#failoftheweek: Warum wir um unser Steuergeld gebracht werden – und es uns egal ist

Fast 32 Milliarden Euro sind dem Staat durch Steuertricksereien entgangen. Ein Skandal über den sich niemand so recht aufregen will. Sollte man aber, findet Christian Schiffer.

„There isn´t a magic money tree“, das antwortete Theresa May im Wahlkampf einer Krankenschwester, die sich darüber beklagt hatte, seit acht Jahren keine Lohnerhöhung mehr bekommen zu haben. Klar, Geld wächst halt nicht auf Bäumen, da hat die Tory-Politikerin schon irgendwie recht, also zumindest dann, wenn man botanisch an die Sache herangeht.

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Simpel-Bilder sind das, um den Leuten da draußen einzutrichtern: Sorry, aber für Bildung, Soziales, Umweltschutz, Gehaltserhöhungen für Krankenschwestern und all den anderen exotischen spätrömisch-dekadenten Klimbim, ist leider kein Geld da. Und weil kein Geld da ist, gibt man dann Geld aus, zum Beispiel dafür, penibel jedes Flüchtlingshandy zu checken, um zu verhindern, dass am Ende Wirtschaftsflüchtlinge das Geld verprassen, das wir ja eigentlich gar nicht haben.

Dabei hätten wir doch eigentlich so viel mehr Geld! Dabei könnte die schwäbische Hausfrau sich eigentlich mal einen Abend frei nehmen und mit Elke aus dem Controlling und Jutta aus der Sachbearbeitung so richtig einen draufmachen! Jede von ihnen könnte ziemlich genau 1.609.195.402 Hugos trinken und es bliebe sogar genügend Geld übrig, um sich dann noch etwas beschwipst dieses neue Whitney Houston Biopic anzuschauen – und zwar mehrmals!

Wenn, ja wenn, es diesen größten Steuerbetrug aller Zeiten nicht gegeben hätte, dessen gewaltiges Ausmaß diese Woche erst bekannt geworden ist. Über 31 Milliarden sind dem Staat entgangen – unter anderem durch sogenannte „Cum-Ex-“ und „Cum-Cum-Geschäfte“, was sich sehr nach Porno anhört und auch tatsächlich auch eine ziemliche Sauerei ist. Die Sendung Panorama erklärt ein Cum-Cum-Geschäft auf ihrer Internetseite so:

„Bei Cum-Cum-Geschäften hilft eine inländische Bank einem ausländischen Investor dabei, eine Steuerrückzahlung zu ergattern, auf die dieser keinen Anspruch hat. Der Gewinn wird aufgeteilt.“

Steuererstattungen ergattern, auf die man keinen Anspruch hat, das ist doch eigentlich genauso wie Geld von magischen Geldbäumen pflücken, obwohl es doch gar keine magische Geldbäume gibt -sofern man botanisch an die Sache herangeht.

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Hinter dem Skandal steckt wohl eine kleine Gruppe von Londoner Investmentbankern – womit wir wieder in Großbritannien wären. Im Wahlkampf wurde Theresa May mal gefragt, was das Böseste war, das sie jemals gemacht hat. Ihre Antwort: Sie sei früher mit ihren Freunden durch ein Weizenfeld gelaufen. Einfach so. Ohne zu fragen. Die Bauern, denen das Feld gehört hat, fanden das bestimmt nicht so gut.

Da wünscht man sich doch, Theresa May hätte mal ihren ganzen Mut zusammengenommen und mal wirklich etwas ganz und gar Niederträchtiges getan und zum Beispiel in einem unbeobachteten Moment einen Fuffi von einem magischen Geldbaum heruntergepflückt. Denn um gute Politik zu machen braucht man manchmal auch etwas Phantasie.

Sendung: Zündfunk-Magazin, 09.06.2017, 19.05 Uhr

 

#failoftheweek: Kim, der Chatbot des Maggi-Kochstudios

Social Bots sind quasi künstliche Intelligenz für die Puppenstube: mit einem Chatbot kann man ratschen, vor allem über den Facebook-Messenger. Das Maggi-Kochstudio hat jetzt auch einen Chatbot. Christian Schiffer hat ihn ausprobiert.

