Der Masaharati von Akko – Dreh für den  ARD-Weltspiegel am Sonntag

Nachts um 3 Uhr läuft er laut trommelnd und singend durch die malerischen Altstadtgassen von Akko. Und die Anwohner freuen sich darüber, begrüßen Michelle Ayoub begeistert. Denn er ist ihr Masaharati. Der „Aufwecker“, der dafür sorgt, dass im Ramadan die Muslime rechtzeitig vor Morgengrauen aufstehen, um das Suhur – das kleine Frühstück – zu sich zu nehmen. Bevor das lange Fasten beginnt.

In Zeiten von modernen Weckern ist die Tradition des Masaharati fast ausgestorben. Michelle Ayoub hat sich seit 13 Jahren zur Aufgabe gemacht, gegen das Verschwinden des Aufweckers an zu trommeln und zu singen. Dabei ist Michelle gar kein Muslim, sondern Christ. Das macht seine Geschichte so besonders. Denn sie zeigt, wie gut und friedlich Muslime und Christen in Akko zusammenleben. Auch mit den jüdischen Nachbarn, wie alle betonen.

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Der beständige Mahner Ban Ki Moon

Ban Ki Moon Zum Jahresende endet die Amtszeit von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Noch einmal kam er in diesen Tagen in den Nahen Osten, in dem er in den vergangenen Jahren ein beständiger Besucher und Mahner war.  Weiterlesen

 

Streit an der Mauer


Gläubige Jüdinnen singen an der Klagemauer. Erst seit wenigen Jahren ist das offiziell erlaubt. Nach jahrelangem Kampf um Gleichberechtigung entschied Israels Oberster Gerichtshof 2013, dass die Frauen singen und die traditionellen Gebetsriemen und Schals tragen dürfen. Das geht vielen ultraorthodoxen jüdischen Männern zu weit. Weiterlesen

 

Flucht und Islam in der Mode 

Aktuelle Modetrends erzählen immer etwas über die Zeit, in der sie entstanden sind. Entsprechend aktuell sind die Entwürfe von zwei Design-Studentinnen aus Haifa, die sich dabei auch von Ihrer Geschichte inspirieren ließen.

 

Die Hoffnung auf Geiseln: Zehn Jahre nach Gilad Shalit

Maher Abu-Karsh ist ein Mörder. Heute hat er einen Geflügelladen in Gaza-Stadt. Viermal lebenslänglich sollte er hinter Gittern sitzen. Doch dann tauchte 2006 zum ersten Mal der Name Gilad Shalit auf. Für Maher Abu-Karsh sollte er Freiheit bedeuten.  Weiterlesen

 

„Schaffe, schaffe Häusle baue“ in Sebastia

In der geschichtsträchtigen Stadt im Herzen Palästinas haben bereits viele Herrscher und Reiche über Jahrtausende „Häusle“ und Temple gebaut und dabei Spuren bis heute hinterlassen.

Das urschwäbische Motto „schaffe, schaffe“ hat aber erst in der jüngsten Geschichte von vielen Einwohnern Besitz ergriffen.

Zu Besuch in einer Stadt und einer Landschaft, die eine Reise wert sind.

 

 

 

Vom Kriegshelden zum Verräter

Diffamierung in sozialen Netzwerken

Auf seine Zeugenaussage folgte ein Shitstorm: Der Kommandeur Tom Naaman sagt vor Gericht aus und belastet damit seinen Unteroffizier Elor Azaria. Suche nach der Wahrheit, nennen das die einen. Verrat, die anderen – und machen den Kriegshelden Naaman zur Zielscheibe in sozialen Netzwerken. Weiterlesen

 

Tel Aviver Künstler: Boheme und WG-Leben

Tel Aviv zieht junge Künstler aus dem ganzen Land, aber auch aus Europa und Amerika an. Die Stadt gilt als säkular, modern, weltoffen und irgendwie anders als der Rest des Landes. Vor allem im Süden haben die jungen Künstler ihr Zuhause. Weiterlesen

 

Möglichst unsichtbar – Flüchtlinge in Tel Aviv

„Eindringlinge“, am Rande der Gesellschaft. Das ist meist das Etikett für afrikanische Flüchtlinge in Israel.
Rund 50-tausend leben hier. Der größte Teil kommt aus Eritrea. Sie haben es sich angewöhnt, möglichst unsichtbar zu bleiben.
Aber mit einigen sind wir dennoch in Kontakt gekommen und durften sogar bei einer Tauf-Party drehen.

 

 

Mit 360-Grad-Blick durch Nahost

360-Grad-Filmen: eine Herausforderung

Den israelischen Checkpoint erleben, durch die Altstadt Jerusalems schlendern oder in der Westbank den Jugendlichen beim Skateboarden zusehen – das alles mit Rundumblick, als ob man selbst dabei wäre, von zu Hause aus: Die 360-Grad-Videotechnik macht es möglich. Bei ihrem ersten Einsatz in Israel und im Westjordanland wurde sie besonders auf die Probe gestellt.  Weiterlesen