Ben Gurion und Gaza

Gestern ist leider im Nachrichtenfluss ein exzellentes, kleines Stück von Tom Segev in “Ha’aretz” stecken geblieben, das es in jedem Fall verdient, wieder hervorgeholt zu werden:  Segev, zurecht einer der renommiertesten Historiker des Landes, blätterte in den alten Kabinettsprotokollen der Jahre 1948/1949. Was er dort zum Thema Gaza fand, liest nach den  acht Tagen Operation Wolkensäule ebenso aufschlussreich wie nachdenkenswert:  Ministerpräsident Ben Gurion sitzt Mitte Dezember 48 mit seinen Kabinettsmitligeder zusammen und spricht – wieder einmal – über Gaza und ob Israel Gaza  militärisch einnehmen sollte oder nicht.  Israel könnte von der Eroberung Gazas profitieren. “Aber es ist klar, dass Gaza nicht unserer Hand bleiben wird, selbst wenn wir es 1000 Mal erobern.” Das war vor bald 64 Jahren. Zum Glück gibt es Historiker wie Segev, der seine “Ha’aretz”-LeserInnen regelmässig mit tatsächlichen Kabinettstückchen wie diesem versorgt: @ http://bit.ly/TbDrTl