Tanzen bis zum Sonnenaufgang – Der Dead Sea Rave

Vom Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang wird getanzt,. Unterhalb der historischen Festung Masada. Direkt am Toten Meer. 424 Meter unter dem Meeresspiegel. Dead Sea Rave heißt die Veranstaltung. Etwa 20.000 Tanzwütige aus aller Welt kommen in die Wüste,. Per Anhalter, mit Busse, mit ihren Autos.  Schon letztes Jahr gab es einen Rave Party. Und es war ein riesiger Erfolg mit dem Rave-Gigantenr David Guetta. Diesmal sind schon am Nachmittag überall harte Beats zu hören. Und gegen Abend sind dann die Strassen von Jerusalem und Arad, die nach Masada führen richtig verstopft. Die Party geht langsam los und heizt sich dann aber richtig auf. Gruppen wie Dash Berlin, Deep Dish (mit einem iranisch-amerikanischen DJ)., Paul Oakenfold -einer der Pioniere der Elektro-Musik- und viele andere heizen richtig ein. Vorteil: Während es überall in Israel Abends schon richtig kalt ist, sind die Temperaturen unter dem Meeresspiegel sehr angenehm. Ab Mitternacht gehts dann richtig los. Die Party beginnt. Und wird noch lange dauern. Ans Schlafen denkt hier keiner. Wäre auch zu laut. Wir müssen bald aber wieder Richtung Tel Aviv. Die Arbeit ruft. Und vielleicht werde ich auch langsam zu alt für so etwas….

 

Flugalarm! – Das Ende der Ruhe

In 600 Meter Höhe donnern sie über Tel Aviv. In dreihundert Meter Höhe über Modiin. 12/30 lautet der Name der neuen Landebahn des Ben Gurion Flughafens. Für viele Einwohner längst ein Horrorbegriff.

 

Sonne, Strand, Surfer- Winter in Tel Aviv

 

Das Tote Meer stirbt

Ein Salzgehalt von über 30% –  fast zehn Mal so viel wie das Mittelmeer. Im Toten Meer überleben nur Mikroben und Touristen. Aber auch letztere sind in Gefahr: Ertrinken können sie nicht, aber sie könnten auf dem Weg vom Hotel zum Ufer von der Erde verschluckt werden. Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt jedes Jahr um circa einen Meter. Da, wo sich das Salzwasser zurückzieht, kann nach Regenfällen Frischwasser in die Erde eindringen und Salzschichten ausspülen, die sich hier überall im Boden befinden. Hohlräume entstehen, die Erde gibt nach und da, wo gerade noch ebener Grund war, ist plötzlich eine Grube mit bis zu zwölf Metern Durchmesser.

Wasser abzapfen

Die Senkgruben zeigen es anschaulich: Das Ökosystem ist durcheinander. Schuld sind die Anliegerstaaten. An den Zuläufen des Toten Meeres werden im Jahr eine Milliarde Kubikmeter Wasser abgeschöpft. Dazu kommt die Mineralindustrie in Jordanien und Israel. Sie lässt Wasser in quadratkilometergroßen Becken verdunsten, um die mineralhaltigen Rückstände, vor allem Kali, abzubauen.

Eine eigenwillige Lösung des Problems

Obwohl die Anlieger wissen, was das Problem verursacht, denkt keiner daran, den Wasserverbrauch zu drosseln. Letzten Dezember haben sich die Regierungen von Israel und Jordanien sowie die palästinensische Autonomiebehörde in einem Abkommen darauf geeinigt, Wasser durch eine 180 Kilometer lange Pipeline vom Roten zum Toten Meer zu pumpen. Immerhin diplomatisch bemerkenswert, aber was das für die Öko-Systeme an beiden Enden des Kanals bedeutet, weiß keiner so genau. Umweltschützer warnen jedenfalls vor unabsehbaren Folgen des Mammutprojekts.

 

Abseilen Extrem – Der Trip zur Salzhöhle (Teil 2)

Der zweite Teil des großen Abenteuers! Es geht runter in die Salzhöhle. Wieder dabei: Gilad Sadeh, unser Tourguide.

 

Abseilen extrem – Trip zur größten Salzhöhle der Welt (Teil 1)

Am  südwestlichen Ende des Toten Meeres liegt der Berg Sodom. Dort gibt es die größten Salzhöhlen der Welt. Und mit dem Malcham die mächtigste Höhle zum Abseilen. 80 Meter geht’s runter. Diese Tour kann man nur im Winter machen. Und regnen darf’s auch nicht. Für die Tour braucht man mit einen erfahrenen Guide (Unserer: Gilad Sade / gilad.sade.blogspot.co.il). Hier der erste Teil unsere Abenteuertour.

