Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

 

Richard C. Schneider zur Stimmung in Ramallah

Richard Schneider zur Stimmung in Ramallah

29.11.12 / Nachtmagazin 00.00 Uhr / Richard C. Schneider

 

UN-Vollversammlung stimmt Aufwertung Palästinas zu

UN-Vollversammlung stimmt Aufwertung Palästinas zum Beobachterstaat zu

29.11.12 / Nachtmagazin 00.00 Uhr / Thomas Roth ARD New York

 

Live zur UN-Abstimmung über Palästina

Richard Schneider und Thomas Roth zur UN-Abstimmung über Palästina

29.11.12 / Tagesthemen 22.15 Uhr / Richard C. Schneider; Thomas Roth

 

Aufwertung von Palästina zum Beobachterstaat erwartet

UN-Abstimmung- Aufwertung von Palästina zum Beobachterstaat erwartet

29.11.12 / Tagesthemen 22.15 Uhr / Richard C. Schneider

 

Was geschieht mit “Kollaborateuren”

Spät liefern wir hier die Geschichte nach, was mit 6 “Kollaborateuren” geschah in Gaza in diesen Tagen. Das Wort “Kollaborateur” ist deswegen in Anführungszeichen gesetzt, weil wir nicht wissen, ob sie wirklich mit Israel zusammengearbeitet haben – eine Todsünde natürlich, wenn man Palästinenser in Gaza ist. Aber ist die Exekution dieser Menschen das, was man von einer “Regierung” erwartet?

Hier der Bericht aus Haaretz. Uns wurde in Gaza bestätigt, wie diese Menschen getötet wurden.

 

Im Gaza überwiegen Zweifel und Verzweiflung

Es gab für die Journalisten im Vergleich zu dem Krieg vor vier Jahren überhaupt keine Schwierigkeiten bei der Arbeit. Die israelische Armee hat Journalisten immer durchgelassen und die Hamas auch. Das Ganze passierte in den vergangenen Tagen koordiniert: Man muss bis zu einem Punkt auf israelischer Seite fahren. Dort wurde man von der Armee zum Grenzübergang gebracht. Danach muss man drei Kontrollpunkte passieren und dann sind wir mit Mitarbeiter und Fahrer in Gaza. Dort können wir uns alles ansehen, vor allem was in den letzten Tagen passiert ist.

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Ozapft ist! – Das Oktoberfest in Palästina

Kaum zu glauben: Blaskapellen, Masskrugstemmen und Bier in Strömen. Wir sprechen nicht von der Wiesn in München, sondern vom Oktoberfest in Tajbeh im Westjordanland.

 

Die vergessene Mission – Deutsche Soldaten in Palästina

1914 wird Europa zum Schlachtfeld.  Bis 1918 sterben im Ersten Weltkrieg fast 10 Millionen Soldaten. Das Deutsche Reich und seine Verbündeten kämpfen am Ende gegen den Rest der Welt. Einer der wenigen Verbündeten Deutschlands wird das Osmanische Reich.  Die Front im Nahen Osten ist heute fast in Vergessenheit geraten. Doch auch hier toben schwere Kämpfe. Mit dabei auch deutsche Soldaten.

Dem Osmanischen Reich gelingt es mit Hilfe deutscher Ausbilder und Waffen bis Januar 1916 bei Gallipoli die Engländer zu besiegen. Doch bald gibt die Lage im Nahen Osten Anlass zur Sorge: Nach Anfangserfolgen und einer Großoffensive gegen den Suezkanal, werden die Osmanischen Truppen mit ihren deutschen Offizieren nach Palästina zurückgedrängt. Schlimmer noch: Die strategisch wichtige Kalifenstadt Bagdad wird im März 1917 eingenommen. Das Osmanische Reich steht vor dem militärischen Kollaps. Deshalb beschließt das Deutsche Reich zu helfen.  Über den Balkan und Konstantinopel wird ein deutsches Expeditionskorps in den Nahen Osten geschickt.  Beginn  der Operation „Jilderim“, zu deutsch „Blitz“. Eigentlich sollen die Truppen Bagdad einnehmen. Doch schon bald werden die Soldaten mit Schiffen und der Eisenbahn  nach Palästina verlegt, um den englischen Vormarsch auf das Zentrum des Osmanischen Reiches  zu stoppen. Mitte 1917 stehen die Truppen den Engländern in Palästina gegenüber. Zusammen mit ihren osmanischen Verbündeten kämpfen die deutschen Soldaten im heutigen Israel gegen britische Truppen. Im Gebiet des heutigen Gaza-Streifen kommt es zu mehreren Schlachten gegen die Engländer. Nicht nur die subtropischen Bedingungen und der Feind machen den deutschen Truppen zu schaffen: Es tobt auch ein brutaler Guerilla-Krieg hinter den Linien. Immer wieder attackieren arabische Milizen unter Führung von Lawrence von Arabien die Deutschen und ihre Verbündeten. Die deutschen Soldaten stabilisieren immer wieder Durchbrüche bei ihren osmanischen Verbündeten.Das Kriegsglück dreht sich Ende 1917. Die die deutschen und osmanischen Truppen geraten in die Defensive.  Am 9. Dezember 1917 marschiert der britische General Allenby in Jerusalem ein. Die deutschen Verbände befinden sich nur noch in der Defensive. Noch einmal gelingt es ihnen die Front zu stabilisieren. Doch im September 1918 kollabiert die Front, die Briten brechen Richtung Norden durch. Das Ende der Operation Jilderim. Tausende deutsche Soldaten geraten in Kriegsgefangenschaft, der Rest des Asienkorps zieht sich Richtung  Konstantinopel zurück, kapituliert im November 1918. Nur wenige Erinnerungen an diese vergessene Mission sind geblieben. In Nazareth gibt es heute noch einen deutschen Soldatenfriedhof. Und in Jenin gibt es das Denkmal für die preußischenFlieger.

 

 

 

 

 

Der Kampf um die Häuser

Gestern um acht Uhr am Morgen rücken die Lastwagen und die Arbeitstrupps an:  Nach einem Beschluss des Obersten israelischen Geichtshofes müssen etwa 300 Siedler ihrer Häuser in der Siedlung Beit El räumen. Diese fünf Häuser sind nach dem Hang auf dem sie liegen, nämlich Ulpana, benannt.  Das höchste israelische Gericht hat die Räumung angeordnet, da die Gebäude auf gestohlenem Land liegen. Der Boden gehört nämlich Palästinensern, die im benachbartem Dorf Dura al-Quara leben. Nun darf man gespannt sein, wie das Gericht in ähnlichen Fällen entscheidet. Und ob die israelische Regierung dann ähnlich handelt. Die Siedler haben angekündigt, weitere Räumungen mit allen Mitteln verhindern zu wollen. In Beit El ist es gestern ruhig geblieben.