Verdächtige. Entführung. Gag Order.

 

Big Bambú

bambu_0Man kann es schon von weitem sehen, das Gewirr der Bambus-Stangen. Eine Installation auf dem Geländes des Israel Museum in Jerusalem. Aber was für eine Form hat dieses Riesending, Big Bambú genannt? Richtig erfassen kann man das erst, wenn man hineingeht in die Skulptur.     Weiterlesen

 

Hungerstreik, Kidnapping und Razzien

 

Abbas in Not

Die Entführung der drei israelischen Religionsschüler setzt vor allem einen unter Druck: Mahmud Abbas, den Palästinenserpräsidenten. Gerade wurde der 79jährige noch für die Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung gefeiert. Erstmal seit sieben Jahren sollten die moderatere Fatah und die radikale Hamas eigentlich wieder mit einer Stimme sprechen. Doch nun, nach der Entführung, inhaftieren die Israelis täglich Funktionäre der Hamas in der Westbank (Bisher hat sich übrigens noch niemand zur Entführung bekannt. Und es liegen auch keine Beweise vor!). Israelische Truppen dringen massiv auch in die A-Zone ein, also in das Gebiet das von den Palästinensern kontrolliert und verwaltet wird. Der Unmut bei den Palästinensern steigt. Dieses gerade stattfindende Drama könnte dafür sorgen, dass Abbas in jedem Fall zu politischen Opfer des Entführung werden könne. Und er kann wenig dagegen machen: Die Entführung hat er verurteilt, ja und hat auch seit langem wieder am Telefon mit dem israelischen Premierminister gesprochen, aber eine Distanzierung von der Hamas könnte das Zerbrechen der gerade erst gebildeten Regierung bedeuten. Zurück auf null also. Wahlen und Einheit in weiter Ferne. Und die Palästinenser, gebeutelt von schlechter wirtschaftlicher Lage und Hoffnungslosigkeit, würden ihm wohl von der Fahne gehen. Unterstützt er aber die Hamas würde die lebenswichtige finanzielle Unterstützung aus dem Westen wohl gekappt werden. Die Palästinenser hängen aber finanziell am Tropf der USA und der Europäer. Die Wirtschaft würde kollabieren, Gehälter könnten nicht mehr gezahlt werden. Und auch die Israelis, mit denen die Zusammenarbeit in der Westbank eigentlich ganz gut läuft, könnten Abbas fallen lassen. Und vielleicht den sehr populären, in einem israelischen Gefängnis sitzenden Marwan Barghouti ins Spiel bringen. Eine schwierige Lage für den politisch sehr erfahrenen und mit allen Wassern gewaschenen Palästinenserpräsidenten. Seine Taktik: Schweigen und Aussitzen.So ist es ihm schon oft gelungen aus politischen Zwickmühle herauszukommen. Doch das wird für Abu Mazen, so sein Kampfname aus früheren Zeiten, diesmal wohl schwierig.

 

Leben sie noch?

Die Frage, die jeden in Israel bewegt – leben sie noch? Sind die drei entführten Jungs bereits tot? Die Armee drückt sich vorsichtig aus: “Unsere ‘Arbeitsannahme’ ist, daß sie noch leben” – so in etwa klingt das auf Deutsch, was sie auf Hebräisch sagen, mit anderen Worten: natürlich wird so getan, ob sie noch leben, aber so richtig sicher ist das alles nicht mehr, angeblich gäbe es Hinweise, die leider vermuten lassen, daß die beiden 16jährigen und der 19jährige Junge tot sind.

Es mag unglaublich zynisch klingen, Weiterlesen

 

Bitterkeit

Vier Tage sind jetzt schon vergangenen, seitdem die drei jungen Israelis bei Gush Etzion im Westjordanland verschwunden sind. Einer von ihnen konnte noch die Polizei kontaktieren und soll gesagt haben “Wir werden entführt”. Es gab zwar Bekenner-Botschaften, israelisches Militär und Geheimdienst halten diese aber offenbar für nicht glaubwürdig.     Weiterlesen

 

Ausländische Küche in Tel Aviv

 

Geheimsache Poolparty!

Es ist der Sommertrend bei jungen Israelis! Poolpartys. Eigentlich nichts Besonderes. Aber: Viele sind geheim. Man kommt nur hin mit einer exklusiven Einladung. Und erfährt den Ort erst wenige Minuten vor Beginn. Ich habe es ausprobiert. Freitag Mittag: Wir warten. Dann kommt die SMS. Ashdod, Gan Ha Darom. Dann muss es schnell gehen. Mit dem Auto hin, in den wartenden Bus. Und eine Stunde später sind wir mit etwas 200 Anderen in einem exklusiven Haus mit Riesenpool. Es wird gefeiert, getrunken. Alles ist bestens organisiert. Und ein Riesenspass. Aber: Höllisch laut. Grund für die Geheimnisskrämerei: Die Polizei soll möglichst spät davon erfahren. Gegen sieben ist die Sause vorbei. Und der Korrespondent erschöpft.

Markus Rosch Geheimsache Poolparty

 

 

 

Rivlin gewählt – und nun was?

 

… da waren’s nur noch fünf

Fünf Kandidaten stehen zur Wahl, wenn die Knesset, das israelische Parlament, heute einen Nachfolger für Shimon Peres im Amt des Staatspräsidenten bestimmt. Reuven Rivlin werden die größten Chancen eingeräumt. Weiterlesen