Zwischen Hamburg und Syrien

In den vergangenen Tagen habe ich nach fast 7 Jahren endlich mal wieder die Tagesschau-Redaktion in Hamburg besucht. Fast täglich telefoniert man als Korrespondent mit der Redaktion, manche Kollegen kennt man persönlich (von früheren Besuchen) andere aber nicht – nur dem Namen und der Stimme nach. Und so war es dann sehr lustig, wenn wildfremde Gesichter auf einen zukommen und sagen: “Hallo – ich bin….” und man dann herzlich lacht, weil man sich doch seit Jahren “kennt”, aber dann eben doch natürlich gar nicht. Kaum war ich  in der Redaktion angekommen – unmittelbar am Tag als bekannt wurde, daß die Israelis (waren es die Israelis?) Syrien bombardiert hatten – , da wurde ich gebeten, für “Tagesschau 24″ im Studio die Lage zu erklären. Das Interview mit mir ist hier vor ein paar Tagen gepostet worden.

Die Moderatorin stellte mir am Ende des Gesprächs die Frage, ob Israel nicht fürchte, daß solch ein Angriff die Lage eher destabilisieren könnte – ob es also nicht gefährlicher sei, Ziele in Syrien zu bombardieren als die Hizbollah welche Waffen auch immer hinüberbringen zu lassen in den Libanon. Weiterlesen

 

Ferien! Ferien?

So, mein letzter Post für ein paar Wochen. Hoffentlich. Dieser Urlaub war schon lange geplant, aber ausgerechnet jetzt in die Ferien zu gehen, ist ein merkwürdiges Gefühl. Hier in Israel sind die Medien voll mit Spekulationen, Netanjahu habe sich für einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen entschieden, ebensoviel liest man jetzt über die Frage, ob Israel möglicherweise einen Angriff vor allem auf die C-Waffenlager Syriens ausüben wird, weil mit dem Fall von Assad die Gefahr bestünde, diese Waffen und noch viel mehr könnten in den Libanon gelangen, sprich: in die Hände der Hizbollah fallen. Verteidigungsminister Barak hat gerade im israelischen Fernsehen entsprechende Äußerungen gemacht. Am Golan hört und sieht man inzwischen teilweise die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen. Der Bürgerkrieg in Syrien ist an Israels Grenzen angekommen. Weiterlesen