Tel Aviv im Dauerstau

Mano ist Taxifahrer und einer meiner Experten für den Verkehr in Tel Aviv. Im Gegensatz zu mir regt er sich nicht mehr auf über den Dauer-Stau.

Ich wollte herausfinden, warum in der Stadt so oft fast nichts mehr vorwärts geht, warum Tel Aviv noch immer keine Straßen- oder Metro-Bahn hat. Das Ergebnis ist ein Streifzug durch Tel Aviv, das zwar immer mehr Radfahrer hat, aber dennoch dringend einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr braucht.

 

 

Flugalarm! – Das Ende der Ruhe

In 600 Meter Höhe donnern sie über Tel Aviv. In dreihundert Meter Höhe über Modiin. 12/30 lautet der Name der neuen Landebahn des Ben Gurion Flughafens. Für viele Einwohner längst ein Horrorbegriff.

 

Soldaten als Parksünder

Nicht der Friedensprozess, der Atomstreit mit dem Iran oder baldige Besuch der deutschen Bundeskanzlerin stehen heute im Focus,: Sondern: Unbezahlte Parktickets! Die wahren Probleme also. Der Sünder: Die israelische Armee. Die parkt nämlich in grossen Städten alles zu. Und zahlt dann nicht. Ein Skandal. Damit beschäftigt sich auch ein Parlamentsauschuss. Und bringt Unglaubliches ans Tageslicht: 11 Millionen Schekel, also etwa zwei Millionen Euro, schulden die Verkehsrowdys den israelischen Kommunen. Doch auch hier gilt: “Jede Schuld muss beglichen werden”. Feilschen ist aber nicht verboten: Der Obmann des Ausschusses sagte, dass eine ursprüngliche Schuld von etwa 9 Millionen Schekel, die die Armee im letzten Jahr der Stadt Jerusalem schuldete, auf 3,3 Millionen runtegehandelt wurde. Respekt!

 

Der Bustrip – Von Jerusalem nach Ramallah

Eigentlich nur eine kurze Fahrt. Von Ostjerusalem ins benachbarte Ramallah. Dann hats aber doch länger gedauert. Ein Selbstversuch während des Ramadans.

 

“Doktor Schlafstund” gibt Tipps für den heißen Sommer

In Israel hält man nicht Siesta, sondern “Schlafstunde”. Die deutsche Herkunft dieses Alltagsworts hat die Leute im israelischen Verkehrsministerium auf eine Idee gebracht: Für einen Radio-Spot zum Thema “Gefahr im Sommer – Sekundenschlaf am Steuer” haben sie “Doktor Schlafstundzi” erfunden. Und der doziert – herrlich umständlich und mit Grammatikfehlern gespickt – über die gefährliche Sommerschläfrigkeit.

Das Plakat zur Aufklärung der schläfrigen Autofahrer stellt die Frage: Mit Eis oder ohne? Egal, Hauptsache Du hälst immer wieder mal an und erfrischt dich …

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Ein offener Himmel?! – Werden Fluege nach Israel billiger?

Am Wochenende hat die israelische Regierung das Open Skies Abkommen mit Europa endgueltig verabschiedet. Vor allem auf Druck des neuen starken Mannes in der Regierung, des Finanzminister Jair Lapid. Es soll jetzt mehr Linienfluege von und nach Europa geben. Israelische Fluglinien duerfen kuenftig dann auch alle EU-Flughaefen anfliegen. Daduch koennte Fluege deutlich billiger werden. Und der Tourismus angekurbelt werden. Bisher war das Fliegen naemlich richtig teuer. Denn der Ben Gurion Flughafen ist eine Art Kopfflughafen, das heisst es gibt keine Anschlussfluege. Auch weil die arabischen Staaten israelischen Fluglinien keine Ueberflugsgenehmigungen geben. Ausserdem sind die Gebuehren fuer Sicherheit usw. sehr hoch.

Die israelischen Fluglinien fuerchten aber, dass Arbeitsplaetze verloren gehen. Zuviel Konkurrenz. Und streikten.

Doch schliesslich fand man einen Kompromiss. Der Staat Israel, der die israelischen Airlines subventioniert, wird in Zukunft den Grossteil der Sicherheitskosten uebernehmen. Immerhin fast 100 Milionen Euro. So waren dann alle wieder zufrieden. Und die maechtigen Gewerkschaften beendeten nach 36 Stunden den Streik.

Umgesetzt werden soll das Open Skies Abkommen aber nicht vor April 2014. Mal schauen, was bis dahin noch passiert.

 

Holocaustgedenktag: Juden, Sinti, Roma – und ein Däne

Was Juden, Sinti, Roma und ein Däne miteinander zu tun haben? Nun, sie kommen jetzt alle in diesem Post vor. Übrigens, am Anfang sage ich, daß nächstes Jahr der Unabhängigkeitstag Israels gefeiert wird. Das ist natürlich Quatsch. Ich wollte sagen: nächste Woche! So und nun – der Holocaustgedenktag heute in Israel

 

Durch Jerusalem mit der Bahn

Notizen von einer Fahrt mit der Straßenbahn in Jerusalem. Rechte: BR, apEin helles Bing vor jeder Abfahrt und eine Hupe, die klingt wie ein Knurren. Jerusalem hat seit Herbst eine Straßenbahnlinie. Es ist die erste moderne Linie in ganz Israel. Ich bin Straßenbahn-Fan und dachte, entlang der Strecke lassen sich Stadt und Bewohner prima erklären. Doch es geht um Jerusalem. Das heißt, es wird kompliziert. Davon zeugt der heutige Blick hinter die Kulissen: Erste Notizen und das Gerüst einer Audio-Slideshow.

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