Hat Israel den palästinensischen Minister getötet?

Diese Bilder gingen in den letzten Tagen um die Welt – hier zwei Beispiele:

https://www.youtube.com/watch?v=XuwvEkj37lQ

https://www.youtube.com/watch?v=1z2Bq-FE8yY

Auf Twitter und Facebook gab es dazu sofort heftige Reaktionen:

Die pro-israelischen Stimmen sagten alle: 1. ist dieser Mann ein Ex-Terrorist, der Menschen getötet hat (was stimmt), 2. sei er lediglich an einem Herzinfarkt gestorben, weil er sich aufgeregt hat und obendrein auch noch ein schwerer Raucher war.

Die pro-palästinensischen Stimmen sagten: Die israelische Armee hat ihn angegriffen, geschlagen, gewürgt, er habe von dem Tränengas keine Luft mehr bekommen, ganz klar: Israel hat einen palästinensischen Minister getötet.

Und was stimmt jetzt? Weiterlesen

 

Darf Israel das?

Als ich gestern auf Twitter von dem Angriff auf zwei Waffenlager in Syrien berichtete, zwei Angriffe, die wahrscheinlich oder wie man so schön sagt: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Konto der israelischen Air Force gehen, da tweetete ein Follower zurück: Mit welchem Recht darf Israel so etwas machen?  Weiterlesen

 

Öl-Katastrophe, oder was?

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Es ist einer der größten Umweltschäden, die Israel bisher erlitten hat. Das sagt Guy Sammet, Regionalchef der zuständigen Naturschutzbehörde. Mehrere Millionen Liter Rohöl sind in der vergangenen Nacht über zwei Stunden aus einer Pipeline in der Arava-Wüste ausgetreten.

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Neuwahlen

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“Er hat seiner Paranoia wieder mal freien Lauf gelassen”, kommentiert die Zeitung Yedioth Ahronot. Netanjahu, so der Kommentar, habe sich nun doch für Neuwahlen entschieden, dann solle es das auch so sagen. Stattdessen sucht er die Schuld für den Bruch der Koalition bei den Ministern seiner liberaleren Koalitionspartner, Yair Lapid und Tsipi Livni.

Wie auch immer: Wenn die Knesset – wie von Netanjahu gewünscht – in den kommenden Wochen aufgelöst wird, dann gibt es im März Neuwahlen. Im Wahlkampf wird es ein wenig um die hohen Lebenshaltungskosten gehen, ein wenig um Sicherheit, vielleicht auch um das umstrittene Gesetz zum “Jüdischen Nationalstaat”. Aber vor allem wird es um Netanjahu gehen. So wie vor zwei Jahren. Israel kommt momentan nicht vom Fleck.

 

Fußball, Gewalt und Politik

Gewalt auf dem Stadionrasen ist im israelischen Fußball kein neues Phänomen. So, wie sich Gewalt am Mittwochabend im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv gezeigt hat, erschreckt sie die meisten Beobachter dennoch.

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LIVEBLOG zum Gazakrieg 2014

Nach der Ermordung von drei israelischen und einem palästinensischen Jugendlichen eskalierte die Lage in Nahost. Am 8. Juli begannen die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen, nachdem die Hamas Raketen auf Israel abgeschossen hatte. Wochenlang lief auch eine Bodenoffensive. Hinter den Kulissen gab es internationale Bemühungen um ein Ende der Gewalt.

Die ARD-Korrespondenten bedanken sich für das große Interesse am Liveblog. An dieser Stelle schließen wir diesen Post und machen normal mit dem Daily-Blog, sowie mit dem Weekly-Blog zwischen Mittelmeer und Jordan weiter. Sie können uns aber auch weiterhin bei twitter folgen unter:

@rc_schneider @MarkusRosch
@TeichmannARD @WagnerARD

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VIDEOS & AUDIOS zum Gazakrieg 2014

gaza-264~_v-modPremiumHalb Tage voller Gewalt, Trauer, Wut und Hass.  Hier finden Sie alle Video-& Audio-Beiträge unserer Korrespondenten zum Gazakrieg 2014.

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Kein Strom, kein Wasser, keine Hoffnung

Fünf Wochen lang herrschte Krieg im Gazastreifen, erst aus der Luft und mit Artillerie vom Rand des Gazastreifens aus, ab dem 18. Juli mit Bodentruppen. Mit Beginn einer temporären Waffenruhe am 5. August zogen sich die israelischen Truppen an die Grenze zurück – fürs Erste.

15.08.2014, 13:05, Bayern 2

 

Rivlin gewählt – und nun was?

 

Das Tote Meer stirbt

Ein Salzgehalt von über 30% –  fast zehn Mal so viel wie das Mittelmeer. Im Toten Meer überleben nur Mikroben und Touristen. Aber auch letztere sind in Gefahr: Ertrinken können sie nicht, aber sie könnten auf dem Weg vom Hotel zum Ufer von der Erde verschluckt werden. Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt jedes Jahr um circa einen Meter. Da, wo sich das Salzwasser zurückzieht, kann nach Regenfällen Frischwasser in die Erde eindringen und Salzschichten ausspülen, die sich hier überall im Boden befinden. Hohlräume entstehen, die Erde gibt nach und da, wo gerade noch ebener Grund war, ist plötzlich eine Grube mit bis zu zwölf Metern Durchmesser.

Wasser abzapfen

Die Senkgruben zeigen es anschaulich: Das Ökosystem ist durcheinander. Schuld sind die Anliegerstaaten. An den Zuläufen des Toten Meeres werden im Jahr eine Milliarde Kubikmeter Wasser abgeschöpft. Dazu kommt die Mineralindustrie in Jordanien und Israel. Sie lässt Wasser in quadratkilometergroßen Becken verdunsten, um die mineralhaltigen Rückstände, vor allem Kali, abzubauen.

Eine eigenwillige Lösung des Problems

Obwohl die Anlieger wissen, was das Problem verursacht, denkt keiner daran, den Wasserverbrauch zu drosseln. Letzten Dezember haben sich die Regierungen von Israel und Jordanien sowie die palästinensische Autonomiebehörde in einem Abkommen darauf geeinigt, Wasser durch eine 180 Kilometer lange Pipeline vom Roten zum Toten Meer zu pumpen. Immerhin diplomatisch bemerkenswert, aber was das für die Öko-Systeme an beiden Enden des Kanals bedeutet, weiß keiner so genau. Umweltschützer warnen jedenfalls vor unabsehbaren Folgen des Mammutprojekts.