Zeichen aus dem Iran – in Jerusalem!

Eine Ausstellung mit Plakaten grafischer Künstler aus dem Iran, in Israel: undenkbar und doch gerade eröffnet, im Museum für Islamische Kunst in Jerusalem.

Möglich wurde dies, weil es nicht die (Exil-)Iraner sind, die in Israel ausstellen, sondern die ‘Mährische Galerie’ in Brünn/Brno in Tschechien. Aus deren Fundus stammen die Werke. Manche der iranischen Künstler wissen wohl nicht, dass ihre Kunst erstmals in Israel gezeigt wird. Kunst mit Umwegen. Kuratorin Marta Sylvestrová hofft, dass keiner der Künstler im Iran dadurch in Schwierigkeiten gerät.

In Israel ist durchaus Interesse an den Werken aus dem Iran vorhanden: Museumsdirektor Nadim Sheiban sagt, die israelischen Medien hätten schon vor Ausstellungseröffnung häufig nachgefragt. Und dann wurde Sheiban von Spontan-Besuchern gleich mit Fragen gelöchert …

Hier sind einige der ausgestellten Arbeiten zu sehen:    Weiterlesen

 

Jerusalem von oben

PanoramaIn Jerusalem ist es eng. In der Altstadt zum Beispiel, wo Händler ihre Waren in die Gassen vors Geschäft schieben, Pilger sich durch die Grabeskirche drücken oder Besucher an den Sicherheitskontrollen vor der Klagemauer warten. Doch an manchen Stellen zeigt sich, wie weitläufig Jerusalem tatsächlich ist.

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Palmsonntag in Jerusalem

Palmsonntag

Wie ein König wurde Jesus in Jerusalem empfangen, mit Palmwedeln. An diesen Einzug in die Heilige Stadt erinnern die Christen am Palmsonntag, dem Beginn der Karwoche – ein wirklich ausgelassenes Ereignis!      Weiterlesen

 

Reden statt kämpfen – Die Freitagsschule

Die Freitagsschule in Katamon, einem Jerusalemer Stadtteil: Hier kommen israelische und palästinensische Jugendliche jeden Freitag zusammen um Deutsch zu lernen. Und um sich besser kennen zu lernen. Zusammen mit meinem Radiokollegen Christian Wagner habe ich die Schule besucht.      Weiterlesen

 

Gemeinsam den richtigen Ton finden

Harmonie in Jerusalem: Die Juden, Christen und Muslime des Jerusalem Youth Chorus treffen einmal in der Woche gemeinsam den richtigen Ton. Den Jugendlichen scheint zu gelingen, woran die Stadt ansonsten scheitert – auch wenn die Anfahrt nicht für alle ohne Hindernisse ist.

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Zeitreise: Mit Dalia Lavi ins Jerusalem der 70er Jahre

“Vielleicht kommt bald eine schöne Zeit für Jerusalem” hat Dalia Lavi schon vor über 40 Jahren pessimistisch gesungen. Aber auch von “großen Träumen reicher Vergangenheit”. Gilt das noch immer?      Weiterlesen

 

Demonstrieren gegen Gewalt, Terror in Beersheva

Moment-Aufnahme aus einem zusehend verunsicherten Land: Am Samstagabend “Friedens-Demo” in Jerusalem. Ein paar hundert kommen. Die Rufe aus dem Megafon kennen hier alle, “Juden und Palästinenser können zusammenleben”. Eine Demo zur Selbstvergewisserung, Außenwirkung hat das kaum, auch wenn ein paar Oppositions-Abgeordnete wie Tamar Zandberg und Dov Chenin dabei sind.      Weiterlesen

 

Im Schatten … des Felsendoms

Hübsche Idee zur Ferienzeit: “Wer arbeitet ‘im Schatten’ berühmter Sehenswürdigkeiten?” haben die Kollegen gefragt, um mit einer Serie das Programm in den ereignisarmen Sommerwochen zu bestücken. Typisch wäre da zum Beispiel der Eisverkäufer unterm Pariser Eiffelturm. Ich hatte mich mit Bassam Hallak verabredet: Der arbeitet schon seit 37 Jahren direkt neben dem Felsendom in Jerusalem.

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Hallak verkauft dort allerdings kein Eis (dort darf gar nichts zum Kauf angeboten werden). Nein, Bassam Hallak ist der leitende Architekt und zuständig für das gesamte Areal, also Felsendom, Al-Aqsa-Moschee und rund 70 weitere Bauwerke auf dem Haram al-Sharif, dem “edlen Heiligtum”. Wir kennen es als “Tempelberg”, auf dem bis 70 n. Chr. der zweite jüdische Tempel stand, bis ihn die Römer zerstört haben.      Weiterlesen

 

Die deutsch-israelischen Beziehungen brauchen das offene Wort

Drei Tage Rivlin-Staatsbesuch in Berlin, zwei Tage von der Leyen in Israel, Rüstungsgeschäfte und Feierlichkeiten, all das will sortiert und kommentiert werden. Na dann:

“Deutschland und Israel teilen die gleichen Werte und die gleiche Einschätzung der Weltpolitik” – sagt der israelische Botschafter in Deutschland Yakov Hadas-Handelsman. Ehrlich? Ist das so?     Weiterlesen

 

Daniels Anspruch und Nidals subtile Rache

Daniel will das ganze Land. Vom Meer bis zum Fluss. Vom Strand in Tel Aviv bis zum Jordan. Daniel Luria ist der Sprecher von Ateret Cohanim. Wir treffen uns zum Interview in Jerusalem. Wie ein durchtrainierter Mittelgewichts-Ringer stürmt er durch die Tür, ein gebürtiger Australier, kurze graue Haare, kariertes Hemd, Cargo-Pants. Ein Mann, der keine langen Worte macht, sondern gleich Klartext redet: „Das Land wurde dem einen Sohn Abrahams gegeben – nicht dem anderen.“ Damit ist für ihn eigentlich alles gesagt. Der eine Sohn – das sind die Juden, der andere, das sind die Muslime. Den Juden gehört das Land. Den Muslimen nicht. Basta.     Weiterlesen