Warten auf Nachrichten aus Yarmouk

Im Nachbarland Syrien herrscht seit drei Jahren Krieg. Einerseits weit weg. Aber das Gespräch mit Aida Abbas hat diesen Krieg ganz nah herangeholt. Ich habe Aida vor ein paar Tagen getroffen, um etwas über die Palästinenser in Yarmouk zu hören. Yarmouk ist ein belagertes Stadtviertel von Damaskus. Die eingeschlossenen Menschen dort sterben durch Beschuss und vor Hunger.      Weiterlesen

 

Daniels Anspruch und Nidals subtile Rache

Daniel will das ganze Land. Vom Meer bis zum Fluss. Vom Strand in Tel Aviv bis zum Jordan. Daniel Luria ist der Sprecher von Ateret Cohanim. Wir treffen uns zum Interview in Jerusalem. Wie ein durchtrainierter Mittelgewichts-Ringer stürmt er durch die Tür, ein gebürtiger Australier, kurze graue Haare, kariertes Hemd, Cargo-Pants. Ein Mann, der keine langen Worte macht, sondern gleich Klartext redet: „Das Land wurde dem einen Sohn Abrahams gegeben – nicht dem anderen.“ Damit ist für ihn eigentlich alles gesagt. Der eine Sohn – das sind die Juden, der andere, das sind die Muslime. Den Juden gehört das Land. Den Muslimen nicht. Basta.     Weiterlesen

 

Richard C. Schneider zur Stimmung in Ramallah

Richard Schneider zur Stimmung in Ramallah

29.11.12 / Nachtmagazin 00.00 Uhr / Richard C. Schneider

 

Jom Hazikaron, Jom Haatzmaut und der Warschauer Ghettoaufstand

Tel Aviv morgens - hier war nichts
Tel Aviv morgens – hier war nichts, Quelle: BR

  Tel Aviv ist zwar jetzt schon über 100 Jahre alt – was ja für eine Stadt wahrlich kein Alter ist – aber wenn ich morgens die Sonne über Tel Aviv aufgehen sehe, dann denke ich mir immer wieder: Wow – hier war mal nichts, absolut nichts. Und das ist nicht lange her. Drei, vier Generationen erst….

Und dann denke ich, wie jung Israel ist – Am Donnerstag wird Israel 64 Jahre “alt”. Der Judenstaat ist noch nicht mal im Rentenalter!
Letzte Woche habe ich hier ein Blog gepostet zum Jom Hashoah, dem Holocaust-Gedenktag. Und heute ist Jom Hazikaron, der Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten aus allen Kriegen. Im Augenblick sind es 22 993 Soldaten, die seit 1860 gefallen sind. Seit 1860? Ja, denn seitdem – so rechnet der Staat – gibt es bereits zionistische Pioniere im Land, die ihr Leben gaben, um als Juden in Eretz Israel zu leben und hier einen Staat, bzw. zunächst eine jüdische Gemeinschaft, den Jishuv, aufzubauen. Im vergangenen Jahr sind 126 Soldaten gefallen. Eine Zahl, die in den internationalen Medien meistens nicht auftaucht. So ist der heutige Tag ein Trauertag. Und morgen dann ist ein Freudentag – Jom Haatzmaut, der Tag der Unabhängigkeit des Staates Israel.