Die Schöne am Mittelmeer

Jaffa, übersetzt: die Schöne, ist seit 1950 ein Stadtteil von Tel Aviv. Einst ein eigenständiges arabisches Städtchen, gilt Jaffa heute als Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Juden, Christen und Muslimen und als Touristenattraktion mit der Altstadt, dem Hafen und den zahlreichen Cafés, Restaurants und Bars. BR-Fotograf Philipp Kimmelzwinger hat sich dort umgesehen.

Bilder: Philipp Kimmelzwinger/ BR

 

Bier, bei dem die Kamele tanzen

David Cohen lässt die Kamele tanzen: Der Amerikaner wanderte vor 13 Jahren nach Israel ein. Seither braut er hier in der “Dancing Camel”-Brauerei Bier mit allem, was die Region hergibt – und tritt damit in die Fußstapfen der alten Ägypter.  Weiterlesen

 

Laila Lavan – Die weiße Nacht in Tel Aviv

500-tausend Menschen haben die Laila Lavan in Tel Aviv-Jaffo gefeiert und damit an die Verkündung der Unesco im Jahr 2003 erinnert, wonach Tel Avivs Altstadt mit den Bauhaus-Gebäuden als „Weiße Stadt“ zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Impressionen aus einer Nacht, in der die ganze Stadt zur Partyzone wurde.

 

 

 

Ein Jude, ein Araber: Zwei Ersthelfer erzählen vom Einsatz in Jaffa

Anfang März wurden Arie Sheffer und Anwar Sarkoi zum Ort einer Messerattacke in Jaffa gerufen. Arie ist jüdischer Israeli, Anwar arabischer Israeli. Welche Rolle spielt das für die beiden ehrenamtlichen Sanitäter, wenn sie sich am Ort einer Gewalttat zusammenkommen, deren Hintergrund der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern ist?

 

 

Bunte Überraschung: Tel Avivs Carmel-Markt

Carmel Markt Tel Aviv (21)

Der Carmel Markt – im Hebräischen Schuk Hacarmel gennant – ist der größte Markt in Tel Aviv. Hier findet sich so ziemlich alles: von getrockneten Früchten, frischem Gemüse, Olivenöl, Nüssen und Chalva bis hin zu Sonnenbrillen, Klamotten und Judaika. Fotograf Philipp Kimmelzwinger hat sich dort umgesehen.  Weiterlesen

 

“Ich gebe ihnen Stimme und Gesicht zurück” – Der Geigenbauer Amnon Weinstein bewahrt Geigen mit Holocaust-Geschichte

Vor rund einem Jahr war Amnon Weinstein nach Deutschland aufgebrochen. Es war seine erste Reise zu Konzerten mit seinen “Geigen der Hoffnung”, wie er sie nennt. Geigen von Holocaust-Überlebenden oder von ermordeten Juden. Es sind Instrumente, deren Geschichten der Geigenbauer bei Konzerten erzählt.

Er ist Handwerker, der die Geigen wieder in einen spielbaren Zustand versetzt. Und Amnon Weinstein ist ein alter Mann mit einer Mission: Die Erinnerung wachhalten. Für ein längeres Portrait haben wir uns nochmal in der Geigenwerkstatt getroffen.

 

Das “französische” Tel Aviv schaut auf den Terror von Paris

Abgeklärt reagieren manche; mit neuerlichem Terror habe man ja rechnen müssen, nach den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo und den jüdisch-koscheren Supermarkt im Januar. Besorgt sind die anderen, nicht nur weil ihre erwachsenen Kinder direkt neben dem Musik-Club Bataclan wohnen, sondern auch weil sie ihr liberales Frankreich bedroht sehen, von Terror-Angst und dem Bemühen um Sicherheit. Dabei empfehlen auch viele ausgewanderte Franzosen die “israelische Sicherheit” als Antwort auf den Terror vom 13. November.

 

Zurück in Israel: Der Puddingmann aus Berlin

naor-web1

Gewalt bestimmt derzeit die Schlagzeilen in Israel. Dadurch ist eine Sache ganz vergessen worden: Schokopudding. Der Israeli Naor Narkis hatte Anfang Oktober anonym auf Facebook den Kassenbon von einem Aldi in Berlin-Wedding gepostet und dazu geschrieben:

„Leute, zieht nach Berlin! Ein Schokopudding kostet hier gerade mal ein Drittel so viel wie bei uns.“

milkyDie Folge: Eine landesweite Diskussion über das zu teure Leben in Israel. Von Lobeshymnen bis zu Drohanrufen hat der 25-Jährige in den vergangenen Wochen alles erlebt.

Und was macht er inzwischen? Weiterlesen

 

Tel Aviv im Dauerstau

Mano ist Taxifahrer und einer meiner Experten für den Verkehr in Tel Aviv. Im Gegensatz zu mir regt er sich nicht mehr auf über den Dauer-Stau.

Ich wollte herausfinden, warum in der Stadt so oft fast nichts mehr vorwärts geht, warum Tel Aviv noch immer keine Straßen- oder Metro-Bahn hat. Das Ergebnis ist ein Streifzug durch Tel Aviv, das zwar immer mehr Radfahrer hat, aber dennoch dringend einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr braucht.

 

 

Sommer, Strand, Tel Aviv 1980 – Ein Besuch bei Rami Meiri

ramimeiri_11

Rami Meiri ist der gute Geist Tel Avivs. An jeder Straßenecke kannst du ein Bild von ihm entdecken. Sein erstes Wandbild durfte er am “Gordon”-Strand malen: Szenen, die aus dem Tel Aviv Anfang der 80er Jahre erzählen. Ganz in der Nähe hat Rami sein Atelier, dort habe ich ihn besucht.

Rami erzählt, dass er eigentlich nur mit Kreide malen durfte. Er hat dann doch weiße und schwarze Farbe genommen und ein Jahr lang die Betonmauer bemalt. Seitdem haben die Winterstürme die Bilder immer wieder abgeschliffen, Rami hat sie immer wieder erneuert. Dieses Wandbild und viele andere gehören einfach zur Stadt dazu.

Nicht nur in Tel Aviv, in ganz Israel, in Europa und Südamerika hat Rami Meiri gemalt. In Kassel hat er mal eine Schule verschönert, in Köln ein Wohnhaus. Mit solchen Aufträgen hält er sich über Wasser, wie auch mit seinem Buch, das er gerade fertiggestellt hat. Darin sind seine bekannten und viele versteckte Wandgemälde zu sehen. Erst gestern habe ich einen neuen “Meiri” entdeckt, zwischen Einkaufszentrum und Parkhaus: Dort hat er Leute mit Einkaufstüten auf die graue Wand gemalt.

Weiterlesen