Heimreise

heavyHeimreise! In einer Stunde wird auch die zweite Orchestergruppe mit schwerem Gepäck von Luzern in Richtung München aufbrechen, die erste ist bereits seit heute morgen unterwegs. Das Abschlusskonzert mit Gustavo Dudamel am Freitag war eine echte Sternstunde, die Sie noch auf den Seiten von BR Klassik nachhören können (gestern gab es ein weiteres Konzert, auf das hier noch nicht hingewiesen wurde, mit Andris Nelsons am Pult.) Eine kompakte und intensive Europatournee findet ihren Abschluss. Fünf Städte in 10 Tagen, ca. 6.000 zurückgelegte Reisekilometer, ein eindrückliches Repertoire und viele, viele Menschen – knapp 10.000 Zuhörer dürften es gewesen sein in den Sälen, und so wie sie geklatscht haben, werden sie wohl recht angetan gewesen sein. Ein glückliches Orchester mit einem glücklichen Gastdirigenten Gustavo Dudamel, auf den sich auch das heimische Publikum bald freuen darf!

Vorfreude und Rückblick

Nicht mehr lang zum Konzert… Zeit, sich dem Programm auf der Reise zu widmen! Gustavo Dudamel über die Zusammenarbeit mit dem Orchester, Beethovens 6. und den ‘Sacre’ von Strawinsky – und die eigene Lebenseinstellung:

Anmerkung: aus Zeitgründen müssen Sie mit der englischen Fassung vorlieb nehmen, die deutsche Version des Interviews in voller Länge dann heute Abend im Pausenzeichen, im Radio auf BR Klassik.

Nach Barcelona ist vor Luzern

Gestern nachmittag sind wir in Luzern eingetroffen, und nach Portugal und Spanien sind die schneebedeckten Berggipfel der Schweiz ein lustiger Gegensatz, auch wenn strahlender Sonnenschein bei blauem Himmel heute 20 Grad verspricht…

Das sollten doch die besten Bedingungen sein für ein nicht weniger strahlendes Abschlusskonzert mit Gustavo Dudamel, in einem der besten Konzertsäle weltweit, dem KKL Luzern – beim Lucerne Festival zu Ostern… Ab 19.30 können Sie es live bei BR Klassik verfolgen.

Aber zunächst noch ein kleiner Zwischenstand der Tournee von gestern nachmittag:

 

Barcelona, Stadt der Kultur

Gleich geht es weiter nach Luzern, aber davor noch ein paar Fotos aus der Hauptstadt Kataloniens. (Und solange es schnelles Internet gibt, die Lebensader des modernen Menschen…)

alle Bilder: © Peter Meisel

Alles eine Frage des Standpunkts

Erfreulicherweise konnten wir zwei neue Kameramänner für diesen Blog gewinnen. Voraussetzung für den Job: mitten im musikalischen Geschehen des Orchesters sein. Sehen Sie Raymond Curfs, Pauke & Gustavo Dudamel, Dirigent mit ihrem ganz subjektiven Beitrag zu einem Probenausschnitt von Strawinskys ‘Sacre’.

 

Konzerterlebnisse in Lissabon, Oviedo und Zaragoza

Tag nach dem Konzert in Oviedo: zahlreiche spanische Zeitungen titeln mit dem BR Symphonieorchester

Konzertmeister Anton Barachovsky hält stolz den ‘El Comercio’ in der Hand, hier ist das BR Symphonieorchester auf der Titelseite gelandet. Beim Oviedo-Konzert saß der Kritiker mit der Stoppuhr im Saal und rechnet vor, dass es fünf Minuten dreißig Applaus nach der Sacre-Aufführung gegeben habe, weitere drei Minuten noch nach der Zugabe. Er ist begeistert!

Das Orchester ist gut herumgekommen die vergangenen Tage und weilt mittlerweile in Barcelona. Volles Programm: vergangenen Sonntag Abend Konzert in Lissabon (sehr konzentriertes Publikum in der Gulbenkian-Stiftung,1.200 Plätze, ausverkauft), Flug am Montag morgen nach Oviedo, kurz ausruhen, Anspielprobe und abends Konzert im Auditorio Principe Felipe (recht lebhaftes Publikum, knapp 1.500 Plätze). Vor dem Konzerthaus steht am frühen Abend eine kleine Gruppe von Demonstranten, die Gustavo Dudamel auffordern, in Venezuela klar Stellung zu beziehen gegen die Regierung von Nicolás Maduro.

Am Dienstag Flug Oviedo-Zaragoza, ausruhen, abends in das auch akustisch überzeugende Auditorio de Zaragoza (2.000 Plätze, warmer Willkommensapplaus schon bei Bühnenauftritt), heute morgen mit dem Schnellzug nach Barcelona – später um 20.30h dann ein weiterer Konzerthöhepunkt im Palau de la Música – das wird zwar sicher stimmungsvoll im Welterbe-Jugendstil-Saal (der fünf Jahre alt war, als Strawinsky seinen Sacre in Paris präsentierte), aber auch sehr sehr eng, weshalb gar nicht das gesamte Orchester auf die Bühne passen dürfte… Ein straffer Zeitplan also, und eines ist klar: mit Urlaub hat das Ganze nichts zu tun. Aber mit ungeheuer intensiven Konzerten, einem glücklichen Orchester und in der Mitte strahlend: Gustavo Dudamel.

Alle Fotos (c) Peter Meisel