Der ewige Kampf ums Wasser

Im Westjordanland leiden zurzeit viele Palästinenser unter Wassernot – das Wasser wird von Israel rationiert. Kritiker werfen den israelischen Behörden vor, eigene Siedlungen bevorzugt zu versorgen. Israel bestreitet das. Ein Gespräch mit Clemens Messerschmid, der seit über 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GEZ, DED, GTZ, KfW, ZIM; Weltbank usw.) arbeitet . In Artikel unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt.

 

“Seit zwanzig Jahren geht es rückwärts”. Der deutsche Wasserexperte Clemens Messerschmid findet deutliche Worte, wenn es um Wasser und Wasserverteilung geht.

 

 

 

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  1. „ … „

    Markus, wie waere es diese vorwuerfe einzusammeln und es den wasserverteiler “mekorot” zu stellen? Oder interessiert sie die israelische stellungsnahme nicht?

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Mir erschliessen sich die Aussagen nicht so ganz. Hat es nicht auch etwas zu tun mit der Wasserverteilung und dem dazu notwendigen technischen Equipment in den palästinensischen Gebieten? Wird hier investiert? Wo wandern denn nun die Gelder wirklich hin?

    • Renate die Frage ist nicht wo die Gelder hinwandern, sondern wann Israel seinen Aufgaben als Besatzer nachkommt. Als würde es nicht genügen, dass radikalen Zionisten hunderttausende Palästinenser vertreiben haben und ihren Besitz und ihr Land gestohlen haben. Nein sie unterrücken die Palästinenser nun schon seit einer Ewigkeit und missachten deren Menschenrechte. Ich hoffe die korrupte Autonomiebehörde tritt bald zurück und stattdessen muss Israel endlich selbst nochmal für die Besatzung aufkommen. Israel ist zwar Besatzer und genießt deren Vorteile, hat die Kosten der Besatzung aber an die EU outsourced und beschwert sich dann noch darüber wenn die Gelder nicht so fließen wie es den völkerrechtswidrigen Besatzern gefällt. Wenn die EU israelische U-Boote oder andere Waffen finanzieren ist das OK, aber wehe die Gegner der menschenverachtenden Besatzung werden unterstütz, dann ist das Geschrei der Besatzer groß …

    • Wo wandern denn nun die Gelder wirklich hin?

      Sie sind in Abbas neuem Palast versunken. Angeblich umgerechnet 11,5 Millionen Euro.

    • “die Frage ist nicht wo die Gelder hinwandern”

      Oh doch, das ist DIE FRAGE!!! Ich habe noch eine Antwort – auf den Konten der Mörder, die Juden umgebracht haben.

    • @Blabla
      “Renate, die Frage ist nicht wo die Gelder hinwandern….”

      Doch, genau das ist meine Frage!

      @Lustig
      “Sie sind in Abbas neuem Palast versunken. Angeblich umgerechnet 11,5 Millionen Euro”

      Was heißt angeblich? Wer gibt dies an? Gibt es Nachweise? Wo kann man es recherchieren?

      @Redaktion
      Kann man weitere sachliche Informationen zum Thema, zB auch von einem Mitarbeiter des israelischen Wasserzulieferers in oder von ganz unabhängigen Experten in diesem Blog bekommen.
      Diese Reportage ist für mich fragwürdig. Ich glaube nicht dass es ausschließlich so ist, wie Herr Messerschmid es darstellt. Ich mag mich nicht alleine auf diese Aussagen verlassen, wenn ich das Thema irgendwo diskutiere. Ich würde gern mehr dazu erfahren, eben weil es so ein wichtiges Thema ist und sich der nächste Krieg darum aufbaut. Es ist kein Thema, dasman einfach mal so in den Raum schmeißen kann und beim nächsten Bericht geht’s dann wieder um Spiel und Sport. Bitte informieren Sie tiefgründiger!

    • Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ein Volk wird vertrieben und enteignet. Es ist besetzt und doch wird es geleugnet. Die Frage ist immer wo das Geld wohl bleibt. Hat jemand einmal zur Kenntnis genommen, das Miliarden verpulvert werden, um eine Besatzungsmacht zu finanzieren, um ein Volk zu unterdrücken. Da wird einem Volk das Wasser gestohlen, es wird ihm verwehrt Brunnen zu bauen, ja sogar Regenwasser ist kein freies Gut und die von unglaublicher Einfalt zeugende einizige Frage ist, wo das Geld wohl bleibt. Und noch dümmer, nein boshaft, ist der Vorwurf Gelder werden für Präsidentpaläste benutzt, während man für eine ungerechte, menschenverachtende Wasserversorgung keine Worte findet. Das Übel einer Besatzungsmacht, sich über die menschlichen Belange anderer hinwegzusetzen. Soll Rassismus wirklich moralische Leitschnur sein und nicht universelle Menschenrechte und internationales Recht.

  2. nach einer kurzen recheche bei google kommt heraus, dass clemens messerschmid nicht nur kein “unabhaengiger experte”, sondern ein pro palaestinensischer ideologe ist.

    er wurde bereits von solchen radikalen, islamistischen und antisemitischen seiten wie muslim-makrt, electronic intifada und andere antiisraelische seiten, die weniger bekannt sind.

    wie kann ard so ein interview ohne jeglichen kommentar posten und diese aussagen als echt vorzugeben?!