Das Maggi Kochstudio: seriös wie die Blend-a-Med-Forschung, freundlich wie der Dentagard-Biber und so wertvoll wie ein kleines Steak. Jahrzehntelang diente es als Werbekulisse, doch irgendwann joggten die Leute nicht mehr mit übergroßen Kaugummi-Verpackungen über der Schulter durch den Park, irgendwann wurde die Rama-Familie erwachsen und irgendwann geriet so auch das Maggi-Kochstudio in Vergessenheit, dieser kulinarischen Sehnsuchtsort, an dem beträchtliche Teile der bundesdeutschen Bevölkerung behutsam herangeführt wurden an Premiumprodukte wie Maggi Fix für Geschnetzeltes, Maggi Fix für Bolognese, Maggi Fix für Gyros und natürlich die berühmte Maggi-Chinapfanne.

In den letzten Jahren schienen sich in etwa so viele Leute für das Maggi Kochstudio zu interessieren, wie für den bedauernswerten Angestellten aus der Obstgarten-Werbung, der an seinem Arbeitsplatz in den Boden eingebrochen war, weil er etwas zu schweres gegessen hatte und deswegen vermutlich heute immer noch im Keller eines schmucklosen Bürogebäudes liegt. Doch nun ist es wieder da, das Maggi Kochstudio.

„Begehbarer Foodblog“

Das neue Maggi-Kochstudio in Frankfurt soll ein “begehbarer Foodblog” sein, lässt der Maggi Deutschlandchef wissen. Und dazu hat Maggi auch einen Song in Auftrag gegeben, voll cool, mit HipHop und so, und mit dem Catchy Refrain “Schmeck it out”!

Auf der Maggi-Seite wiederum gibt es jetzt Foodblogger (Isabella, Anke, Lisa, Nadja und Susanne), die einem Rezepte vorschlagen, die mindestens so cool sounden, wie der Milka-Man:

Pimp your Freeekadelle! Du stehst total auf Frikadellen? Wir zeigen, wie du ein Frikadellen-Brötchen so aufpimpst, dass ein leckerer Chili-Burger daraus wird.

Und es gibt Kim. Kim ist der Chatbot des Maggi-Küchenstudios, denn Chatbots sind total „in“, die CSU hat einen, Opel hat einen, Jägermeister hat einen, Meister Propper hätte bestimmt auch einen, wenn er nicht tagein tagaus damit beschäftigt wäre, hartnäckigsten Schmutz zu entfernen. Auf jeden Fall gehört ein Chatbot heute zu einem hippen Unternehmen wie Maggi eben genauso dazu, wie der Gilette-Rasierer zum Besten im Mann.

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Dabei ist sie echt nett, die Kim. Wo der CSU-Bot Leo einen mit Mems unterhalten will, die ungefähr so witzig sind wie Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer, will Kim helfen.

„Kim, ich will Wurst!“

Wenn man zum Beispiel „Ich will Wurst“ eintippt, dann schreibt Kim: „Rezeptideen kommen sofort. Vielleicht ist hier etwas dabei?“ und schlägt einem bunten Eiersalat vor und informiert darüber, dass der bunte Eiersalat 469 Kalorien hat. Ist natürlich nicht viel, aber doch sehr viel mehr als Tic Tac (ein Dragee =  nur zwei Kalorien!!)

Kim strengt sich wirklich an, sie verweist einen auf die Nestlé-Seite, wenn man ein paar kritische Fragen zur Palmöl-Nutzung hat, sie ist freundlich wie der Melitta-Mann und kompetent wie Dr. Best. Aber ausgerechnet in einer Kernkompetenz versagt sie, nämlich im: „lecker machen“.

