Israel: Wie der Terror das Land verändert

Nach den Terroranschlägen in Paris, Brüssel und Istanbul bekam unser Studio viele Anfragen zum Thema: Worauf müssen sich die Europäer einstellen, wenn der Terror Alltag werden sollte? Welche Erfahrungen hat Israel damit gemacht?

Selbstverständlich kann man den IS-Terror nicht mit den Anschlägen der Palästinenser vergleichen. Geschichte, Ursachen und Auswirkungen des komplexen israelisch-palästinensischen Konflikts sind einzigartig.

Dies vorausgeschickt bleibt trotzdem die spannende Frage, wie sich die israelische Gesellschaft durch die Jahrzehnte andauernde und permanente Terrorbedrohung – durch Bombenanschläge und jetzt auch die Messerattacken – verändert hat. Der sind wir im folgenden Beitrag nachgegangen. Und dabei auf viele, teilweise sehr unterschiedliche Aspekte gestoßen.

 

Terror in Europa, Terror in Nahost – die israelische Sicht auf Brüssel


Nach den Terroranschlägen von Brüssel fragen die Kollegen in München, Köln oder Hamburg, wie denn Israel und seine Bürger mit Terror umgehen. Eine nachvollziehbare wie frustrierende Frage. Zeigt sie doch, dass unser Berichtsgebiet vor allem über die Gewalt wahrgenommen wird.     Weiterlesen

 

Purim, der jüdische Karneval

Purim, der jüdische Karneval – es ist der fröhlichste jüdische Feiertag. In Israel feiert man ausgelassen, es gibt Straßenfeste und Paraden. Aber manche verbinden Purim auch mit sehr traurigen Erinnerungen.

Mitarbeit: Maria Wölfle

 

Flughafen-Sicherheit: Europäer 40 Jahre hinten?

Nach den Anschlägen in Belgien rückt wieder die Diskussion um die Flughafen-Sicherheit in den Mittelpunkt.

 

Den Finger zu locker am Abzug?

Wie sollen Israels Soldaten sich in der gegenwärtigen Krise verhalten? Wie auf 13-jährige Messerstecher reagieren? Der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Gadi Eisenkot, mahnt zur Zurückhaltung – und erntet dafür Kritik von rechts.  Weiterlesen

 

Gegangen ohne anzukommen – französisch-jüdische Auswanderer

Der Jahrestag der Terror-Attacken von Paris hat in Tel Aviv eine besondere Bedeutung: Die Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt im Januar 2015, zwei Tage nach dem Überfall auf die Redaktion von Charlie Hebdo, markiert für die eingewanderten französischen Juden einen Wendepunkt – für manche war es der Auslöser, wegzugehen aus Frankreich. Andere Familien hatten ihre Entscheidung schon getroffen und sahen sich bestätigt, eine Zukunft für sich und ihre Kinder eher in Israel zu suchen, so wie Corinne.

 

Das “französische” Tel Aviv schaut auf den Terror von Paris

Abgeklärt reagieren manche; mit neuerlichem Terror habe man ja rechnen müssen, nach den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo und den jüdisch-koscheren Supermarkt im Januar. Besorgt sind die anderen, nicht nur weil ihre erwachsenen Kinder direkt neben dem Musik-Club Bataclan wohnen, sondern auch weil sie ihr liberales Frankreich bedroht sehen, von Terror-Angst und dem Bemühen um Sicherheit. Dabei empfehlen auch viele ausgewanderte Franzosen die “israelische Sicherheit” als Antwort auf den Terror vom 13. November.

 

In der gegenwärtigen Situation …

benayoun

Es ist wirklich keine musikalische Offenbarung, was Amir Benayoun da am Sonntag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat. Aber mehr als 100.000 Internetnutzer haben seinen Song bisher gehört. Denn über den Text gibt es einige Auseinandersetzungen: Der bekannte Musiker diffamiert “die Araber”, also die Palästinenser, in Israel darin als “undankbaren Abschaum”. Hier mein Hörfunk-Beitrag dazu:

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Weibliche “Terroristen”

Nur mal schnell ein Phänomen hier angetippt: In letzter Zeit häufen sich mal  wieder die Meldungen von  palästinensischen Frauen, die mit Messern an Checkpoints von den israelischen Soldaten gefasst und festgenommen werden. Weibliche Terroristen? Weiterlesen

 

Terroranschlag – Leben und Arbeiten in einer Krisenregion

Heute Morgen hat sich die Lage hier deutlich verändert. Seit sechs Jahren gibt es wieder einen Terroranschlag mitten in Tel Aviv. Hubschrauber kreisen, Sirenen heulen, unsere israelischen Mitarbeiter und Feunde rufen sofort ihre Familien an. Verletzte werden ins Krankenhaus gebracht.  Eigentlich will man so was nicht erleben. Vor allem wenn man, wie ich, nur wenige Meter von dem Anschlagssort entfernt lebt. Aber die viele Arbeit verdrängt das.  Noch. Schlimmer noch sind die Bilder. Bilder, die wir nicht zeigen können.  Nicht zeigen dürfen. Bilder aus dem Gaza-Streifen. Ein Mann verbrennt in einem Auto.  Tote Kinder werden aus den Trümmer gezogen. Es ist Krieg. Ich nenne es jetzt einfach so.