 

Hike durch die Judean Mountains

Israel im Herbst: Ideales Wanderwetter. In Deutschland nennt man das Altweibersommer. Dehalb raus aus dem hektischen und lauten Tel Aviv und ab in die Berge. Das war das Motto für den Samstag. Diesmal auf der to-do-liste: Die Judean Mountains in der Nähe von Beit Shemesh. Früh raus am Schabbath und ab ins Auto. Und schon die erste Überraschung: Halb Israel ist auf den Beinen: Hiken, Radeln oder Picknick. Deshalb haben wir auf der tollen Wanderseite www.tiuli.com einen anspruchsvollen Weg rausgesucht: Eine Grotten-Wanderung bei Nes Harim.  Eine Tageswanderung die hoffentlich Sandalen und Schlappen-Geher abhält. Hat nicht optimal geklappt, aber egal. Es war wie immer etwas schwer zu finden. Trotz Beschreibung musste mehrfach gefragt werden. Aber es hat sich gelohnt. Nach der etwas enttäuschenden Ein Beit Itiab Quelle waren die Ruinen der Kreuzfahrerburg Ein Sufia aus dem 12. Jahrhundert (strategisch günstig auf dem Weg nach Jerusalem gelegen)  ein echtes Highlight, vor allem der tolle Blick. Dann gings über steinige Wege wieder runter zu einem relativ langen bewaldeten Pfad durch den Nahal Ha Meara. Vor allem im Frühling soll es hier tolle Pflanzen geben. Ein weiteres Highlight am Ende: Die Grotte Ha Teomim, bekannt für seine Fledermäuse. Leider ist diese Höhle von Oktober bis April zu! Egal, schön ist es trotzdem. Und dann gings zurück. Wer nicht zweimal gehen möchte, kann mit zwei Autos fahren und bei der Grotte parken.  Und dann zum Einstieg fahren. Die ganze Tour dauert, je nach Form, ungefähr 5 Stunden. Essen sollte man mitnehmen. Und im Sommer wirds vermutlich ziemlich heiss. Und danach kann man zum Humus Essen nach Abu Gosh fahren und die verbrauchten Kalorien wieder drauffuttern…

 

Mission impossible? Rami Hamdallahs Kampf mit der eigenen Regierung

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Viele kennen die Situation: Da hat man stundenlang konzentriert gearbeitet, Akten auf dem Schreibtisch hin und her gewälzt, Konzepte geschrieben und telefoniert – alles zum Wohle der Firma oder der Behörde. Und dann ist es einfach mal Zeit für eine kurze Pause. Einmal kurz durchschnaufen, sich vielleicht sogar einen dieser neumodischen Power-Naps gönnen, die Arbeitsökonomen empfehlen, damit man anschließend umso effizienter weiterarbeiten kann. Also, klarer Fall: Den Stuhl etwas zurückgeschoben, die Rückenlehne gelöst, die Füße auf den Schreibtisch gehievt und die Augen geschlossen. Und ausgerechnet in diesem Moment steht der Chef in der Bürotür. Wie unangenehm!

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Ein offener Himmel?! – Werden Fluege nach Israel billiger?

Am Wochenende hat die israelische Regierung das Open Skies Abkommen mit Europa endgueltig verabschiedet. Vor allem auf Druck des neuen starken Mannes in der Regierung, des Finanzminister Jair Lapid. Es soll jetzt mehr Linienfluege von und nach Europa geben. Israelische Fluglinien duerfen kuenftig dann auch alle EU-Flughaefen anfliegen. Daduch koennte Fluege deutlich billiger werden. Und der Tourismus angekurbelt werden. Bisher war das Fliegen naemlich richtig teuer. Denn der Ben Gurion Flughafen ist eine Art Kopfflughafen, das heisst es gibt keine Anschlussfluege. Auch weil die arabischen Staaten israelischen Fluglinien keine Ueberflugsgenehmigungen geben. Ausserdem sind die Gebuehren fuer Sicherheit usw. sehr hoch.

Die israelischen Fluglinien fuerchten aber, dass Arbeitsplaetze verloren gehen. Zuviel Konkurrenz. Und streikten.

Doch schliesslich fand man einen Kompromiss. Der Staat Israel, der die israelischen Airlines subventioniert, wird in Zukunft den Grossteil der Sicherheitskosten uebernehmen. Immerhin fast 100 Milionen Euro. So waren dann alle wieder zufrieden. Und die maechtigen Gewerkschaften beendeten nach 36 Stunden den Streik.

Umgesetzt werden soll das Open Skies Abkommen aber nicht vor April 2014. Mal schauen, was bis dahin noch passiert.

 

Bei den heißen Wasserquellen

Gan ha Shlosha oder Sakhne heißt der Nationalpark im Norden Israel, inmitten der Gilboa Berge und nahe der Stadt Afula. Eine Gegend die man besuchen muss. In der Nähe gibt es auch ein tolles römisches Amphitheater. Wir haben das iPhone ausgepackt!