„Lecker machen“, das hieß lange Zeit einfach Maggi-Sauce drüberschütten. Generationen von Kindern aus der unteren Mittelschicht sind hierzulande in dem sicheren Wissen aufgewachsen, dass sich die komplizierten Erkenntnisse über den menschlichen Geschmacksapparat letztlich dann doch auf drei simple Regeln verdichten lassen: Regel Nr. 1: Schlechtes Essen schmeckt mit Maggi-Sauce mittelgut. Regel Nr. 2: Mittelgutes Essen schmeckt mit Maggi-Sauce sehr gut und Regel Nr.3: Sehr gutes Essen schmeckt dann am allerbesten, wenn man so viel Maggi-Sauce wie möglich drüberkippt. Aber wenn man Kim fragt: „Was gibt‘s geiles mit Maggi-Sauce?“, dann ausgerechnet verstummt sie, die Kim. Schade. Trotzdem: Merci, dass es Dich gibt.

 

Super Friday: Diese 7 Songs müsst ihr diese Woche gehört haben

Als Musikfan weiß man in den letzten 48 Stunden nicht, wo man zuerst hinhören soll: so viele neue Songs von unseren Lieblingsbands. Gute, überraschende und – sagen wir mal – interessante. Diese neuen Songs müsst ihr heute gehört haben. 

Arcade Fire – „Everything Now

Wer bei den ersten Klängen von „Everything Now“ an ABBA denkt – ihr seid nicht alleine. Ging uns auch so. Das ABBA-Gefühl verlässt einen den ganzen Song über nicht so ganz. (Und echt jetzt: ’ne Panflöte?!) Ansonsten ist es ein ziemlich klassischer Arcade Fire-Song mit gewohntem Pathos und mitreißenden „Na-na-na“-Chören. Die Meinung der Fans ist bisher geteilt und reicht von „rubbish“ hin zu „nailed it„. Am 28. Juli erscheint das neue Album der kanadischen Indie-Rocker, das auch „Everything Now“ heißen wird. Es wird der Nachfolger zum 2013er Album „Reflektor“ sein.

 

Lali Puna – „Deep Dream“

Endlich! Nach sieben Jahren ein Lebenszeichen von Lali Puna, eine der Bands für die mal der Genrebegriff „Indietronic“ erfunden wurde. Auf dem neuen Song „Deep Dream“ haucht Sängerin Valerie Trebeljahr, dass wir alle getrackt werden im Netz. George-Orwell-Pop. Aber Unbehagen kommt in keinem Moment auf: es pluckert so schön subtil und angenehm warm in den Ohren. Der Song wird auf dem neuen Album „Two Windows“ sein, dass im September bei Morr Music erscheint.

 

The War on Drugs – „Holding On“

2014 haben The War on Drugs mit ihrem Album „Lost in the Dream“ viele Jahresbestenlisten angeführt. Jetzt hat die Band aus Philadelphia um Adam Granduciel für den 25. August ihr neues Album angekündigt: „A Deeper Understanding“. Nach der epischen, 11-minütigen Single „Thinking of a Place“ ist jetzt die zweite Single da: auf „Holding On“ klingen sie so sehr nach Bruce Springsteen wie nie zuvor – hymnisch und treibend. Die Glockenspiel-Sprenkler hat man bei The War on Drugs noch nicht so gehört, passen aber hervorragend. Am 20. November spielen sie in der Münchner Muffathalle

 

Radiohead – „I Promise“

Radiohead feiern dieses Jahr Jubiläum: ihr wahrscheinlich wichtigstes Album „OK Computer“ wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Ende Juni erscheint die Geburtstagsedition der Platte unter dem Titel „OK Computer OKNOTOK 1997-2017“. Darauf: einige bisher unveröffentlichte Songs (Phil Selway von Radiohead hatte zuletzt erklärt, die Band hatte damals Angst „zu berühmt“ zu werden. Aha.) Einen dieser Songs gibt es jetzt zum ersten Mal im Stream: „I Promise“. Ein wunderbarer Song mit den herzzerreißenden Zeilen: „I won’t run away no more, I promise / Even when I get bored, I promise / Even when you lock me out, I promise“. Hach.

