In der gegenwärtigen Situation …

benayoun

Es ist wirklich keine musikalische Offenbarung, was Amir Benayoun da am Sonntag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat. Aber mehr als 100.000 Internetnutzer haben seinen Song bisher gehört. Denn über den Text gibt es einige Auseinandersetzungen: Der bekannte Musiker diffamiert “die Araber”, also die Palästinenser, in Israel darin als “undankbaren Abschaum”. Hier mein Hörfunk-Beitrag dazu:

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Erst neulich in Ostjerusalem

Nach den Dreharbeiten neulich in Ostjerusalem hatten wir Hunger. Wir gingen in einen Hummus-Laden in der Altstadt. Der Besitzer,die Bedienung:  alle hatten sie Bärte im Stil der Hamas, trugen gehäkelte Käppchen. Keine Frage, sie waren praktizierende Muslime und wohl eher nicht Anhänger von Fatah.

Das war egal, der Hummus, das Mussabacha, die Pickles und das “Harif” schmeckten köstlich.

Weniger köstlich:  Die TV-Berieselung, die von einer riesigen Flatscreen auf uns herunterstrahlte. Palästinensisches TV. Weiterlesen

 

Zurück in Israel: Der Puddingmann aus Berlin

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Gewalt bestimmt derzeit die Schlagzeilen in Israel. Dadurch ist eine Sache ganz vergessen worden: Schokopudding. Der Israeli Naor Narkis hatte Anfang Oktober anonym auf Facebook den Kassenbon von einem Aldi in Berlin-Wedding gepostet und dazu geschrieben:

„Leute, zieht nach Berlin! Ein Schokopudding kostet hier gerade mal ein Drittel so viel wie bei uns.“

milkyDie Folge: Eine landesweite Diskussion über das zu teure Leben in Israel. Von Lobeshymnen bis zu Drohanrufen hat der 25-Jährige in den vergangenen Wochen alles erlebt.

Und was macht er inzwischen? Weiterlesen

 

Dies und das und viel Chaos in Nahost

 

Witzig? Hit & Run

Israelis sind schnell dabei, wenn es um Witze in Sachen Gefahr und Bedrohung geht. Die “neue” Bedrohung sind Palästinenser, die mit ihren Autos in Jerusalem in Menschenmengen hineinfahren, um so viele wie möglich zu verletzen oder zu töten. Und was geht sofort im Netz herum: Dieses “Achtung”-Schild. Israelis finden das witzig, versuchen so, mit ihrer Angst umzugehen. Weiterlesen

 

Fußball, Gewalt und Politik

Gewalt auf dem Stadionrasen ist im israelischen Fußball kein neues Phänomen. So, wie sich Gewalt am Mittwochabend im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv gezeigt hat, erschreckt sie die meisten Beobachter dennoch.

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Empathie?

Hörerpost. Diese Woche hatte eine Hörerin geschrieben, die den Beitrag über die psychologische Nothilfe für Kinder und Jugendliche in Gaza gehört hatte. Sie zog einen Vergleich zu ihrer Zeit als Kind in Deutschland nach Kriegsende, also nach 1945.

Hier erstmal der Beitrag

Umm-Mohammed

Die Hörerin kam anschließend zu dem Schluss, dass es bei ihr damals keine psycholgische Hilfe gegeben habe. Die Kinder seien zur Schule gegangen und hätten mit angepackt. Also was soll das alles? Weiterlesen

 

Miklós

Neulich erst… ich spazierte am Meer entlang, einfach so, allein. Da sah ich diese Frau, fast 90 Jahre alt, sehr zierlich, aber keineswegs gebrechlich. Eine schöne Frau. Sie saß da auf einer Bank, blinzelte in die Sonne, lächelte verträumt. Just als ich an ihr vorbeiging, öffnete sie die Augen, sah mich an und strahlte. Sprach mich auf Hebräisch an, entschuldigte sich für die Belästigung. Wie ich hieße, woher ich komme, was ich mache. Irritiert aber freundlich fragte ich sie, warum sie das wissen wolle. Ach, wissen sie, sagte sie, sie erinnern mich an meine Jugendliebe, da war ich 17, er war ein fescher junger Mann….  Weiterlesen

 

Langeweile

Ban Ki-Moon war in Gaza. Der UN Generalsekretär hat sich die Zerstörungen dort angeschaut. Gut. Und er hat dann gewichtige Worte gesprochen: “Der Zyklus von Aufbau-Zerstörung, Aufbau-Zerstörung muß durchbrochen werden!” – WOW! We’re impressed. Und berichten darüber. Langeweile pur.

Seien wir doch mal ehrlich: das ewige Gelabere der Politiker geht uns allen doch auf die Nerven. Besonders im Nahen Osten. Manchmal möchte ich einen Bericht für die Tagesschau oder die Tagesthemen machen und einfach mal O-Töne von vor 20, 30 Jahren reinschneiden. Es ist just more of the same. Palästinenser und Israelis sagen immerzu dasselbe, machen nahezu immer dasselbe (mit wenigen Ausnahmen). Es ist manchmal zum Aus-der-Haut-Fahren.

Ich erinnere mich an das Jahr 1993. Damals lebte und arbeitete ich in Jerusalem und war auf einer Demonstration für den Friedensprozess. Weiterlesen

 

Soll Inspektor Clouseau Iran überwachen?

PM Netanjahu auf dem Weg in sein Büro

In Wien wollen heute US-Außenminister Kerry und sein iranischer Kollege Zarif über den Konflikt um Uran-Anreicherung, Zentrifugen und Raketen beraten. Aber aus Jerusalem ruft einer: “So wird das nichts!” Wenn man sich nur auf neue Inspektionen einigt, wer soll die durchführen, Inspektor Clouseau, fragt Netanjahu im Interview im Sommer.

Den Gag haben wir ihm am Ende nehmen müssen, weil das Gespräch recht lang wurde. Was geblieben ist, ist nicht weniger eindeutig. Weiterlesen