LIVEBLOG zur aktuellen Lage in Nahost

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Nach der Ermordung von drei israelischen und einem palästinensischen Jugendlichen eskalierte die Lage in Nahost. Am 8. Juli begannen die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen, nachdem die Hamas Raketen auf Israel abgeschossen hatte. Seit Wochen läuft auch eine Bodenoffensive. Hinter den Kulissen laufen internationale Bemühungen um ein Ende der Gewalt.

Die ARD-Korrespondenten sind im Dauereinsatz und berichten in Echtzeit via Twitter in unserem Liveblog.

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VIDEOS & AUDIOS zur aktuellen Lage in Nahost

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gaza-264~_v-modPremiumHalb Tage voller Gewalt, Trauer, Wut und Hass. Unser Liveblog hält Sie in Echtzeit auf dem Laufenden – via Twitter. Hier finden Sie alle Video-& Audio-Beiträge unserer Korrespondenten: Weiterlesen

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Bitterkeit

Vier Tage sind jetzt schon vergangenen, seitdem die drei jungen Israelis bei Gush Etzion im Westjordanland verschwunden sind. Einer von ihnen konnte noch die Polizei kontaktieren und soll gesagt haben “Wir werden entführt”. Es gab zwar Bekenner-Botschaften, israelisches Militär und Geheimdienst halten diese aber offenbar für nicht glaubwürdig.     Weiterlesen

 

Olivenernte bei Hebron – Bauern, Siedler und Soldaten

Bei der Recherche außerhalb von Hebron sind mir gleich vier Geschichten begegnet. Die erste ist die der Familie Tamimi. Etwa einhundert Mitglieder hat sie, erzählt mir Shaker Tamimi, 64. Er hat rund 200 Olivenbäume. Und das Öl, das er jetzt im Herbst aus seinen Oliven pressen lässt, reicht nicht ganz ein Jahr.     Weiterlesen

 

Ein Hamas-Gefängnis im Westjordanland

Mein palästinensischer Kameramann war nach dem Dreh völlig außer sich. So etwas Schreckliches habe er schon lange nicht mehr gesehen. In einem palästinensischen Dorf in der Nähe von Nablus wurde in einem ganz normalen Haus ein unterirdisches Gefängnis der islamistischen Hamas gefunden. Der Zugang zu dem unterirdischen Knast ist unterhalb einer Toilette versteckt – in unserem Videoclip zeigen wir das.

Für wen dieses Gefängnis bestimmt war, ist nur zu vermuten: Für einen israelischen Soldaten, der entführt werden sollte? Für Fatah-Leute, die entführt werden sollten?

Das Gefängnis ist der pure Alptraum. Eine nur unzureichende Luftzufuhr, entsetzliche hygienische Verhältnisse, Vorrichtungen an der Decke, um Gefangene aufzuhängen und sie zu foltern. Es soll mehrere solcher Gefängnisse geben im Westjordanland geben, heißt es. Ob das stimmt, ist nicht zu überprüfen. Dieser Fund aber bestätigt, daß die Islamisten im Westjordanland operieren, daß sie ihre eigenen Ziele verfolgen, jenseits der Palästinensischen Autonomiebehörde, jenseits der israelischen Besatzungstruppen, die Teile des Westjordanlands noch kontrollieren. Das Dorf befindet sich in der sogenannten Area B, die sicherheitstechnisch von den Israelis und – in Koordination mit ihnen – den palästinensischen Sicherheitskräften verwaltet wird. Und hier nun unsere Aufnahmen aus dem Gefängnis. Die Bilder sprechen für sich:

 

 

Lt.-Colonel Eisner, die Zweite – nur der Vollständigkeit halber

Die israelische Zeitung Haaretz hat gerade einen Artikel zu dem Vorfall zwischen Lt-Colonel Eisner und dem jungen Dänen, den ich vor ein paar Tagen getroffen habe, veröffentlicht. Vor allem: mit neuem Filmmaterial des Vorfalls. Stelle ich hier mal ins Netz, der Vollständigkeit halber.

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/watch-new-video-shows-shamed-idf-officer-struck-several-left-wing-activists-1.425579

 

 

 

 

Ein Einzelfall? Kein Einzelfall? – Wenn ein Offizier einen Friedensaktivisten angreift

 

Ramallahs Bauboom macht auch vor Nationaldichtern nicht Halt

Bauarbeiter auf dem Dach des Darwisch MuseumsMahmoud Darwisch ist eine palästinensische Symbolfigur. Er hat Fußballstadien gefüllt, hat an der Unabhängigkeitserklärung von 1988 geschrieben und hat geahnt, dass Oslo den Palästinensern keinen Staat bringt. Doch selbst als die Phase mit den Stadien vorbei war, blieb etwas: Worte mit denen Darwisch den Gefühlen der Palästinenser Ausdruck verlieh. Knapp vier Jahre nach seinem Tod bekommt Darwisch in Ramallah ein Museum. Weiterlesen

 

Stolpersteine für den Frieden?

Migron liegt wenige Kilometer entfernt von Jerusalem.

Die illegale Siedlung gibt es seit 1999.

Laut Beschluss des israelischen Obersten Gerichtshofes müsste Migron bis April 2012 eigentlich geräumt werden.

Doch die Siedler sind optimistisch: Sie haben eine starke Lobby (viele Parlamentsabgeordnete leben in Siedlungen, wie kürzlich eine israelische Zeitung herausfand).

Und falls ein Abriss geschehen sollte: Es existieren schon Pläne, die Siedlung einfach wenige Kilometer weiter, auf den nächsten Hügel zu verlegen. Und das ist Alltag im Westjordanland.

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