Unsere (schwierige) Operation Entebbe

Dass es anstrengend würde, war uns bereits bei der Planung der Reise klar. Aber wir hatten ja keine Ahnung, was in Uganda wirklich auf uns zukommen sollte. Und vor allem: Was nicht!

Der Plan war: Wir fliegen Montagnacht im Journalisten-Tross mit der Regierungsmaschine von Ministerpräsident Netanjahu nach Uganda. Producerin Liora, Kameramann Alex und ich. Zur Zeremonie für die Opfer anlässlich 40 Jahre Operation Entebbe. Worüber Clemens Verenkotte hier auf dem Blog ja bereits ausführlich berichtet hat. Nach dem Festakt verlassen wir die Regierungs- und Journalistendelegation, da diese mit Netanjahu noch nach Kenia, Ruanda und Äthiopien weiterreist. Wir wollten Dienstagnacht zurück Richtung Tel Aviv, um dann am Abend  den Bericht  über Netanjahus Besuch in Entebbe für die ARD-Tagesthemen fertig zu produzieren. Weiterlesen

 

Rechtsruck in Israel?

Ministerpräsident Netanjahu hat dem ultrarechten Politiker Lieberman den Posten des Verteidigungsministers angeboten. Die beiden verhandeln bereits seit Ende der vergangenen Woche.

 

Held oder Mörder? Israels Politik streitet über tödlichen Schuss auf Attentäter

Es ist eine politisch schwierige Situation für den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Er sucht nach einer vertretbaren Haltung und findet sie nicht.

Am vergangenen Donnerstag hat in Hebron ein Sanitäts-Soldat, 19 Jahre alt, einen am Boden liegenden, verletzten Attentäter aus nächster Nähe in den Kopf geschossen. Die Szene wurde von einem palästinensischen Anwohner gefilmt, die israelische Menschenrechts-Organisation B’Tselem hat das Video veröffentlicht.     Weiterlesen

 

Showdown in Washington: Netanjahu in „historischer Mission“

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„Das zerstört das Geflecht unserer Beziehungen“ – wenn die Sicherheitsberaterin des US-Präsidenten mit diesem Satz nach vorne geschickt wird, ist das eine Ohrfeige. Die Verärgerung im Weißen Haus könnte nicht größer sein und trotzdem hat Benjamin Netanjahu keinen Rückzieher gemacht: Auf Vermittlung durch den eigenen Botschafter in Washington hat er sich in den US-Kongress einladen lassen, um dort die Iran-Politik des Präsidenten auseinander zu nehmen.     (oben der Radiobeitrag für die Frühprogramme)      Weiterlesen

 

Vereint gegen Netanjahu.

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Die Abgeordnete Hanin Zoabi darf bei der Wahl in Israel im März antreten. Vier Wochen vor der Abstimmung war israelische Araberin vom Zentralen Wahlkomitee gesperrt worden. Ihre politischen Gegner warfen ihr Hetze vor. Der Oberste Gerichtshof hat die Sperre jetzt aufgehoben; wie bei vorangegangenen Wahlen auch.
Und doch ist dieses Mal etwas anders. Die arabischen Abgeordneten treten mit einer gemeinsamen Liste an und könnten drittstärkste Kraft werden.

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Bloß nicht entschuldigen

bennettNatürlich, es geht immer ums Ganze im Wahlkampf. „In was für einem Land wollen wir leben?“, fragt auch Naftali Bennett, Chef der nationalistischen Siedlerpartei „Jüdisches Heim“. Er will die Israelis vor die Wahl stellen: In einem Land, das stolz ist. Oder in einem Land, das sich ständig entschuldigt.     Weiterlesen

 

Neuwahlen

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„Er hat seiner Paranoia wieder mal freien Lauf gelassen“, kommentiert die Zeitung Yedioth Ahronot. Netanjahu, so der Kommentar, habe sich nun doch für Neuwahlen entschieden, dann solle es das auch so sagen. Stattdessen sucht er die Schuld für den Bruch der Koalition bei den Ministern seiner liberaleren Koalitionspartner, Yair Lapid und Tsipi Livni.

Wie auch immer: Wenn die Knesset – wie von Netanjahu gewünscht – in den kommenden Wochen aufgelöst wird, dann gibt es im März Neuwahlen. Im Wahlkampf wird es ein wenig um die hohen Lebenshaltungskosten gehen, ein wenig um Sicherheit, vielleicht auch um das umstrittene Gesetz zum „Jüdischen Nationalstaat“. Aber vor allem wird es um Netanjahu gehen. So wie vor zwei Jahren. Israel kommt momentan nicht vom Fleck.

 

„Netanjahu versteht die USA nicht mehr“ – Ein Interview mit Alon Pinkas

 

Das „Wall Street Journal“ meldete jüngst, die USA hätten die Lieferung von „Hellfire“-Raketen an Israel gestoppt – mitten im Gaza-Krieg. Israels Ex-Generalkonsul in New York, Pinkas, vermutet dahinter einen Denkzettel für Premier Netanjahu. Dieser nehme die Unterstützung der USA für allzu selbstverständlich – und sei nicht mehr in der Lage, Israels stärksten Verbündeten zu verstehen.

Hier finden Sie die deutsche Version.

 

Franziskus hat keine Zeit

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Es geht offenbar drunter und drüber im Büro des israelischen Ministerpräsidenten. Dort hieß es nämlich noch vergangene Woche, Benjamin Netanjahu werde bei einem Rom-Besuch auch Papst Franziskus treffen … und über die Papst Reise nach Israel im kommenden Jahr reden.

Jetzt ist es nur offenbar so, dass ein solcher Besuch nicht einmal vereinbart war. Weiterlesen

 

Bibi’s PR Blitz

Eigentlich war ich gestern dran mit dem Posten – doch da war ich so busy, daß ich meinen Eintrag heute nachschieben muss. Sorry!

Haben Sie Bibi in der UN gesehen? Er hat ja heftig gelernt von seiner Rede im letzten Jahr: Da hat er nur Gift und Galle gespuckt und eine Cartoon-Bombe hochgehalten, um zu zeigen, bis wohin er bereit ist Iran zuzusehen, wie er sich nuklear bewaffnet, ehe Israel zuschlägt. Damals wurde er zur Witzfigur in den Medien ob dieses nun wirklich lächerlichen Cartoons, selbst wenn das Thema bitterernst ist. Nun gab er den ruhigen, nachdenklichen Politiker, der die Welt einfach mal nur warnen wollte. Er zitierte alle möglichen Aussagen des iranischen Präsidenten Rouhani aus der Vergangenheit, um zu zeigen, daß dieser einfach nur ein „Wolf im Schafspelz“ (O-Ton Netanyahu) ist, und eben nicht der Darling der westlichen Welt sein kann und darf und schon gar nicht die neue Promi-Figur der Medien, die man faszinierend begleitet und irgendwie schon auch ein wenig bewundert.

Doch dann, gegen Ende seiner Rede brach’s aus ihm heraus: Weiterlesen