 

Foo Fighters – „Run“

Die Foo Fighters sind nicht nur eine der größten Rockbands unserer Zeit, sie pflegen auch den Ruf, eine der nettesten Rockbands unserer Zeit zu sein (Dave Grohl <3). Aber von Altersmilde ist im Video zu ihrem neuen Song „Run“ keine Spur – obwohl sie sich selbst als Opas im Altersheim spielen (und randalieren!). Der Song fängt ganz harmlos an, entwickelt sich dann aber noch in ein derbes Brett mit eine à la Refused und „New Noise“.

 

Prophets of Rage – „Unfuck the World“

Wer noch ein Herz für 90er Crossover hat und aktuell ganz viel Wut im Bauch gegen Donald Trump und seine Klimapolitik, für den dürfte „Unfuck the World“ der perfekte Song für den Wochenausklang sein. Die Prophets of Rage, die Supergroup, bestehend aus Mitgliedern von Rage Against The Machine, Public Enemy und Cypress Hill, holt in ihrem neuen Song zum Rundumschlag gegen alles aus, was grade schief läuft auf der Welt. Die Message am Ende ist: Die Welt ändert sich nicht von alleine – das müssen schon wir selbst in die Hand nehmen. Das Video zum Song stammt übrigens von Michael Moore (und ist – Spoiler! – für Vegetarier ungeeignet.)

 

Liam Gallagher – „Wall of Glass“

Vielleicht war er eifersüchtig, dass sein großer Bruder Noel Anfang der Woche so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, weil der 50 Jahre alt geworden ist. Jedenfalls hat Liam Gallagher grade seine erste Solo-Single „Wall of Glass“ nach dem Aus von Oasis 2009 veröffentlicht. Während Noel für den November schon sein drittes Solo-Album ankündigt hat, will ihm Liam mit seinem Solo-Debüt im Oktober zuvorkommen. Wir freuen uns schon mal auf einen unterhaltsamen Brüderkonkurrenzkampf. Bis dahin hören wir Liams „Wall of Glass“ an. Und irgendwie hat man die Stimme schon vermisst, oder?

 

 

 

#failoftheweek: WHO will Gamer zu Suchtkranken erklären

Geht es nach der Weltgesundheitsorganisation WHO, sollen Millionen Computerspieler zu Suchtkranken erklärt werden. Stufe 38-Hexenmeister Christian Schiffer findet: Das ist eine echte Schnapsidee.

2005 im Online-Rollenspiel „World of Warcraft“: Dreizehn Mitglieder der Allianz-Gilde „Pals for Life“, genauer: acht Menschen, drei Nachtelfen, ein Zwerg und ein Gnom, stehen in der Oberen Schwarzfelsspitze vor einer Höhle und bereiten sich auf den bevorstehenden Kampf mit unzähligen Drachenwelpen vor. Präzise erläutert der Stufe 60-Menschenkrieger Jamaal Umstehenden seinen Plan: Jeder Gegner soll einzeln bekämpft werden, wenn sich alle an die ausgetüftelten Vorgaben halten, dann haben sie eine realistische Chance heil aus der Sache herauszukommen, und das, obwohl die Überlebenschancen bei diesem Raid laut einschlägiger Wikis bekanntlich gerade einmal bei 32.3333 Prozent liegt!

Doch dann – während die Streiter noch penibel ihre Ausrüstung überprüfen und genauestens die Reihenfolge von Kontrollzaubern festlegen – rennt ein Stufe 60-Mensch in die Höhle hinein, einfach so, und brüllt dabei seinen Namen: Leeroy Jeniks. Vogelwild und chaotisch läuft die Gruppe dem übermütigen Paladin hinterher und nach wenigen Sekunden ist dann auch schon alles vorbei: Die 13 hochstufigen „World of Warcraft“-Helden liegen tot im Staub.

