Tel Aviver Künstler: Boheme und WG-Leben

Tel Aviv zieht junge Künstler aus dem ganzen Land, aber auch aus Europa und Amerika an. Die Stadt gilt als säkular, modern, weltoffen und irgendwie anders als der Rest des Landes. Vor allem im Süden haben die jungen Künstler ihr Zuhause. Weiterlesen

 

Zeichen aus dem Iran – in Jerusalem!

Eine Ausstellung mit Plakaten grafischer Künstler aus dem Iran, in Israel: undenkbar und doch gerade eröffnet, im Museum für Islamische Kunst in Jerusalem.

Möglich wurde dies, weil es nicht die (Exil-)Iraner sind, die in Israel ausstellen, sondern die ‘Mährische Galerie’ in Brünn/Brno in Tschechien. Aus deren Fundus stammen die Werke. Manche der iranischen Künstler wissen wohl nicht, dass ihre Kunst erstmals in Israel gezeigt wird. Kunst mit Umwegen. Kuratorin Marta Sylvestrová hofft, dass keiner der Künstler im Iran dadurch in Schwierigkeiten gerät.

In Israel ist durchaus Interesse an den Werken aus dem Iran vorhanden: Museumsdirektor Nadim Sheiban sagt, die israelischen Medien hätten schon vor Ausstellungseröffnung häufig nachgefragt. Und dann wurde Sheiban von Spontan-Besuchern gleich mit Fragen gelöchert …

Hier sind einige der ausgestellten Arbeiten zu sehen:    Weiterlesen

 

Ein Museum für Palästina

Nach jahrelanger Planung eröffnet heute das Palästinensische Museum in Birzeit bei Ramallah. Auf Ausstellungen, Kunst oder Artefakte müssen die Besucher aber zunächst verzichten. Der Museumsdirektor hält das aber für gar nicht so verkehrt. Weiterlesen

 

Frische Farben in Tel Aviv

Wenn Szilard Gaspar Kunst macht, tut das weh. Denn der Rumäne hat eine sehr eigene Art, Skulpturen zu erschaffen – und landet deswegen auch schon mal beim Arzt. Er ist einer der vielen Künstler bei Israels größtem Kunstfestival “Fresh Paint”, die unser Mitarbeiter Niklas Nau getroffen hat.

Weitere Künstler folgen mit großer Fotogalerie hier: Weiterlesen

 

Banksy! in Gaza!!

http://youtu.be/3e2dShY8jIo

Ein halbes Jahr ist vergangen, seit dem Ende des jüngsten Gaza-Kriegs. Hoffnungslos ist es dort, von Wiederaufbau keine Rede. Das zeigt auch der britische Straßenkünstler Banksy. In diesem kurzen Video zeigt er auch, wie der nach Gaza gekommen ist.     Weiterlesen

 

Big Bambú

bambu_0Man kann es schon von weitem sehen, das Gewirr der Bambus-Stangen. Eine Installation auf dem Geländes des Israel Museum in Jerusalem. Aber was für eine Form hat dieses Riesending, Big Bambú genannt? Richtig erfassen kann man das erst, wenn man hineingeht in die Skulptur.     Weiterlesen

 

Erinnern an die “Kindertransporte” von 1938/39

Der Berliner Kaufhaus-Besitzer Wilfrid Israel war der Drahtzieher hinter den “Kindertransporten” von 1938/39. Er rettete 10 000 jüdische Kinder kurz vor Kriegsbeginn aus Nazi-Deutschland. Im Juni 1943 kam er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Zu den Kindern, die Wilfrid Israel gerettet hat, gehörte Frank Meisler. Der heute 83jährige Künstler reiste Ende August 1939 von Danzig nach London und überlebte. Mit seinen Skulpturen in Berlin, Danzig, Rotterdam und London erinnert er an die Rettung der jüdischen Kinder – auch seiner selbst. Meisler erhielt am 29. März in Tel Aviv vom deutschen Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, das Bundesverdienstkreuz.

Im Audio geht es um die Lebensgeschichten von Frank Meisler und Wilfrid Israel. Das Video bietet einen Einblick in Frank Meislers Galerie in der Altstadt von Jaffa bei Tel Aviv.

 

Schock in der Fußgängerzone

Fußball und Auschwitz. Bild: BR

Durch die Mamilla-Fußgängerzone in West-Jerusalem kann man normalerweise ganz ruhig schlendern. Es herrscht eine entspannte Stimmung, fernab vom Autoverkehr. Vor ein paar Tagen aber wurde ich von diesem Anblick aufgeschreckt: König Fußball thronte mitten in der Einkaufsstraße, sorgsam mit einer Absperrung umgeben. Daran wäre eigentlich nichts auszusetzen, denn in ein paar Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft, und offenbar wollen die Ladenbesitzer ihre Kunden darauf einstimmen.

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Kunst in der Stadt

Tel Aviv ist nicht nur die Stadt des Geldes und der Parties, sondern auch der Kunst. Bei einem Stadtspaziergang fällt zunächst die Werbung ins Auge: aggressive Plakate, die ganze Fassaden verdecken und ihrer Größe wegen unübersehbar sind. Auf den zweiten Blick schafft es auch die Kunst, Aufmerksamkeit zu finden. An der Kaplan-Straße, gegenüber vom Verteidigungsministerium, hat die Stadt Tel Aviv diese Reproduktion eines Bildes von Adar Aviam auf einen Bauzaun geklebt. Der 29jährige ist in Israel geboren und lebt in Berlin. Für einen Angriff auf die Atomanlagen des Iran, von dem hier ständig die Rede ist, müßten nach Auffassung US-amerikanischer Experten mindestens 100 Bomber losgeschickt werden. Aviam hat das in seinem Bild schon mal festgehalten.

Adar Aviam – ohne Titel. Foto: BR