Die grosse Freiheit: Umsonst Lesen!

 

Manal schreibt über den Gaza-Krieg

“Wie oft müssen wir sterben, um das Leben davon zu überzeugen, dass wir es wert sind, zu leben?”, fragt Manal Miqdad in einem der Gedichte, die sie im Gaza-Krieg diesen Sommer geschrieben hat. Die junge Palästinenserin kann ein wenig verständlicher machen,  wie die Menschen in Gaza diese 50 Tage Krieg überlebt haben.

 

Rad, Bruch und Yom Kippur.

Vorsicht! An Yom Kippur ist der Hörfunk gelegentlich mit der Kamera unterwegs. Wir hatten vor drei Jahren schon einmal berichtet, dass der höchste jüdische Feiertag in Tel Aviv auch der “Tag des Rades” ist. Leider hat das eigene Fahrrad noch in der Nacht aufgegeben, deshalb kam ein Mietrad zum Einsatz. Ergebnis: Es wackelt heuer noch mehr.

Und was Max Bruch angeht: Der Komponist hatte 1880 das traditionelle jüdische Gebet Kol Nidrei für ein Cello-Konzert verwendet; auf Bitte des Cellisten Robert Hausmann. Eine halbe Stunde hatte der israelische Klassiksender Kol Ha Musica diese Woche deshalb über Bruch berichtet. Da lag die Wahl für das Musikzitat in diesem Jahr nah.

 

Shimon Peres auf Jobsuche

Erst seit zwei Monaten ist Israels ehemaliger Staatspräsident Shimon Peres im Ruhestand. Doch der 91 jährige scheint rastlos und begibt sich nun wieder auf Arbeitssuche. Fiktiv natürlich, in einem Video produziert von seiner Enkelin. Dabei lässt er nichts unversucht und zeigt Sinn für Humor. Auf dem Arbeitsamt stellt sich heraus, daß Peres berufliche Qualifikationen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Peres versucht sich als Tankwart, Pizzabote oder auch als Security. Der Videoclip ist gespickt mit Anspielungen auf die Geschichte Israels und seine eigene politische Vergangenheit. Dabei zitiert Peres sich mehrfach selbst.

Die Botschaft des Clips stellt sich allerdings erst zum Schluss heraus: Peres wirbt für Frieden. Er ist der Gründer des Peres Center for Peace, eine Organisation, die sich besonders auch für den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern einsetzt.

 

Minister-Rücktritt: Netanjahus Regierung bröckelt weiter

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Gideon Sa’ar tritt von seinem Amt als Innenminister in der Regierung Netanjahu zurück

Erschöpft vom Gaza-Krieg und kurz vor den jüdischen Feiertagen war die israelische Politik eigentlich schon im Schlummer-Modus. Herausgerissen wird sie von einer überraschenden Rücktrittsankündigung: Gideon Sa’ar (47, Likud) gibt sein Amt als Innenminister auf.

Begründung: Er brauche mehr Zeit für die Familie, vorübergehend. Sa’ar will nach einer Auszeit zurückkommen in die Politik.     Weiterlesen

 

LIVEBLOG zum Gazakrieg 2014

Nach der Ermordung von drei israelischen und einem palästinensischen Jugendlichen eskalierte die Lage in Nahost. Am 8. Juli begannen die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen, nachdem die Hamas Raketen auf Israel abgeschossen hatte. Wochenlang lief auch eine Bodenoffensive. Hinter den Kulissen gab es internationale Bemühungen um ein Ende der Gewalt.

Die ARD-Korrespondenten bedanken sich für das große Interesse am Liveblog. An dieser Stelle schließen wir diesen Post und machen normal mit dem Daily-Blog, sowie mit dem Weekly-Blog zwischen Mittelmeer und Jordan weiter. Sie können uns aber auch weiterhin bei twitter folgen unter:

@rc_schneider @MarkusRosch
@TeichmannARD @WagnerARD

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VIDEOS & AUDIOS zum Gazakrieg 2014

gaza-264~_v-modPremiumHalb Tage voller Gewalt, Trauer, Wut und Hass.  Hier finden Sie alle Video-& Audio-Beiträge unserer Korrespondenten zum Gazakrieg 2014.

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“Netanjahu versteht die USA nicht mehr” – Ein Interview mit Alon Pinkas

 

Das “Wall Street Journal” meldete jüngst, die USA hätten die Lieferung von “Hellfire”-Raketen an Israel gestoppt – mitten im Gaza-Krieg. Israels Ex-Generalkonsul in New York, Pinkas, vermutet dahinter einen Denkzettel für Premier Netanjahu. Dieser nehme die Unterstützung der USA für allzu selbstverständlich – und sei nicht mehr in der Lage, Israels stärksten Verbündeten zu verstehen.

Hier finden Sie die deutsche Version.

 

Kein Strom, kein Wasser, keine Hoffnung

Fünf Wochen lang herrschte Krieg im Gazastreifen, erst aus der Luft und mit Artillerie vom Rand des Gazastreifens aus, ab dem 18. Juli mit Bodentruppen. Mit Beginn einer temporären Waffenruhe am 5. August zogen sich die israelischen Truppen an die Grenze zurück – fürs Erste.

15.08.2014, 13:05, Bayern 2

 

Gegen die Bilder ist unser Text machtlos

Die Sonne scheint, die Kinder schreien: Wie man die Wahrheit über den Krieg in Gaza erzählt, obwohl die Wahrheit sich hinter Propaganda und Desinformation verbirgt. Ein Erfahrungsbericht

Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv, zur aktuellen Lage in Nahost thumbnailWie berichten von einem Konflikt, der inzwischen ein Krieg geworden ist, wenn man über beide Seiten berichten muss? „Neutralität“ und „Objektivität“ werden von uns Journalisten erwartet, doch im Alltag des Nachrichtenproduzierens erweist sich dieses Ziel oft fast als unerreichbar. Nicht weil wir Partei ergreifen – obwohl andere Kollegen dies manchmal doch tun -, sondern weil wir mit drei Hindernissen konfrontiert sind: die Macht der Bilder, die Propaganda von beiden Seiten, die vielen verschiedenen „Wahrheiten“, die der palästinensisch-israelische Konflikt beinhaltet, und nicht zuletzt die Erwartungshaltung der Zuschauer daheim im sicheren Deutschland. Weiterlesen