens einen ausländischen Pass, eine israelische Pressekarte und ein Schreiben der lokalen Hamas-Behörden. Erst dann können sie Abeer treffen. Sie ist Fremdenführerin beim Tourismusministerium in Gaza.

Am 15. August berichten wir in Stadtspaziergänge im Bayerischen Fernsehen über Sehenswürdigkeiten und Menschen in Gaza-Stadt. Hier schon ein Ausschnitt.

Autor: Torsten Teichmann
Kamera: Alex Goldgraber