    • “wie kann ard so ein interview ohne jeglichen kommentar posten und diese aussagen als echt vorzugeben?!”

      In Deutschland ist inzwischen sehr viel möglich, was noch vor 10 Jahren unvorstellbar war.

    • Der feine Herr arbeitet schließlich auch für die palästinensische Wasserbehörde.
      So viel zur unabhängigen Expertise.

      Wie wäre es denn, wenn in Deutschland zur Frage der Atomkraftwerksicherheit ausschließlich ein Vertreter der Atomkraftwerksbetreiber befragt würde? Oder zum Tempolimit der Chef von Porsche? Oder zu gesunden Lebensmitteln die Vertreter von Nestle und Monsanto?

      Die durchsichtige und einseitige Berichterstattung des Studios steigert sich von Tag zu Tag.
      Mit journalistischer Klärung hat das alles nichts mehr zu tun.
      “Man” schlägt sich bereitwillig auf eine Seite.
      Das nenne ich professionelle Verantwortung und glänzendes Selbstverständnis.

  3. Mit viel mehr Klarheit kann man Besatzung und Unterdrückung eines Volkes nicht beschreiben. Man bedenke, palästinensisches Wasser wird von der Besatzungsmacht verwaltet und wieder an die Palästinenser verkauft. Wasser ist reichlich vorhanden, aber aus irgendeinem Grund werden Menschen wie Vieh behandelt und Wasser nach Gutdünken und auf ziemlich niederträchtige Weise verteilt. Selbst Regenwasser darf man nicht auffangen, ohne eine Erlaubnis von der Militärverwaltung zu haben. Schon gar nicht darf man Brunnen bauen. Im Grunde erübrigt sich jeder Kommentar.

    Interessant ist das Lagerdenken und die dementsprechenden Kommentare. Man zweifelt lieber an der Objektivität eines deutschen Wasserexperten und an den Fakten, die hier geschildert werden. Ariel fordert sogar, dass Interviews nur zensuriert und mit Kommentaren wiedergegeben werden. Ist es wirklich so undenklich, was Clemens Messerschmidt hier berichtet. Die Besatzung ist ein Übel und es macht blind. Schlimm ist, dass die USA, Deutschland bestens über die Probleme orientiert sind und dass sie einfach schweigen. D.h. Martin Schulz (Präsident des Europaparlamentes ) hat das Thema in der Knesset im Februar 2014 vorgetragen, aber wie so oft, Kritik ist einem ‘Rechtsstaat’ nicht erlaubt. Es kam zu Tumulten im Knesset, anstatt sich über die ungerechte und unmenschliche Behandlung von Millionen Menschen zu schämen. Man schämt sich nicht Menschen unwürdig zu behandeln.

    Ariel hat sich übrigens dafür ausgesprochen den Unterschlagungsskandal in Gaza weiter zu verfolgen. Hier hatte er keine Bedenken, dass die auf israelischen Quellen beruhende Aussagen nicht echt waren. Die israelische Behauptung ist, dass $ 50 Millionen unterschlagen wurden, während World Vision erklärt, dass man während der letzten 10 Jahre ein Budget von insgesamt nur $ 22,5 Millionen zur Verfügung hatte. Irgendetwas stimmt da nicht.

  4. Der Journalist Markus Rosch lässt hier einen Mann zu Wort kommen, dessen einseitige Stellungnahme ihn als Pali-Propagandisten entlarvt. Das dürfte doch wohl jedem klar sein. Welche Motive Herrn Rosch und Herrn Messerschmid antreiben, interessiert mich nicht. Was mich aber sehr wohl interessiert, ist die Tatsache, dass Herr Rosch diese eiseitige Schuldzuweisung veröffentlicht, ohne auch nur eine einzige Aussage zu hinterfragen. Er verzichtet auf jede Kritik zu den Anschuldigungen, ganz so, als wären sie Fakten. Objektivität und Ausgewogenheit sieht anders aus.

    Wer mehr wissen will, google nach „Israel, die Palästinenser und das Wasser“. Nach dieser Lektüre wird hoffentlich jedem klar, dass Herr Messerschmid Teil der Pali- Propagandamaschinerie ist.

    Unter jordanischer Besatzung hatten bis 1967 90 % der Palästinenser keinen Anschluss an die kommunale Wasserversorgung. Heute haben mehr als 98% der Palästinenser diesen Wasseranschluss.

    Die Palestinian Water Authority (PWA) ist an einer Zusammenarbeit nicht wirklich interessiert. Die Vermeidung von Wasserverlusten durch Lecks ist ihnen egal, genauso die Aufbereitung und Wiederverwendung von Abwasser, das in Israel als „Grauwasser“ in der Landwirtschaft verwendet wird. Auch die Tröpfchenbewässerung interessiert die Palis nicht. Was die Palästinenser antreibt, ist Wasser als Mittel zur Propaganda.

    Das Palestinian Central Bureau of Statistics (PCBS) verzeichnet über 2,4 Millionen Palästinenser in der Westbank. Davon werden aber 400.000 in Jerusalem vom israelischen Netz versorgt. Weitere 400.000 werden von PCBS mitgezählt, obwohl sie im Ausland leben. Da kommt man schon auf eine Verbrauchszahl, die der eigenen Propaganda weiterhilft und den Prokopfverbrauch nach unten drückt.

