Bloß nicht entschuldigen

bennettNatürlich, es geht immer ums Ganze im Wahlkampf. “In was für einem Land wollen wir leben?”, fragt auch Naftali Bennett, Chef der nationalistischen Siedlerpartei “Jüdisches Heim”. Er will die Israelis vor die Wahl stellen: In einem Land, das stolz ist. Oder in einem Land, das sich ständig entschuldigt.     Weiterlesen

 

Neuwahlen

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“Er hat seiner Paranoia wieder mal freien Lauf gelassen”, kommentiert die Zeitung Yedioth Ahronot. Netanjahu, so der Kommentar, habe sich nun doch für Neuwahlen entschieden, dann solle es das auch so sagen. Stattdessen sucht er die Schuld für den Bruch der Koalition bei den Ministern seiner liberaleren Koalitionspartner, Yair Lapid und Tsipi Livni.

Wie auch immer: Wenn die Knesset – wie von Netanjahu gewünscht – in den kommenden Wochen aufgelöst wird, dann gibt es im März Neuwahlen. Im Wahlkampf wird es ein wenig um die hohen Lebenshaltungskosten gehen, ein wenig um Sicherheit, vielleicht auch um das umstrittene Gesetz zum “Jüdischen Nationalstaat”. Aber vor allem wird es um Netanjahu gehen. So wie vor zwei Jahren. Israel kommt momentan nicht vom Fleck.

 

“Netanjahu versteht die USA nicht mehr” – Ein Interview mit Alon Pinkas

 

Das “Wall Street Journal” meldete jüngst, die USA hätten die Lieferung von “Hellfire”-Raketen an Israel gestoppt – mitten im Gaza-Krieg. Israels Ex-Generalkonsul in New York, Pinkas, vermutet dahinter einen Denkzettel für Premier Netanjahu. Dieser nehme die Unterstützung der USA für allzu selbstverständlich – und sei nicht mehr in der Lage, Israels stärksten Verbündeten zu verstehen.

Hier finden Sie die deutsche Version.

 

Franziskus hat keine Zeit

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Es geht offenbar drunter und drüber im Büro des israelischen Ministerpräsidenten. Dort hieß es nämlich noch vergangene Woche, Benjamin Netanjahu werde bei einem Rom-Besuch auch Papst Franziskus treffen … und über die Papst Reise nach Israel im kommenden Jahr reden.

Jetzt ist es nur offenbar so, dass ein solcher Besuch nicht einmal vereinbart war. Weiterlesen

 

Bibi’s PR Blitz

Eigentlich war ich gestern dran mit dem Posten – doch da war ich so busy, daß ich meinen Eintrag heute nachschieben muss. Sorry!

Haben Sie Bibi in der UN gesehen? Er hat ja heftig gelernt von seiner Rede im letzten Jahr: Da hat er nur Gift und Galle gespuckt und eine Cartoon-Bombe hochgehalten, um zu zeigen, bis wohin er bereit ist Iran zuzusehen, wie er sich nuklear bewaffnet, ehe Israel zuschlägt. Damals wurde er zur Witzfigur in den Medien ob dieses nun wirklich lächerlichen Cartoons, selbst wenn das Thema bitterernst ist. Nun gab er den ruhigen, nachdenklichen Politiker, der die Welt einfach mal nur warnen wollte. Er zitierte alle möglichen Aussagen des iranischen Präsidenten Rouhani aus der Vergangenheit, um zu zeigen, daß dieser einfach nur ein “Wolf im Schafspelz” (O-Ton Netanyahu) ist, und eben nicht der Darling der westlichen Welt sein kann und darf und schon gar nicht die neue Promi-Figur der Medien, die man faszinierend begleitet und irgendwie schon auch ein wenig bewundert.

Doch dann, gegen Ende seiner Rede brach’s aus ihm heraus: Weiterlesen

 

Wahlkampf-Endspurt

Netanjahu

Noch zwölf Tage bis zu den Parlamentswahlen in Israel. 34 Parteien treten an, etwa ein Drittel davon wird der jüngsten Umfrage zufolge Sitze in der Knessett ergattern. Weiterlesen

 

Netanjahu befürchtet Rechtsruck

25.11.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 12:30/ Clemens Verenkotte

 

 

Israel gefährlicher als der Iran?

Ich bin wieder mal auf Dienstreise in Deutschland. Und was erlebe ich? Jeder, aber auch wirklich jeder spricht mich auf die vergangenen Wochen an, als Netanjahu gedroht hatte, den Iran anzugreifen. Und jeder, aber auch wirklich jeder erklärt mir, wie gefährlich dieser Netanjahu für den Weltfrieden sei.

Das ist wohl alles, was “Bibi” in den Köpfen der Menschen erreicht hat: Nicht der Iran mit seinen nuklearen Ambitionen wird als drohende Gefahr wahrgenommen, sondern Israel und sein Ministerpräsident.

Auch in Israel gibt  es mittlerweile Kommentatoren, die meinen, er habe die “Drohschraube” eine Umwindung zuviel “gedreht”. Und nun?

Denn das Problem mit  einer möglichen nuklearen iranischen Bombe bleibt. Nur wer wird jetzt noch auf Bibi hören in Zukunft?

 

 

Jetzt geht’s los!

Jetzt geht’s los – so kommentierte ein israelischer Thinktank den gestrigen Terrorangriff, der von Ägypten ausging und bei dem ein Israeli getötet wurde. Jetzt geht’s los, das soll heißen: Jetzt schlagen die Muslimbrüder in Kairo zusammen mit den Islamisten aus Gaza zu und werden die Südgrenze Israels immer weiter “aufheizen”.

Nun, inwieweit die Muslimbrüder bei diesem Anschlag beteiligt waren oder nicht, sei dahingestellt. Tatsache ist – das wissen wir ja spätestens seit dem Terrorangriff im vergangenen Jahr -, daß die israelisch-ägyptische Grenze längst keine “friedliche” mehr ist. Weiterlesen

 

Interview mit Israels Starjournalistin Dana Weiss

Dana Weiss ist eine der schärfsten und kritischsten Journalistinnen des israelischen Fernsehens. Mit ihr konnte ich über die politische Lage in Israel sprechen….