Lag Ba’Omer – das jüdische Fest der Freudenfeuer und die israelische Pilgerlandschaft

Gestern Abend wurden zum Auftakt des Lag Ba’Omer-Festes in Israel allerorts Freudenfeuer angezündet. Grillgeräte und Salatschüsseln fanden ihren Weg auf Picknickplätze. Kinder rösteten eifrig Marshmallow. Ein ganzes Land hüllte sich in Rauchschwaden und einen beißenden Geruch. Nichts für empfindliche Nasen, die vorsichtshalber hinter verschlossenen Fensterläden in Sicherheit gebracht wurden. Umweltschutzbesorgte Bürger schüttelten auch dieses Jahr bedenklich ihre Häupter. Das Lärm-Grenzwert-Gesetz hingegen stand auf Seiten der Feiernden, nebst Feuerwehr, die sich in höchster Alarmbereitschaft hielt, um außer Rand und Band geratene Feuerstellen unter Kontrolle bringen zu können. Die imposanteste Lag Ba‘Omer-Veranstaltung fand wie immer im Norden Israels statt: Eine Art religiöses Woodstock-Festival auf dem Berg Meron.

S/W Archivmaterial: Israel State Archives

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Verfolgt, vergessen – Deutsch-jüdische Fußballstars

Die Entwicklung Deutschlands zur führenden Fußballnation war auch geprägt von jüdischen Spielern. Den Rekord von 10 Toren in einem Länderspiel hält Gottfried Fuchs, neben Julius Hirsch einer von zwei deutsch-jüdischen Nationalspielern. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurden die Sportler ausgegrenzt, verfolgt,vertrieben, ermordet. Und sie gerieten in Vergessenheit. Nun gedenkt eine Ausstellung in Tel Aviv an die Kicker. Initiiert von der Uni Hannover unterstützt unter anderem vom Goethe-Institut und der Stadt Tel Aviv.

 

Masada – Festung und Mythos

Von Herodes dem Großen gegen 40 vor Christus gebaut, von den jüdischen Freiheitskämpfern im Krieg gegen die Römer besetzt, von den Legionen dann belagert und erobert. Masada war für den jungen jüdischen Staat ein wichtiges Symbol des Freiheitswillens. Und ist bis heute Kultstätte.Und UNESCO Kulturerbe.

 

Jom Kippur und Opferfest

 

Furcht vor dem Terror – Auswandern oder bleiben?

Nach Aussagen des Chefs der Jewish Agency Natan Sharansky erwartet Israel dieses Jahr bis zu 15.000 Neueinwanderer aus Frankreich. Mehr als doppelt so viel wie 2014. und das fünffache von 2013.Was sind die Gründe? Einige Erklärungen in meinem Tagesthemen -Stück vom Montag Abend.

 

Der Streit um den Saal des letzten Abendmahls

Der Papst besucht auch den Abendmahlssaal auf dem Zions-Berg. Und plant im kleinsten Kreis eine Messe zu feiern. An einem umstrittenen Ort.

 

Vor dem Papst – Ein Rundgang auf dem Zionsberg

Kurz vor dem Papstbesuch bin ich mit Pater Nikodemus Schnabel auf dem Zionsberg unterwegs. Wir unterhalten uns über den Papstbesuch, besuchen den Abendmahlssaal  und sprechen über die Lage der Christen.In der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg, die 1910 eingeweiht wurde, leben 20 deutschsprachige Benediktiner-Mönche.

 

Nicht jüdisch genug? – Kritik an Europa-Helden

Die Sensation: Maccabi Tel Aviv gewinnt die Europa-League im Basketball. In packenden Spielen erst gegen Moskau und dann gegen den Favoriten Real Madrid. Ganz Israel jubelt, feiert den Underdog auf den Strassen, auf den Plätzen. Ganz Israel? Nein. In Zitaten heute in der Tageszeitung Jerusalem Post machen Ultra-Religiöse gegen den Club und seine Spieler mobil.  “Ein Mangel an Judentum” stellten religiöse Parlamentsmitglieder fest. Der Abgeordnete Moshe Gnafi wird noch deutlicher: “Wir sind ein Land von Idioten geworden,. Wir respektieren die Torah nicht. Wir verhalten uns wie Kinder. Und schauen uns so ein Spektakel an.”  Die Lösung? “Das Spiel zeigt uns, dass wir mehr religiöse Erziehung brauchen” so Meshulam Nahari. Hintergrund: Viele Maccabi Spieler sind Ausländer oder wurden im Ausland geboren. Zumindest ein wenig relativiert der Vorsitzende der Shas-Partei Aryeh  Deri die Kritik. Durch” jüdische Intelligenz” seien die richtigen Spieler zusammengebracht worden. Und: “Gott sei Dank habe das Endspiel nicht an einem Shabbat stattgefunden.” Na,  dann kann Israel ja weiterfeiern.

 

Verlobung in Jerusalem

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Das sind Osnat und David. Sie feiern gerade ihre Verlobung, und zwar mit Blick auf die Klagemauer. Die “Kotel”, die Stützmauer des alten Tempels ist eben ein besonderer Ort. Auch ein romantischer.

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Makkabia!

Normalerweise treten sie für TuS Makkabi Frankfurt oder einen der anderen rund 40 jüdischen Sportvereine an. Ab heute Abend, wenn die 19. Makkabia in Jerusalem eröffnet ist, kämpfen sie um Medaillen für Deutschland: Die Basketballer, Fechter, Schwimmer und Hockeyspieler, die zu den jüdischen Sportspielen nach Israel gekommen sind.

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Fotos: aliceforberg.de

In dem Radio-Beitrag – den Sie mit einem Klick auf das große Bild oben starten können – erzählen Chiara, Alexander und Jonathan von den Besonderheiten dieser jüdischen Sportspiele (und dazu zählen nicht nur die Disziplinen Golf, Schach und Futsal (Hallenfußball)).

Alle Ergebnisse von den Wettkämpfen auf maccabiah.com