    Das zwangsfinanzierte deutsche Staatsmedium interessiert das alles offenbar nicht.

    • @Lebelhuber, wieder ein Schrei nach Zensur und Knebelung der Meinungsfreiheit. Alles wird auf den Kopf gestellt. Eine beliebte Taktik einer Besatzermentalität. Genau, in deinen erblindeten Augen sind Menschen, die vertrieben und enteignet wurden, die Flüchtlinge in ihrem eigenen Land sind, diese Menschen werden einfach Palis genannt, als würdest du sagen, ein unwürdiges Pack! Und deine Einsichten sind umwerfend. Du forderst Ausgewogenheit und Objektivität ein, weil dir die Worte eines Experten nicht passen. Wer nicht einfach berichtet und objektiv sein will, der stellt sich meistens auf die Seite des Unterdrückers, oder übersieht dessen Unrecht. Die Frage habe ich schon einmal in den Raum gestellt! Wie würdest du mit Ausgewogenheit von den olympischen Spielen 1936 berichten?
      Dein Argument des angeblichen Fortschrittes die Palästinenser hatten 1967 keine Anschlüsse, heute haben sie Anschlüsse. Mein Verständnis sagt, 1967 hatten die Palästinenser Brunnen und reichlich Wasser. Heute, dagegen, haben sie Anschlüsse, aber kein Wasser. Als jemand, der der Besatzung nichts unmenschliches ankreiden kann, findest du nicht, dass die Situation vor der Besetzung besser für die Palästinenser war? In Freiheit leben zu dürfen i geben die meisten Menschen auf Erden den Vorzug. Dein Kommentar ist nichts als Blendwerk, das Unrecht zu Recht umfunktionieren will.

  5. Ich habe keinen Zweifel an der Fachkompetenz von Herrn Messerschmid und mag darüber garnicht diskutieren. Ich möchte lediglich wissen, wie die Gelder, die zur Verbesserung der Anlagen in den palästinensischen Gebieten eingesetzt werden, verwendet werden und ob der Ausbau von Anlagen, die das Wasser weiter in die Städte und Haushalte leiten, vorhanden sind bzw. ob nicht auch hier ein Problem bei der Wasserversorgung liegt. Dass Palästinenser sowie auch israelische Staatsbürger für Wasser bezahlen müssen erscheint mir eigentlich ganz logisch. Muss ich in Deutschland auch und ob ich einfach einen Tiefbrunnen vor meiner Haustür bauen darf, naja da hab ich Zweifel, und ich glaube auch Israelis dürfen das nicht. Und lägen die palästinensischen Gebiete heute noch in Jordanien wäre es wohl auch nicht anders. Wir leben im Jahr 2016 und nicht mehr im letzten Jahrhundert. Wie sieht moderne Technik in den palästinensischen Gebieten aus?
    Ich weiß zu wenig über das Thema, aber denke mir all das gehört dazu. Deshalb meine Bitte um mehr sachliche Information (von der Radaktion oder auch von Kommentatoren, die sich wirklich auskennen!
    Und eins noch: wo kommt eigentlich dieser Ausdruck “Pali” her. Das klingt so abwertend, jedenfalls für mein Verständnis. Wäre schön, man könnte in der Diskussion sachlich bleiben.

  6. WIE KANN DIE ARD DIESES INTERVIEW OHNE JEGLICHEN KOMMENTAR POSTEN ?

    Dieses Thema hatten wir vor kurzem in diesem Blog schon einmal.
    Ebenso kurz … und dann husch-husch weiter … trotz Bitten mehrerer Kommentatoren um mehr und tiefgründigere, auch sachlichere Information bei einem so wichtigen und politisch bedeutsamen Thema.

    Jetzt erneut das Gleiche.

    Fragen über Fragen, die weder recherchiert noch ausführlich beantwortet werden.

    Clemens Messerschmid ist der einzige Auskunftgebende.
    Dass er Hydrogeologe (“Fachkraft für Wasser”) ist, bezweifelt wohl keiner.
    Auffällig seine Vorträge oder Interviews in
    1) nahezu ausschliesslich ausgesprochen linken/linksradikalen ? Medien
    ( z.B. “Unsere Zeit”/DKP, “Rosa Luxemburg Stiftung”)
    2) und in muslimischen bzw. islamistischen Internetportalen (z.B.Muslim-Markt)
    Sowie ein Zitat von ihm in “Wissenschaft&Frieden 2002-4/”Vorschlag für eine linke deutsche Position von Clemens Messerschmid”:
    “… größtes Handicap ist aber, dass jegliche Geländearbeit (als Hydrogeologe) unmöglich geworden ist”.
    Was mich zu der Frage führt, was er nun seit 2002 dort eigentlich genau macht?

    Man kann Clemens Messerschmid durchaus interviewen,wenn man es will.
    Seine politische Einstellung (Sozialist/Kommunist/ wohl Marxist ?), seine religiöse Einstellung (Atheist), sein entschieden rein-propalästinensisches Verständnis und Engagement: sind seine Entscheidungen und Privatsache.

