Neben der ganzen Erleichterung, die sich am fünften Tag nach der Waffenruhe breit macht muss doch gesagt werden. dass die Kernprobleme dieses Konflikfts nicht gelöst sind: Die Waffen schweigen zwar, die Blockade wird wohl ein bisschen gelocker, aber: Wie geht es auf lange Sicht weiter? Was macht man mit dem Gaza-Streifen, in dem knapp zwei Millionen Menschen leben? Die Hälfte davon unter 18. Ich habe in letzten Tagen mit vielen Menschen auf beiden Seiten gesprochen. Mit Palästinensern, die ihre Häuser wiederaufbauen, mit Israelis die unter Dauerbeschuss lagen, mit Reservisten, die aus dem Süden zurückkehren. Der Tenor war leider, dass hier die Ansichten weit auseinander liegen. Leider war festzustellen, dass die Meinungen oft unversöhnlich sind. Die Gräben sind sehr, sehr tief. Das macht pessimistisch für die Zukunft.