Bis heute haben 46 Millionen Menschen den Clip angeklickt, der dieses ergreifende Drama dokumentiert. Leeroy-Jenikins ist zum Mem geworden, wurde in mit einer eigenen Frage in der Quizshow „Jeopardy“ bedacht und natürlich mit einer eigenen Karte im „World of Warcraft“-Sammelkartenspiel. Aber vor allem ist Leeroy Jenkins zum Säulenheiligen all derjenigen aufgestiegen, die in „World of Warcraft“ mehr sehen wollen als nur ein Computerspiel, in dem es lediglich darum geht die nächste Stufe zu erreichen und möglichst effizient zu spielen.

Komm, nur noch 13 Wildschweine umhauen

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Denn genau dafür ist „World of Warcraft“ leider bekannt: Das Spiel motiviert den Spieler ständig dazu weiter zu machen, immer gibt es etwas zu erreichen: „Komm, nur noch 13 Wildschweine umhauen und Du bekommst einen Bonus! Komm, nur noch diese eine kleine Quest und der Stufenaufstieg ist schon so gut wie geschafft! Komm, nur noch diese eine Stufe und Du bekommst diesen ultrageilen, Wahnsinnszauberspruch, mit dem das Umhauen von Wildscheinen noch leichter geht…!“

Stichwort „Gamification“

Spiele wie World of Warcraft halten einem immer eine Karotte vor die Nase, für jeden Schmarrn wird man hier belohnt, immer gibt es irgendeinen windigen Grund, weiterzuspielen. Längst hat auch die Wirtschaft diese Mechanismen für sich entdeckt, Stichwort „Gamification“.

So wird es genannt, wenn besonders fleißige Angestellte im Unternehmen Erfahrungspunkte sammeln dürfen oder smarte Zahnbürsten Abzeichen vergeben, wenn man bei der Zahnreinigung besonders gründlich war.

Doch genau dieselben Mechanismen, die abgefeiert werden, wenn es darum geht, aus Menschen noch mehr Leistung heraus zu kitzeln, stehen plötzlich in der Kritik, wenn sie Menschen dazu motivieren, in ihrer Freizeit noch ein virtuelles Wildschein mehr umzuhauen. Spiele wie „World of Warcraft“ wurden deswegen in der Vergangenheit schon mal als „Heroin aus der Steckdose“ bezeichnet, sie würden junge Menschen in die Abhängigkeit treiben, hieß es.

Neu eingeführt: Krankheitsbild „Online-Spielesucht“

Und diese Sichtweise hat offenbar einflussreiche Anhänger, denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die American Psychological Association (APA) wollen das Krankheitsbild „Online-Spielesucht“ offiziell einführen. Das könnte weitereichende Folgen haben: Warnhinweise auf Computerspielverpackungen, so wie bei Zigaretten zum Beispiel, aber auch Verbote oder Einschränkungen. Und nicht zu vergessen: Neue, lukrative Betätigungsfelder für Ärzte.

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert wird über Mediensucht diskutiert, damals waren es die Romane, von denen vor allem Frauen nicht mehr loskamen – Heroin aus der Druckerpresse sozusagen. Heute weiß man, dass diejenigen, die zu viel am Computer zocken, oft ganz andere Probleme haben und dann versuchen, diese Probleme durch exzessives Computerspielen zu kompensieren. Dass aber die allermeisten Computerspieler nicht das geringste Problem haben mit ihrem Spielekonsum.

Was man nicht kennt, das ist gefährlich

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Trotzdem sollen nun Millionen von Spielern zu Kranken erklärt werden, um danach vielleicht auch irgendwann all diejenigen ins Visier zu nehmen, die zu viel auf Facebook abhängen oder zu oft auf ihr Smartphone lugen. Denn was man nicht kennt, das ist seltsam und gefährlich und bringt die Jugend auf die schiefe Bahn. Seit Jahrzehnten hängt diese Schallplatte und jetzt wird die immer gleiche Leier schon wieder angestimmt. Dabei weiß jeder, der schon einmal „World of Warcraft“ gespielt hat: Das Umhauen von Wildschweinen wird auch irgendwann langweilig und dann hört man halt auf. Einfach so.