    Nur kann man seine Leser nicht nur mit Fragen zurück lassen – die z.B.
    wären:
    1) Wie sah die Wasserversorgung früher aus (vor Ende der 30ziger
    Jahre/Gründung von “Mekorot”; 1948-1967; 1967 – ? –
    z.B.1996 / lt.Messerschmid ” Verschlechterung in den letzten 20 Jahren”)?
    Wie sieht die Wasserversorgung heute aus?
    2) Welche Probleme existieren/existierten jenseits der Politik?
    3) Interview und Stellungnahme der “anderen Seite” !

    Mir fehlt bei allem:
    Die professionelle, ausführliche Recherche.
    Die tiefgründige Sach- Information der Leser.
    Der Versuch der Ausgewogenheit durch Darstellung und Gegendarstellung.

    Ich wüsste gern mehr und erfahre hier:
    ” Viel zu wenig” und “völlig Einseitiges”.
    @ Markus Rosch, @ ARD:
    Tut mir Leid, Herr Rosch, liebe ARD, ich wünschte mir dringend Herrn R.C.Schneider zurück!

    • @Lotte, warum forderst du nicht einfach die Zensur einzuführen. So machen das die meisten Unterdrückerstaaten. Das du wie viele Andere nicht einsehen kannst, dass die Besatzung das wirkliche Problem ist, ist eine immer wieder erstaunliche Erkenntnis. Jeder Staat, jedes Volk kann seine Wasserversorgung wohl so einrichten, wie er/es für gut befindet. Die deutsche Wasserversorgung wird auch nicht von einer ausländischen Wasserinstanz verwalltet und reguliert. Alle Problem müssen dementsprechend intern gehandhabt werden. Die Palästienser sind aber nicht Herr ihres eigenen Wassers. Sie müssen für alles von der Besatzungsmacht eine Erlaubnis haben, für Leitungen und Brunnenbau, sogar für Reparationsarbeiten an Brunnen, für das Einsammeln von Regenwasser, für den Bau von Zisternen. Man versteht die Aufregung nicht, zu denen die Einschätzung eines deutschen Experten Anlass geben. Welch idiotische Ansage, ob sich ein Experte in linken oder rechten Kreisen äussert. Besatzung zu ignorieren ist rechts und ok. Besatzung anzuklagen ist links und also nicht ok. So einfach kann man die Welt betrachten. Der hohe Wasserverbrauch Israels und der illegalen Siedler steht nicht zur Diskussion. Der bedeutend geringere Wasserverbrauch der Palästinenser bedarf der Kontrolle und muss eklärt werden. Zeit, dass die Boykottbewegung Fahrt aufnimmt.

  7. @Renate

    Nachzulesen in TOI: “Abbas building $13m. presidential palace near Ramallah”.

    • @lustig
      Ja, nachzulesen! ich weiß. Aber wirkliche Nachweise als Beweismittel findet man eben nicht. Meldungen von “times of Israel”, “Israelnetz” und dem (in meinen Augen unseriösen) Nachrichtenmagazin “Israel heute” sind nicht objektiv und deren Aussagen begründen sich leider auch nur auf Annahmen und führen zu Unterstellungen. Am Ende wissen wir genauso wenig wie vorher, meinen aber uns eine Meinung bilden zu können. Ich suche immer noch nach nachvollziehbarem Quellenmaterial, mag mich nicht auf rein subjektive Annahmen verlassen müssen.
      Auch dies wäre vielleicht einmal Thema fürs Studio: Wo und wie wird in den palästinensischen Gebieten investiert, wo und wie kann man etwas prüfen oder ist das garnicht möglich? Wie (un-)durchsichtig ist die Verwaltung, wie verhält es sich mit (un-) demokratischen Strömungen in Palästina? Wie kann man trotzdem mehr erfahren…….

    • @Renate

      Sie könnten sich ruhig mal bei mir für die angegebene Quelle bedanken, die sie aber offenbar nicht mal richtig gelesen haben.

      Sie suchen nach offiziellen Quellen? Bitte sehr: auf der Seite des TOI-Artikels wird auf die offizielle Seite der “Palestinian Economic Council for Development and Reconstruction” verwiesen, der die 13 Mio. $ selbst angegeben hat.

      Aber ich weiß, so weit sind sie nicht gekommen. Hauptsache, Sie können mich mal wieder belehren, sonst kann der Tag für Sie nicht beginnen. Ziemlich schade!

      Mein Vorschlag: Sie könnten in Zukunft meine Kommentare einfach mal ignorieren, das wird uns beiden viel Stress ersparen. Ich werde Ihnen jedenfalls nicht mehr antworten.

    • @lustig
      Sie könnten sich ruhig mal bei mir für die angegebene Wuelle bedanken….”

      Ok, Entschuldigung, danke für die Quelle. Nehmen Sie doch bitte nicht alles persönlich. Es ging doch um den Inhalt und sachliche Berichterstattung, die ich mir wünsche. Man kann doch auch Quellen kritisch betrachten, meine ich.

  8. Eine eigene Darstellung zur Wasserthematik hat die israelische Zivilverwaltung für Judäa und Samaria (West Bank) herausgegeben. Sie ist für jeden kostenfrei verfügbar. Titel – Factsheet: Water in the West Bank.

    Die Korrespondenten scheuen solche Quellen, weil sie eine einseitige pro-israelische Parteinahme unterstellen. Im Gegenzug geht man im Fall von NGOs ohne weitere Prüfung von Unabhängigkeit und Objektivität aus. Das ist ein Irrtum.

