Widersprüchliche Anzeichen von beiden Konfliktparteien

24.11.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 16:30/ Clemens Verenkotte

 

Von Siegerposen und Erleichterung

22.11.2012/ ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv,  21:45/ Torsten Teichmann

 

Die Explosion in Tel Aviv und ihre Auswirkungen

Man weiß noch nicht, wer hinter der Explosion eines Autobusses in Tel Aviv mit vielen Verletzten steckt, es hat mindestens 21 Verletzte gegeben. Zum Glück ist niemand gestorben. Die allermeisten der Verletzten sind offenbar nur sehr leicht verwundet. Was man weiß, ist, dass offenbar zwei Attentäter einen Sprengsatz, der in einer Tasche steckte, in oder an den Bus geworfen haben. Der Sprengsatz ist dann explodiert. Der oder die Attentäter haben dann die Flucht ergriffen. Der Fernsehsender Al- Arabiya will dann erfahren haben, dass einer der beiden eine Frau gewesen sei.

Böse Erinnerungen an die 2. Intifada

Die Polizei verfolgt und sucht die beiden. Ein Verdächtiger ist vorübergehend festgenommen worden, dann wieder freigelassen worden. Das ist das, was man zur Stunde über diesen Anschlag auf diesen Bus im Zentrum der Stadt sagen kann. Das weckt natürlich bei den Menschen böseste Erinnerungen an die 2. Intifada. Damals hat es ja viele Anschläge auf Busse in Israel gegeben. Selbstmordanschläge insbesondere. Und auch hier in Tel Aviv hat es solche Anschläge gegeben – zuletzt 2006. Damals sind elf Menschen gestorben.

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Hoffnungen auf Waffenruhe sind noch nicht zerstört

Dass die Israelis einer Waffenruhe noch nicht zustimmen wollten, dafür gibt es meiner Ansicht nach zwei mögliche Gründe.
Zum einen, weil Israel nach wie vor eben behauptet, erst müsse es eine Feuerpause geben, dann könne man über Bedingungen verhandeln. Und die Hamas behauptet eben erst Bedingung, dann Feuerpause.
Und zum Zweiten geht es um Knackpunkte: Einer wäre zum Beispiel, dass die Hamas fordert, dass die Blockade des Gaza-Streifens aufgehoben wird, dass die Grenzübergänge geöffnet werden. Dabei werden sie in dieser Forderung offenbar von Vermittler Ägypten unterstützt. Ich kann momentan nicht einschätzen, wer in der israelischen Regierung dafür bereit ist und wer nicht.
Zweiter Punkt: Israel sagt zwar: „Keine gezielten Tötungen mehr!“, aber offenbar ist Israel nicht bereit zuzustimmen, dass es gar nicht mehr auf palästinensischem Gebiet operiert. Das ist natürlich eine Grundvoraussetzung für eine Feuerpause bei der Hamas.

Insofern ist das, worauf alle gehofft haben, dann gestern Abend doch noch gescheitert, nämlich eine Feuerpause. Weiterlesen

 

Israel zögert, die Hamas fühlt sich aufgewertet

21.11.2012/ ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv,  02:00/ Clemens Verenkotte

 

 

Über die Chancen einer Waffenruhe im Nahen Osten

Peter Kapern, ARD-Studio Tel Aviv

“Das Ergebnis der Verhandlungen in Kairo ist noch nicht öffentlich verkündet worden. Allerdings gibt es indirekt Stellungnahmen zu dem, was da gerade abläuft. Der Regierungssprecher der israelischen Regierung hat zum Beispiel als Reaktion auf Meldungen, dass ein Waffenstillstand so gut wie unter Dach und Fach sei, in Kairo schon die Vorbereitungen für die Unterzeichnungen laufen, gesagt, dass dies noch nicht der Fall sei und noch viele Detailfragen geklärt werden müssten.

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“Die nächsten Stunden sind entscheidend”

Peter Kapern, ARD-Studio Tel Aviv, über die nächsten Stunden

“Was den Gazastreifen betrifft, muss man sagen, dass sich die israelischen Luftangriffe in der vergangenen Nacht in unverminderter Zahl fortgesetzt wurden. In Gaza-Stadt wurde die islamische Nationalbank getroffen. Das ist die Bank, die die Hamas gegründet hat, um die Gehälter an ihre Staatsangehörigen auszuzahlen. Auch in dieser vergangenen Nacht gab es wieder Tote und Verletzte im Gaza-Streifen.”

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Lage in Israel – Feuerpause oder weitere Raketen?

17.11.12 / ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv  22 Uhr/ Torsten Teichmann