
Fragt man Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen derzeit nach ihrem größten Wunsch für 2013 hört man natürlich: Sicherheit, Stabilität, Wachstum, Perspektiven für die Kinder. Man hört aber auch immer wieder und zwar als einen der ersten, der wichtigsten Wünsche: Versöhnung zwischen den verfeindeten Lagern von Hamas und Fatah. Hamas-Führer Chaled Maschaal hört die Signale. Ständig reden er und andere Führer der radikal-islamischen Bewegung von einer Aussöhnung mit der Fatah um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, von palästinensischer Einheit.
Wie künftig umgehen mit Hamas?
Hamas richtet sich derzeit neu aus, will künftig stärker politisch agieren, eine größere Rolle auf der politischen Bühne spielen. Das Lager um Maschaal betont aber auch immer wieder, dass Hamas am bewaffneten Kampf gegen Israel festhalten müsse. Hamas will auf eine Mischung aus Politik und Kampf setzen. Für den Westen ist Hamas Terrororganisation und kein Partner. Das hat der deutsche Entwicklungsminister Niebel zuletzt auch wieder betont. Die USA, Deutschland und die EU setzen auf die Autonomiebehörde, setzen auf Abbas aber was wenn der nächste palästinensische Präsident Chaled Maschaal heißt? Wenn man sie abseits ihrer Wünsche für 2013 nach ihren Erwartungen für das kommende Jahr fragt erklären viele Palästinenser übrigens, dass sie nicht mit einer Entspannung im Nahostkonflikt und einer Besserung ihrer Lage rechnen.