    Jede “fact-finding mission”, ~Erkundungsmission?, hat zum Ziel, die Wahrheit hinter unterschiedlichen Interessen und Darstellungsweisen zu ergründen. Vielleicht fehlt die Zeit und/oder das Interesse, die israelische Seite zu Wort kommen zu lassen. Vielen fällt es schwer, Israel in einem positiven Licht zu zeigen, das den eigenen Werten und Vorstellungen von Recht und Unrecht zuwiderläuft.

    Das ist nicht neu. So ist es schon immer gewesen.

    • Vielen Dank. Heike. Wenigstens mal eine Broschüre von offizieller Seite, die es sich lohnt zu lesen um dann eigene Vergleiche zu ziehen bzw. weitere Fragen zu stellen…….

    • Danke, Heike für diesen Hinweis.

      “Die Korrespondenten scheuen solche Quellen, weil sie eine einseitige pro-israelische Parteinahme unterstellen”.
      Würde man bei einer guten journalistischen Arbeit nicht erst mal ALLE Quellen sichten (1.Schritt), um diese dann zu bewerten(2.Schritt), um danach zur eigenen Publikation zu gelangen (3.Schritt) (wie in der Wissenschaft auch)?

      “Vielen fällt es schwer, Israel in einem positiven Licht zu zeigen, das den eigenen Vorstellungen …zuwiderläuft.”
      Während sie gleichzeitig von den Annehmlichkeiten und (auch journalistischen) Freiheiten in diesem Land profitieren.

    • P.S. Ich habe dabei nicht an eine Art “Gefälligkeits-Journalismus”
      gedacht, sondern an die auffallend entgegengesetzten Verhältnisse, Lebensverhältnisse und journalistischen Bedingungen, in ALLEN an Israel angrenzenden/nichtangrenzenden arabischen Staaten.
      Warum also fällt ein auch- positives Berichten so Vielen so schwer?
      Was macht ein so vorwiegend-negatives Berichten mit der Meinungsbildung der Mehrheit hier – einer Mehrheit, die noch nie in Israel war?

    • Ergänzung:
      1 Reportage von RCS aus dem Jahr 2015:
      ARD Mittagsmagazin, der Wasserstreit zwischen Israel und Palästina, mit 2 Filmbeiträgen
      und
      lesenswert:
      Israel, die Palästinenser und das Wasser – Lizas Welt
      Beides googeln

    • @Lotte schreibt. ““Vielen fällt es schwer, Israel in einem positiven Licht zu zeigen, das den eigenen Vorstellungen …zuwiderläuft.”
      Während sie gleichzeitig von den Annehmlichkeiten und (auch journalistischen) Freiheiten in diesem Land profitieren.

      Ich glaube es ist nicht einfach ausländischer Journalist in Israel/Palästina zu sein. Wahrscheinlich eine unmögliche Aufgabe. Was den eigenen Vorstellungen zuwiderläuft, ist schlechter, nicht recherchierter Journalismus. Aber deswegen kann man ja die Berichte kommentieren und dabei immer wieder vergessen, was eigentlich das Hauptproblem ist: nämlich die Besatzung. Was sollte man darüber positiv berichten? Eine fremde militärische Macht besetzt dein Land, enteignet dich, kontrolliert dein tägliches Leben! Du bestimmst nicht über dein Wasser, sondern eine dir nicht gerade friedlich gesinnte Besatzungsmacht. Besatzung ist etwas Bösartiges, Unmenschliches. Das muss ein Ende haben. Dann wird die Diskussion über die Verteilung des Wassers auch anders verlaufen.

  9. Seitdem Herr Schneider weg ist, sinkt das Niveau beständig. Ist auch das erste Mal, dass ich hier wieder mal reinschaue, um kundzutun, dass ich die Art der Berichterstattung auf einem sehr tiefen journalistischen Niveau sehe.

    Warum wurde niemand von der Wasserbehörde der Palästinenser und der Israelis befragt ? Warum nur diesen dubiosen Deutschen, der auch eine ideologische Vergangenheit hat ?

    Aber eines hat der Bericht geschafft: Alle, die sich nur über die Tagesschau o.ä. informieren sehen sich bestätigt wie böse Israel ist. Sieht man auch an den Kommentaren bei Facebook.

    Traurig, was bei der ARD abgeht.

    • @Andre, man hat also die falsche Person befragt. Könnte es nicht sein, dass wir hier im Grunde nicht über Wasser reden, sondern über die Besatzung, die ein Volk zum Herrscher über ein anderes Volk macht? Darum geht es wohl, oder? Ihr müsst ja auch nicht in der Schweiz, die Erlaubnis in Deutschland einholen, wo ihr Brunnen errichten oder Wasserleitungen legen könnt.

  10. Ich habe das ganze eben auch mal an die Israel. Botschaft geschickt. Die sind zwar an einseitige BErichterstattung gewöhnt, aber solch qualitativ offensichtlich schlechte vielleicht noch nicht.

    Werde das auch mal an den Rundfunkrat weiterleiten und an die Chefredaktion inkl. aller Quellen, die zeigen, was da unterhalb Schülerzeitungsniveau geliefert wird.

    Ich bin sonst echt ein ruhiger, was man an meinen alten Beiträgen sehen kann, aber das schlägt jetzt wirklich dem Fass den Boden aus.

