Israel: Wie der Terror das Land verändert

Nach den Terroranschlägen in Paris, Brüssel und Istanbul bekam unser Studio viele Anfragen zum Thema: Worauf müssen sich die Europäer einstellen, wenn der Terror Alltag werden sollte? Welche Erfahrungen hat Israel damit gemacht?

Selbstverständlich kann man den IS-Terror nicht mit den Anschlägen der Palästinenser vergleichen. Geschichte, Ursachen und Auswirkungen des komplexen israelisch-palästinensischen Konflikts sind einzigartig.

Dies vorausgeschickt bleibt trotzdem die spannende Frage, wie sich die israelische Gesellschaft durch die Jahrzehnte andauernde und permanente Terrorbedrohung – durch Bombenanschläge und jetzt auch die Messerattacken – verändert hat. Der sind wir im folgenden Beitrag nachgegangen. Und dabei auf viele, teilweise sehr unterschiedliche Aspekte gestoßen.

 

Terror in Europa, Terror in Nahost – die israelische Sicht auf Brüssel


Nach den Terroranschlägen von Brüssel fragen die Kollegen in München, Köln oder Hamburg, wie denn Israel und seine Bürger mit Terror umgehen. Eine nachvollziehbare wie frustrierende Frage. Zeigt sie doch, dass unser Berichtsgebiet vor allem über die Gewalt wahrgenommen wird.     Weiterlesen

 

Maulwürfe und Landesverräter?

Die linke Gruppe Breaking the Silence hat gemeinsam mit anderen Aktivisten zu einer großen Party bei der Tel Aviver Hafenpromenade geladen, um sich gegen die allgemeine Stimmung im Land zu wehren.

Und die war dann auch draußen vor der Halle hitziger als innen bei der Party.

 

Nafez Abed, der Antiquitäten-Fälscher von Gaza

Das Flüchtlingsviertel al-Shatil ist wohl der letzte Ort, an dem man antike Schätze erwarten würde. Enge graue Gassen zwischen notdürftig hochgezogenen Betonhäusern. An diesem Gewittertag im Novembertag läuft das Regenwasser oben rein und unten wieder raus.      Weiterlesen

 

Vegane Supermacht Israel

1507_vegan_ziv

Am letzten Freitag standen sie wieder an der Straße und demonstrierten – junge Tierschützer in Israel. Sie protestieren regelmäßig gegen Hühnerfarmen, Fleischindustrie und Lebensmittelkonzerne, die ihrer Meinung nach Tiere ausbeuten und quälen.      Weiterlesen

 

Keine Täter, keine Gewissheit: Zwei Wochen nach dem Brandanschlag von Tabgha

tabgha_01

Foto: Dormitio Abtei

An fünf Stellen gleichzeitig hatten die Täter Feuer gelegt im Benediktiner-Kloster von Tabgha, am Ufer des Sees Genezareth. Mitten in der Nacht brannten die Gebäude vor der Brotvermehrungskirche. Teilweise stehen nur noch die Mauern, die Einrichtung ist zerstört. Und auch zwei Wochen danach sagt Pater Nikodemus: So ganz habe es wohl keiner der Mönche in Tabgha verarbeitet:      Weiterlesen

 

Hat Israel den palästinensischen Minister getötet?

Diese Bilder gingen in den letzten Tagen um die Welt – hier zwei Beispiele:

https://www.youtube.com/watch?v=XuwvEkj37lQ

https://www.youtube.com/watch?v=1z2Bq-FE8yY

Auf Twitter und Facebook gab es dazu sofort heftige Reaktionen:

Die pro-israelischen Stimmen sagten alle: 1. ist dieser Mann ein Ex-Terrorist, der Menschen getötet hat (was stimmt), 2. sei er lediglich an einem Herzinfarkt gestorben, weil er sich aufgeregt hat und obendrein auch noch ein schwerer Raucher war.

Die pro-palästinensischen Stimmen sagten: Die israelische Armee hat ihn angegriffen, geschlagen, gewürgt, er habe von dem Tränengas keine Luft mehr bekommen, ganz klar: Israel hat einen palästinensischen Minister getötet.

Und was stimmt jetzt? Weiterlesen

 

Darf Israel das?

Als ich gestern auf Twitter von dem Angriff auf zwei Waffenlager in Syrien berichtete, zwei Angriffe, die wahrscheinlich oder wie man so schön sagt: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Konto der israelischen Air Force gehen, da tweetete ein Follower zurück: Mit welchem Recht darf Israel so etwas machen?  Weiterlesen

 

Öl-Katastrophe, oder was?

141204_oel_unfall_-(4)

Es ist einer der größten Umweltschäden, die Israel bisher erlitten hat. Das sagt Guy Sammet, Regionalchef der zuständigen Naturschutzbehörde. Mehrere Millionen Liter Rohöl sind in der vergangenen Nacht über zwei Stunden aus einer Pipeline in der Arava-Wüste ausgetreten.

Weiterlesen

 

Neuwahlen

141202_netanjahu

“Er hat seiner Paranoia wieder mal freien Lauf gelassen”, kommentiert die Zeitung Yedioth Ahronot. Netanjahu, so der Kommentar, habe sich nun doch für Neuwahlen entschieden, dann solle es das auch so sagen. Stattdessen sucht er die Schuld für den Bruch der Koalition bei den Ministern seiner liberaleren Koalitionspartner, Yair Lapid und Tsipi Livni.

Wie auch immer: Wenn die Knesset – wie von Netanjahu gewünscht – in den kommenden Wochen aufgelöst wird, dann gibt es im März Neuwahlen. Im Wahlkampf wird es ein wenig um die hohen Lebenshaltungskosten gehen, ein wenig um Sicherheit, vielleicht auch um das umstrittene Gesetz zum “Jüdischen Nationalstaat”. Aber vor allem wird es um Netanjahu gehen. So wie vor zwei Jahren. Israel kommt momentan nicht vom Fleck.