Botschaften von Botschaften

Quadratisch, praktisch, sicher - die US-Botschaft in Tel Aviv

Wer immer sich jemals über die Hässlichkeit der neuen amerikanischen Botschaft in Berlin aufgeregt haben mag, der möge die Vertretung Washingtons in Tel Aviv anschauen… es geht noch schlimmer.

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Israels Filmemacher, die Kulturministerin und die Besatzung

Israel ist eine Demokratie. Darauf pochen die Filmemacher und wehren sich gegen Einmischung und Zensur. Aber Kulturministerin Limor Livnat ist der Meinung, dass der Staat keine kritischen Filme mehr unterstützen sollte.

 

Neues Raketenabwehrsystem “Davids Steinschleuder” erfolgreich

 

26.11.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 05:00/ Clemens Verenkotte

 

Barak: Israel weltweit führend bei der Raketenabwehr

Verteidigungsminister Ehud Barak zeigte sich mit dem Ergebnis des Raketentests sehr zufrieden: Israel sei auf dem Gebiet der Raketenabwehr weltweit führend, sagte Barak. Der große Erfolg der Raketenabwehr-Batterien „Eiserne Kuppel“ während der letzten Militäroperation im Gaza-Streifen habe zweifelsfrei die – so Barak wörtlich – “enorme Bedeutung von Raketenabwehrsystemen” unter Beweis gestellt. Das neue Abwehrsystem, das den Codenamen “Davids Steinschleuder” erhalten hat, habe in den vergangenen Tagen erfolgreich eine Mittelstreckenrakete in der Luft abgefangen. Der Test sei im Süden des Landes ausgeführt worden. Im Auftrag des israelischen Verteidigungsministeriums entwickelten das israelische Rüstungsunternehmen Rafael sowie der US-Konzern Raytheon das neue Waffensystem, das sich vor allem gegen die Mittelstreckenraketen der pro-iranischen Hisbollah-Milizen im Libanon richte. „Davids Steinschleuder“ werde zwischen 2014 und 2015 einsatzbereit sei: Die Kosten für den Abschuss einer Abfangrakete werden nach Angaben der Tageszeitung Yedioth Achronoth auf eine Million Dollar geschätzt.

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Widersprüchliche Anzeichen von beiden Konfliktparteien

24.11.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 16:30/ Clemens Verenkotte

 

Hoffnungen auf Waffenruhe sind noch nicht zerstört

Dass die Israelis einer Waffenruhe noch nicht zustimmen wollten, dafür gibt es meiner Ansicht nach zwei mögliche Gründe.
Zum einen, weil Israel nach wie vor eben behauptet, erst müsse es eine Feuerpause geben, dann könne man über Bedingungen verhandeln. Und die Hamas behauptet eben erst Bedingung, dann Feuerpause.
Und zum Zweiten geht es um Knackpunkte: Einer wäre zum Beispiel, dass die Hamas fordert, dass die Blockade des Gaza-Streifens aufgehoben wird, dass die Grenzübergänge geöffnet werden. Dabei werden sie in dieser Forderung offenbar von Vermittler Ägypten unterstützt. Ich kann momentan nicht einschätzen, wer in der israelischen Regierung dafür bereit ist und wer nicht.
Zweiter Punkt: Israel sagt zwar: „Keine gezielten Tötungen mehr!“, aber offenbar ist Israel nicht bereit zuzustimmen, dass es gar nicht mehr auf palästinensischem Gebiet operiert. Das ist natürlich eine Grundvoraussetzung für eine Feuerpause bei der Hamas.

Insofern ist das, worauf alle gehofft haben, dann gestern Abend doch noch gescheitert, nämlich eine Feuerpause. Weiterlesen

 

Die Zeit für eine Feuerpause drängt

20.11.2012 / ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv  12.00  Uhr/ Torsten Teichmann

 

 

Terror in der Dizengoff

Solch ein Bild hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, als ich gestern Abend zu Fuß unterwegs war. Plötzlich war die Dizengoff, eine der großen Straßen in Tel Aviv, die parallel zum Meer von Süden nach Norden führt, gesperrt:

 

Dizengoff - Absperrung (c) BR

Dizengoff – Absperrung (c) BR

Polizei, die auf beiden Seiten einen Abschnitt der Straße sichert, in der mittendrin – man kann es auf dem Foto einigermaßen erkennen – ein leerer Bus steht. Was ist geschehen?Man fand in dem Bus eine Tasche, die niemanden gehört. Sofort wurde der Bus evakuiert, die Polizei und das Bombenentschärfungskommando verständigt, die Menschen aus den Kneipen geholt und weggeschickt. Alarm! Terror in der Dizengoff! Mit einem Mal war es wie damals, Anfang der 2000er Jahre, als die Zweite Intifada tobte und in den Städten Israels Selbstmordattentäter sich in die Luft jagten oder Bomben irgendwo in Tel Aviv oder Netanja oder Haifa oder oder oder platzierten. Damals gehörte dieses Bild zum Alltag. Die Absperrung, Polizei, gespannte Ruhe, wenn man irgendwo eine herrenlose Tasche, eine Plastiktüte, einen Koffer fand – im Bus, im Restaurant, Kaffeehaus, in Geschäften, Supermärkten oder sonstwo. Und immer waren sie da. Die Männer der Bombenentschärfungskommandos, hier auf dem Bild etwas unscharf unterhalb der gelben Markise zu sehen: Weiterlesen

 

Die Kriegstrommeln werden geschlagen

jetzt also der anschlag in bulgarien.

ist das terror? ja, ist es, nach der internationalen definition für terror: terror = anschläge auf zivilisten.  anschläge auf soldaten = guerillakrieg.

ok, also terror, keine frage. große aufregung, entsetzen hier in israel, auch keine frage. auch verständlich. ebenso wie das wehklagen und entsetzen auf der anderen seite, wenn dort die liebsten bei angriffen der israelis sterben.  und natürlich wird dann immer und jeweils nach rache und vergeltung gerufen. im ersten schmerz, auch das verständlich.

aber jerusalem rief gestern sofort: Weiterlesen

 

Die antisemitischen Europäer? Cathrine Ashton und die toten Kinder

Sind die  Europäer nun Antisemiten oder nicht? Das ist hier in Israel keine Frage mehr des “ob”, sondern nur noch des “wieder” oder des “wie sehr”…

Cathrine Ashton hat diese Diskussion ausgelöst…..