  11. Nach worten des nahost journalisten ulrich sahm, war clemens derjenige, der vor 1,5 jahren, die luege ueber staudaemme erfunden hat. Israel soll durch ihre oeffnung gaza ueberfluettet haben.

    Wie koennen sie so einen mann als einen wasserexperten kommentarlos sprechen lassen. Ich verlange eine stellungsnahme.

    • @ariel, du verlangst wieder einmal, dass man das Gettho Gaza und die Besetzung der West Bank als Normalität und als nicht zu verändernde Realität stillschweigend anerkennen soll. Darum geht es. Darum geht es auch für Ulrich Sahm. Er schient nicht viel für die Palästinenser übrig zu haben. Wenn viele eine Meinung haben, wer soll bestimmen, wer dann überhaupt noch zu Worte kommen soll?

    • ” … ”

      Es glaubt ohnehin jeder das, was er glauben mag, egal wer die Experten sind. Für mich ist eindeutig, dass dieser Herr Messerschmidt schon aufgrund seiner lakonischen Art und seines aggressiven Untertons kein neutraler Berichterstatter ist.

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  12. “Der Wasserstreit zwischen Israel und Palästina”
    Diesen Beitrag von RCS aus dem Jahr 2015 mit einer Schlussfolgerung, welche die Ursachen offen lässt, habe ich noch zum Thema gefunden.

    • ……niicht so ganz, es gibt zwei Berichte wenn man die Seite googelt.

  13. @Heike, Renate
    Was heißt hier israelische Zivilverwaltung von Judäa und Samaria (die Sprache der Besatzer).
    Richtiger wäre von einer militärischen Verwaltung durch die israelische Besatzungsmacht zu sprechen. Ich habe einmal das “Fact Sheet. Water in the West Bank” gegoogelt und nachstehende Webseiten angezeigt bekommen (siehe unten). Wie man sieht, es sind auch andere Kräfte, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben.

    Der gutgläubige und unkritische Mensch begnügt sich mit der offiziellen Version der Besatzungsmacht (Heike, Renate). Ich habe nur in ein/zwei Webseiten reingeguckt. Es wird einige Leser erschrecken, dass es verschiedene Stimmen zu dem Thema gibt. Da ist z.B. eine Webseite, die nennt sich: ” If Americans knew“ (da habe ich reingeguckt).

    Gut wer sich über die unterdrückenden Praktiken einer Besatzungsmacht hinwegsetzen kann. Die Kopfschmerzen das eigene Weltbild korrigieren zu müssen, bleibt einem erspart. Habe übrigens heute zufälligerweise den Bericht im Fernsehen gesehen. Ich finde den Bericht gut und plausibel.

    Hier sind die anderen Webseiten (ich weiß nicht, ob die Redaktion Einspruch erhebt):

    Factsheet: Water in the West Bank

    New Factsheet: Water for agriculture in the West Bank | Middle East …

    FACT SHEET EWASH Advocacy Task Force

    Palestine Water Fact Sheet #1 – Center for Economic and Social Rights

    Visualising: The daily struggle to access water | – EAPPI blog

    Getting the Facts Right Correcting inaccuracies in COGAT’s factsheet …

    20 facts: 20 years since the Oslo accords – Oxfam

    Factsheet: Water in the West Bank – occupied Palestinian territory …

    FACTSHEET Improving access to water is a key … – World Water Week

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @Michael K.
      “Der gutgläubige und unkritische Mensch begnügt sich mit der offiziellen Version der Besatzungsmacht (Heike, Renate)”

      Jetzt hören Sie doch einfach mal auf alles zu verdrehen. Lesen Sie doch stattdessen was wirklich in den Kommentaren steht. Es geht doch genau darum, verschiedene aussagekräftige, sachliche und offizielle Quellen zu vergleichen. Es geht eben nicht darum, sich auf rein tendenziöse Berichterstattung zu verlassen. Wo ist denn jetzt schon wieder Ihr Problem?

    • @Renate, ich verdrehe nicht, ich sehe immer nur mit Erstaunen, dass nicht genehme Nachrichten sofort erschrecken und nach dem Ausweg suchen. Du rufst sofort nach Kontrolle des Geldflusses, nach Kontrolle über Menschen, die keine Kontrolle über ihr eigenes Leben haben dürfen. Das was dich wirklich beunruhigen sollte, das beunruhigt dich nicht! Es ist ein Verbrechen Millionen von Menschen mit militärischer Macht kontrollieren zu wollen, ihnen zu einem Leben hinter Mauern und Zäunen zu verbannen.

      An anderer Stelle weist du auf einen Ulrich Schramm hin. Er hat selbstverständlich auch Recht auf seine Meinung, die ist, das ARD-Interview zu kritisieren. Er hat 40 Jahre in Jerusalem gelebt und wie ich einem Interview mit ihm entnehmen konnte, erwähnte er mit keinem Wort die Besatzung der West Bank und Gazas, konnte er den Auswirkungen der Besatzung auf die palästinensiche Bevölkerung nichts abgewinnen. Er findet es daher ganz natürlich, dass eine Bevölkerung die fremde Besatzungsmacht um Erlaubnis für Brunnenbohrugen, etc bitten muss. Mit anderen Worten er ist pro-israelisch, interessiert sich nicht für das Elend der Palästinenser und ist auf Schadensbegrenzung bedacht.

