Im Schatten … des Felsendoms

Hübsche Idee zur Ferienzeit: “Wer arbeitet ‘im Schatten’ berühmter Sehenswürdigkeiten?” haben die Kollegen gefragt, um mit einer Serie das Programm in den ereignisarmen Sommerwochen zu bestücken. Typisch wäre da zum Beispiel der Eisverkäufer unterm Pariser Eiffelturm. Ich hatte mich mit Bassam Hallak verabredet: Der arbeitet schon seit 37 Jahren direkt neben dem Felsendom in Jerusalem.

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Hallak verkauft dort allerdings kein Eis (dort darf gar nichts zum Kauf angeboten werden). Nein, Bassam Hallak ist der leitende Architekt und zuständig für das gesamte Areal, also Felsendom, Al-Aqsa-Moschee und rund 70 weitere Bauwerke auf dem Haram al-Sharif, dem “edlen Heiligtum”. Wir kennen es als “Tempelberg”, auf dem bis 70 n. Chr. der zweite jüdische Tempel stand, bis ihn die Römer zerstört haben.      Weiterlesen

 

Die deutsch-israelischen Beziehungen brauchen das offene Wort

Drei Tage Rivlin-Staatsbesuch in Berlin, zwei Tage von der Leyen in Israel, Rüstungsgeschäfte und Feierlichkeiten, all das will sortiert und kommentiert werden. Na dann:

“Deutschland und Israel teilen die gleichen Werte und die gleiche Einschätzung der Weltpolitik” – sagt der israelische Botschafter in Deutschland Yakov Hadas-Handelsman. Ehrlich? Ist das so?     Weiterlesen

 

Daniels Anspruch und Nidals subtile Rache

Daniel will das ganze Land. Vom Meer bis zum Fluss. Vom Strand in Tel Aviv bis zum Jordan. Daniel Luria ist der Sprecher von Ateret Cohanim. Wir treffen uns zum Interview in Jerusalem. Wie ein durchtrainierter Mittelgewichts-Ringer stürmt er durch die Tür, ein gebürtiger Australier, kurze graue Haare, kariertes Hemd, Cargo-Pants. Ein Mann, der keine langen Worte macht, sondern gleich Klartext redet: „Das Land wurde dem einen Sohn Abrahams gegeben – nicht dem anderen.“ Damit ist für ihn eigentlich alles gesagt. Der eine Sohn – das sind die Juden, der andere, das sind die Muslime. Den Juden gehört das Land. Den Muslimen nicht. Basta.     Weiterlesen

 

Moralische Verfehlungen

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Morgen wird das Urteil im Untreue-Prozess gegen Avigdor Lieberman erwartet, dem Ex-Außenminister. Wenn ihm keine “moralische Verfehlung” bescheinigt wird, kann er auf den Posten zurückkehren, den ihm Ministerpräsident Netanjahu seit Jahresanfang warmgehalten hat.

Vor dem Urteilsspruch liefert sein politischer Ziehsohn Moshe Lion noch ein kleines Skandälchen extra, das die israelische Öffentlichkeit erheitert.      Weiterlesen

 

Als Christ in Jerusalem – kein einfacher Ort

Beim Blick über die Dächer von Jerusalem kann man dutzende Kirchtürme zählen. Tatsächlich aber sind die Christen in der israelischen Hauptstadt eine verschwindend kleine Minderheit. Der Benediktinermönch Nikodemus und die evangelischen Pfarrer Ulrike und Michael Wohlrab haben mir geschildert, wie sie die heilige Stadt erleben.     Weiterlesen

 

Wahlkampf in Jerusalem

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In Jerusalem läuft der Kommunalwahlkampf. Als Frau für den Stadtradt der israelischen Hauptstadt zu kandidieren, das erfordert allerdings besonders viel Hartnäckigkeit. Rachel Azaria beispielsweise tritt für die Partei Yerushalmim an; ihre Wahlplakate werden jetzt nur deshalb auf einige der vielen Stadtbusse geklebt, weil sie sich dieses Recht vor dem Obersten Gerichtshof erstritten hat. Die orthodoxen Juden in Jerusalem hatten eigentlich durchgesetzt, dass auf Bussen überhaupt keine Werbung mit Fotos von Frauen mehr angebracht wird.     Weiterlesen

 

Verlobung in Jerusalem

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Das sind Osnat und David. Sie feiern gerade ihre Verlobung, und zwar mit Blick auf die Klagemauer. Die “Kotel”, die Stützmauer des alten Tempels ist eben ein besonderer Ort. Auch ein romantischer.

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Israels Siedlungsbaupläne und ihre Folgen

02.12.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 17:00/ Peter Kapern

 

Das Jerusalem Fieber – Neue Ausgrabungen in der Erlöserkirche

Anfang November beginnt eine neue archäologische Ausstellung in der Erlöserkirchein Jerusalem. Der weltberühmte Wissenschaftler Dieter Vieweger zeigt sie schon vorher. Und es gibt vieles Neues und Spannendes: Die Via Dolorosa läuft verkehrt und es gibt eine geheimnissvolle Frauenlocke….(Die Orgel in der Erlöserkirche spielt übrigens Klaus Schulten).

 

Wenn Du im wehrpflichtigen Alter bist …

Ultra-Orthodoxe Kinder protestieren gegen Wehrpflicht. Rechte:ap

Die Kinder hinter dem roten Absperrband gehören zu ultra-orthodoxen Familien. Sie sind in dieser Woche in Jerusalem auf die Straße gegangen. Anlass war eine Demonstration gegen die Pläne der israelischen Regierung, auch sie zum Wehrdienst einzuberufen.

Zum Streit um die Einberufung hat mir ein israelischer Freund einen Spruch erzählt, der gerade kursiert. Der geht so: Als ich klein war, sagte mein Vater zu mir: Wenn Du im wehrpflichtigen Alter bist, muss hoffentlich niemand mehr zum Wehrdienst. Heute sage ich zu meinen Kindern: Wenn Du im wehrpflichtigen Alter bist, muss hoffentlich jeder zum Wehrdienst.

“Die Wehrpflicht-Krise” – am Sonntag auf SR2 Kulturradio in “Kirche und Welt”. Und natürlich hier: