Ein Tanz spaltet Deutschland

 

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  1. Danke für diesen Beitrag. Er holt viele aus der Schublade des Spielverderbers ohne ihnen fehlende Begeisterung für Mannschaft und Turnier zu unterstellen.

  2. folgende Retourkutsche habe ich im Netz entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
    https://scontent-b-fra.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/t1.0-9/10449944_10201586979271395_4890764565123311328_n.jpg

    Man mag das wiederum auch als geschmacklos ansehen, aber wenn man es bei einem medial gut vorbereiteten Sieger-Perfomance zulässt, dass man sie nur dann richtig freut, wenn man andere Menschen verhöhnt, ist das halt mal eine Antwort auf den unsäglichen Party-Nationalismus.
    Wo ist denn das große „Wir“-Gefühl, wenn ein paar Straßen weiter wieder gegen „Uns“ von unserer „Angie“ regiert wird, ob ausgehöhlter Mindestlohn oder Asylrechtverschärfung, EEG-Umlage, NPD-Verbotsverzögerung, Spionage oder TTIP. Ich möchte dieses „Wir“ auch dann in Halbmillionen Stärke vor dem Brandenburger Tor sehen, mit Fahnen und, dass Flugzeuge das Tor im Tiefflug nehmen, um Flugblätter abzuwerfen.

    • Ach du Schande !!! Was ist denn hier los ? Über den Text kann man ja noch streiten, wobei…nee das ist mir alles viel zu einseitig und überzogen. ABER tatsächlich und wiederholt Bilder von Nazis jubelnden friedlichen Fussballfans die unbeschwert mal feiern unterzuschieben ? Pfui.

      Ich hasse Shitstorm, aber dieser fühlt sich einfach nur gut an.
      Und was der tolle WM Sieg mit Merkels teils wirklich unbefriedigenden Politik zu tun hat…? Muss man als ewig Unglücklicher und linker Kritiker wohl überall einbringen, grad wenn man kein fFsifan ist. Inklusive TTIP, Gaza, Böse Amis pauschal usw.

      • Ich denke, du hast den Spruch „Brot und Spiele“ schon mal irgendwo gehört und ahnst vielleicht, dass das heute immer noch so funktioniert. Wenn die Titelseite von BLÖD co nur noch im WM-Fieber schwelgt, gehen die Belange von Kriegsopfern und Flüchtlingen im wahrsten Sinne unter. Dann geht mal wieder unter, dass Deutschland in punctu Kleinwaffenexport Bronze in der Weltbilanz hat, dann geht unter, dass gerade die vom Mindestlohn ausgeschlossen sind, die ihn am nötigsten bräuchten. Jetzt kommt dann die Parlamentssommerpause, so gleich im Anschluss an die WM, was für ein Zufall.
        Ja, ich habe mir das Finale und einige Spiele zuvor angeschaut, und ich kann es auch ein bischen nachvollziehen, dass man sich freut, wenn sich Spieler aus Deutschland sehr gut verkaufen, wenn sie spannende Spiele gewinnen, aber das KommerzKlimbim, die Leute, die sich da mit dranhängen um mitzuverdienen, geht mir gehörig auf den Sack.

  3. Pingback: Nach der Siegesfeier: Die Party ist vorbei

  4. Streisand-Effekt, anyone?

    Dass man mit der Leistung der Nationalmannschaft über die letzten Jahre die „Heimatgefühle“ mancher Leute geradezu herausfordert war abzusehen.

    Wenn man das nicht möchte, sollte man nicht an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

    Just my 2

  5. Pingback: 99 Tage ohne Facebook – Tag 1 | reality check

  6. Das ist nicht euer ernst.

    Das ist ganz mieser Journalismus getarnt hinter vielen Worten. Mies recherchiert, voller Fehler. Personen werden verwechselt und falsch geschrieben.
    Und der Verfasser versteckt sich genauso hinter einem „Wir“, dem Zündfunk.
    Ich hatte euch immer für besser gehalten, aber auch „Ihr“ zeigt nach der WM euere miese Seite.

  7. Scheinbar keiner in der ganzen Mannschaft, der mal auf die Bremse getreten ist. Aber sowas kommt raus, wenn man Fussballspieler behandelt, als wären sie Napoleon.

  8. Pingback: Spaßbremsen und Ersatzreligionen | Tom Wohlfarth

  9. Hier wird zwarso nicht auf eine FAZinierende Weise berichtet, wie andernorts, aber eines stört mich dann doch..wie auch andernorts.
    Sämtliche Berichte, die sich GEGEN den Tanz/die Feier stellen, rücken ALLE Feiernden, Wir-fühlenden in die rechte Ecke. Und das ist das, was den wohl allermeisten so gehörig auf den Sack geht.
    Ja, es gibt brauen Deppen, die auch ALLES zu ihrem Nutzen nutzen wollen, Ja, es gibt Deppen, die auf Facebook oder andersorts Parolen von sich geben, wie oben beschrieben.
    Aber sind dann gleich alle die sich freuen, alle der 400.000 am Brandenburger Tor gleich Nazis oder „Söhne der Mörder“ wie ich in einem Leserkommentar der argentinischen „Ole“ lesen durfte?
    Was zum Henker ist denn so schlimm daran, wenn sich in Deutschland wieder ein „WIR“-Gefühl entwickelt, das durch eine multikulturelle Fußballtruppe ausgelöst wird?
    Es ist doch kein „Wir über alles“ sondern mehr ein „Wir mit den anderen“.
    Fußball kann und darf man doch nicht mit Politik gleichsetzn…weder mit rechter noch mit linker….

  10. Pingback: امتدادهای افشاگرانه‌ی فوتبال (بخش اول) | بیژن کیارسی – امین حصوری | پراکسیس

  11. erstens.
    fußball in den pop kanon aufnehmen wollen ist verkrampft.
    zweitens:
    auch der zündfunk trägt mit seiner permanenten fußball lobhudelei zur totalen überhöhung des phänomens bei.
    drittens:
    es fehlt der mut sich zur fußballfreien zone zu erklären, man will vom kuchen etwas abhaben. respect cafe cosmos, no fußball, no lederhose at oktoberfest!
    viertens:
    hat das DFB mänerteam wirklich so verdient gewonnen?
    algerien, ghana, usa
    fünftens:
    es rollt zwar der ball, aber das hat selten etwas mit rocknroll zu tun.

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