      Es wird weiter zu Grabenschlachten zwische pro-dies und pro-das kommen. ABER: dass ein Volk nicht über ein anderes Volk bestimmen darf, darüber sollte es kein Zweifel geben. Die Besatzung zu beenden, würde auch die Diskussion über die ungerechte Wasserverteilung wesentlich verändern oder sich ganz erübrigen.

  14. Und, habe ich gerade bekommen, einen Artikel von Ulrich Sahm zum gestrigen Tagesschau-Beitrag. Ich hab’s bisher nur überflogen, scheint aber ganz interessant zu sein…..
    ULRICH W. SAHM – Wassernot in der ARD-Tagesschau-Redaktion

  15. Auch ohne jeglichen Text, ohne gesprochene Sprache,
    hätte ich gestern in der “Tagesschau” verstanden, allein durch die Bilder:
    Ein fein angezogenes, “armes Palästinenser-Kind”, das wegen Wassermangel nicht mehr spielen darf (sich nicht waschen kann, usw.?).
    Ein satt grasgrüner Rasen der Israeli’s in der Ferne … voll mit Wasser.
    Kind gegen Luxus-Rasen.

    1) Ulrich Sahm “Kinderopfer für die Weltpresse”

    2) Ulrich Sahm “Wassernot in der ARD Tagesschau” !!!

    MEINUNGSBILDUNG für die Mehrheit der Deutschen, die noch nie in Israel war; in einem arabischen Staat allerhöchstens Urlaub machen würde;
    und den Juden sowieso schon immer “skeptisch und beklommen” ,
    dem Staat Israel “skeptisch und/oder ablehnend” gegenübersteht.

  16. ULRICH W. SAHM – Wassernot in der ARD-Tagesschau-Redaktion

    UNBEDINGT googeln!

    weil es eine aktuelle Reaktion auf den gestrigen Tagesschau-Beitrag ist!

    • Korrektur:
      Es war wohl nicht in der Tagesschau, sondern in den Tagesthemen (habs selbst nicht gesehen)

  17. Lieber Herr Rosch, schon Ihr Bericht aus Gaza und das Gespräch mit dem UNRWA-Vorsitzenden waren ja schon keine journalistischen Highlights. Die personelle Verflechtung von UN und palästinensischen Einwohnern habe Sie nicht problematisiert, dazu passt jetzt auch die kritiklose Darstellung des Hyrologen Messerschmid. Würden Sie auch “Siedleraktivisten” so kommentarlos zu Wort kommen lassen? Ganz bestimmt nicht! Diese doppelten Standards werden auch bei Ihren Berichten immer auffälliger. Schade, dass es keinen Gegenpart zur “Teichmann-Fraktion” in der Redaktion gibt. Dadurch wird die Kritik am Staat Israel, die Sie hier üben, immer unglaubwürdiger. Vielleicht sollten Sie mal abends die Kollegen von der NZZ treffen, die machen echten Journalismus, der auch nicht mit Kritik spart.

  18. Und noch etwas tut mir, rein subjektiv, bei solchen Berichten einfach weh:

    “Sümpfe trockenlegen”; “aus Malariagebieten, Sand und Wüste fruchtbares Land machen”; “Wasserleitungen installieren”; “Neue Technologien entwickeln und einsetzen” (ich kann mich noch gut an diese merkwürdigen Schläuche mit winzigen Öffnungen für kleinste Pflänzchen auf ausgedörrtem Boden, bei meiner allerersten Israel-Reise/August 1977, erinnern) (Meerwasser-Entsalzungsanlagen); Bäume anpflanzen durch Kindergärten und Schulklassen; bis hin zum sparsamen
    Wasserverbrauch in israelischen Haushalten bis heute (vielleicht fern von den Luxus-Hotels an der Tel Aviver Strandmeile und in den Unterkünften europäischer Journalisten); bis hin zu zeitweisen sommerlichen Gießverboten bis heute.
    All das ist auch israelische Geschichte und Leistung, über Jahrzehnte.
    Generationen könnten Ihnen davon erzählen!
    Würden Sie zuhören?

    Und ich melde mich jetzt zu einer “Blog-Pause” ab!

  19. A: Du erzählst immer so viel von Israel. Manchmal ist es mir zu viel, aber Du hast auch mein Interesse für Israel geweckt. Ich höre jetzt viel genauer hin, wenn über Israel berichtet wird. Da sieht man einmal, wie man doch Menschen manipulieren kann.

    B: Das ist doch nicht schlecht. Wenn man mehr von einer Sache versteht, interessiert man sich auch eher.

    A: Ja, genau. Das stimmt. Gestern habe ich einen Bericht gesehen. Stell’ dir vor: Jetzt drehen die Israelis den Palästinensern das Wasser ab!

    Aufgeklärt vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk…

  20. @Lotte 14.08. 15:28
    “Warum also fällt ein auch- positives Berichten so Vielen so schwer?”

    Ihre Frage könnte ebenso lauten: Warum ist der Antisemitismus noch immer nicht ausgestorben?

    Man kann diesen Fragen nachgehen, Schicht um Schicht hinter jeder Frage den weiteren Fragen nachgehen, um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Ich lande immer bei demselben Ergebnis und zwar dem der Religion.

