10 Jahre nach Arafat

Selten waren die Palästinenser so uneins wie heute. Der 10. Todestag des Rais, so nennt man Arafat bei den Palästinensern, wird in Ramallah gefeiert. In Gaza hingegen nicht. Offizieller Grund: Sicherheitsbedenken. Denn am Freitag waren im Gaza-Streifen 15 Sprengsätze explodiert. Und es machten Gerüchte die Runde, dass Anhänger von Mohammad Dahlan, einem Rivalen des Fatah-Vorsitzenden Abbas dafür verantwortlich sein soll. Weiterlesen

 

Die Explosion in Tel Aviv und ihre Auswirkungen

Man weiß noch nicht, wer hinter der Explosion eines Autobusses in Tel Aviv mit vielen Verletzten steckt, es hat mindestens 21 Verletzte gegeben. Zum Glück ist niemand gestorben. Die allermeisten der Verletzten sind offenbar nur sehr leicht verwundet. Was man weiß, ist, dass offenbar zwei Attentäter einen Sprengsatz, der in einer Tasche steckte, in oder an den Bus geworfen haben. Der Sprengsatz ist dann explodiert. Der oder die Attentäter haben dann die Flucht ergriffen. Der Fernsehsender Al- Arabiya will dann erfahren haben, dass einer der beiden eine Frau gewesen sei.

Böse Erinnerungen an die 2. Intifada

Die Polizei verfolgt und sucht die beiden. Ein Verdächtiger ist vorübergehend festgenommen worden, dann wieder freigelassen worden. Das ist das, was man zur Stunde über diesen Anschlag auf diesen Bus im Zentrum der Stadt sagen kann. Das weckt natürlich bei den Menschen böseste Erinnerungen an die 2. Intifada. Damals hat es ja viele Anschläge auf Busse in Israel gegeben. Selbstmordanschläge insbesondere. Und auch hier in Tel Aviv hat es solche Anschläge gegeben – zuletzt 2006. Damals sind elf Menschen gestorben.

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Terror in der Dizengoff

Solch ein Bild hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, als ich gestern Abend zu Fuß unterwegs war. Plötzlich war die Dizengoff, eine der großen Straßen in Tel Aviv, die parallel zum Meer von Süden nach Norden führt, gesperrt:

 

Dizengoff - Absperrung (c) BR

Dizengoff – Absperrung (c) BR

Polizei, die auf beiden Seiten einen Abschnitt der Straße sichert, in der mittendrin – man kann es auf dem Foto einigermaßen erkennen – ein leerer Bus steht. Was ist geschehen?Man fand in dem Bus eine Tasche, die niemanden gehört. Sofort wurde der Bus evakuiert, die Polizei und das Bombenentschärfungskommando verständigt, die Menschen aus den Kneipen geholt und weggeschickt. Alarm! Terror in der Dizengoff! Mit einem Mal war es wie damals, Anfang der 2000er Jahre, als die Zweite Intifada tobte und in den Städten Israels Selbstmordattentäter sich in die Luft jagten oder Bomben irgendwo in Tel Aviv oder Netanja oder Haifa oder oder oder platzierten. Damals gehörte dieses Bild zum Alltag. Die Absperrung, Polizei, gespannte Ruhe, wenn man irgendwo eine herrenlose Tasche, eine Plastiktüte, einen Koffer fand – im Bus, im Restaurant, Kaffeehaus, in Geschäften, Supermärkten oder sonstwo. Und immer waren sie da. Die Männer der Bombenentschärfungskommandos, hier auf dem Bild etwas unscharf unterhalb der gelben Markise zu sehen: Weiterlesen