    Seit Herr Schneider, der selbst nicht religiös, aber doch jüdisch ist, das Studio verlassen hat, bedeutet Heiliges Land = unterwegs auf den Spuren der christlichen Kirche. Das jüdische Israel ist bunt und farbenfroh, auch skurril und seltsam, Urlaubsparadies, Heimat bizarrer Frommer und extremer Politiker, mit denen man in Deutschland ebenso wenig anfangen kann wie die Palästinenser. Das jüdische Israel bleibt bestenfalls ein Kuriosum.

    Die Berichterstattung reflektiert nichts anderes.

  21. @ARDStudio, Leitung, Redaktion….
    Um nochmal auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: Wo und wie werden die EU-Zuschüsse zum Ausbau von Wassertechnik in den palästinensischen Gebieten verwendet?

  22. Herr Markus Rosch hat ein extrem wichtiges Thema aufgegriffen und den richtigen Experten dazu befragt. Herr Clemens Messerschmid ist ein angesehener Hydrogeologe, der im Auftrage der deutschen Entwicklungszusammenarbeit u.a. mehrere Jahre in der West Bank tätig war und ein hervorragender Kenner der Situation dort ist. Ich selbst war auch vor Ort im Wasserbereich tätig und kann seiner Beurteilung nur voll zustimmen. Herr Messerschmidt ist keineswegs einseitig in seiner Stellungnahme. Er kritisiert auch Versäumnisse auf palästinensischer Seite, aber das Grundübel liegt eindeutig in der (die Menschenrechte mit Füßen tretenden) Besatzungspolitik. Ich kenne Israel von vielen Besuchen recht gut und habe viele Freunde dort – aber ich bin der Überzeugung, dass Israel sich selbst schadet, wenn es diese Besatzungspolitik fortsetzt und den Palästinensern das Menschenrecht auf Wasser vorenthält.

    • @Karl (Prof. Dr. Karl Dieter Prinz)
      “aber ich bin der Überzeugung, dass Israel sich selbst schadet, wenn es diese Besatzungspolitik fortsetzt und den Palästinensern das Menschenrecht auf Wasser vorenthält”

      Besatzungspolitik ist das eine Thema, welches ich gerne an anderer Stelle diskutieren würde.
      Mir stellt sich aber die Frage, ob das eine, automatisch das andere ausschließen muss.
      Ist es tatsächlich so, dass Israel den Palästinensern das Menschenrecht auf Wasser vorenthält? (Packen Sie in diesen in diesen einen kurzen Halbsatz nicht verdammt viel Unterstellung rein?)
      Oder liegt es auch an der ursprünglich angestrebten und schwierig gewordenen Zusammenarbeit, der schlecht funktionierenden oder nicht vorhandenen Wassertechnik in den selbstverwalteten Gebieten, daran, dass Gelder anderweitig verwendet werden oder an ganz anderen Gründen, die hier nicht zur Sprache kamen. Ist es die ganze Wahrheit, die hier erzählt wird? Ich wünsche mir mehr Differenzierung. Erst wenn ich mehr Einzelheiten verstehe, mir ein Bild zusammensetzen kann, kann ich zu dieser Schlussfolgerung kommen oder auch nicht. Vielleicht kennen Die sich ja besser aus, ich aber wünsche ich mir mehr sachliche Informationen zum Thema. So habe ich es auch nochmal an Frau Glass und Herr Rosch im Kommentar zur Stellungnahme geschrieben.

    • Sorry Karl, beim schnellen Tippen ins Handy entstehen die Fehler:
      u.a. soll es natürlich nicht “Vielleicht kennen Die sich ja besser aus….” heißen, sondern “Sie”. Vielleicht kennen Sie sich ja besser aus….

  23. @ Heike, OK, Blog-Pause später, ab morgen 🙂

    Ja, genau so hätte ich die Frage auch stellen können (manchmal stelle ich Fragen so, daß der Leser selbst darauf kommen könnte)!
    Ich weiss nicht, ob es immer Antisemitismus ist (aber viel zu oft eben doch).
    Sehr oft ist es einfach fehlende Liebe zum Land (was über einzelne Menschen laufen/beginnen kann oder “Israel als wieder existenzgewordener Traum”) oder fehlende Liebe zur jüdischen Religion/Ethik/Philosophie. Viel zu oft ist es Beides ( wobei man kurioserweise beides nicht wirklich richtig kennt).
    Also, der tiefere Zugang fehlt!
    Oder wie Sie es, wenn ich mich richtig erinnere mal ausgedrückt haben:
    Der spirituelle Zugang, der jüdisch-spirituelle Zugang, die andere Dimension fehlt.
    Oder wie es mir Sonntag Abend bei der “Tageschau” entfuhr (von Wagner, Teichman, Lüders usw. hätte ich diesen Bericht erwartet; von Rosch nicht: ich weiss noch, wie er mal von seinem Weihnachtsurlaub in Österreich und plötzlichen antisemitischen Äusserungen allein bei “Israel oder Korrespondent in Israel” berichtet hat):
    “Letztendlich, in einer tieferen Dimension, lieben sie das Land nicht, aus dem sie berichten (was Kritik selbstverständlich nicht ausschliesst)”!
    Bei Herrn Messerschmid hatte ich zudem den Eindruck, daß mir hier der entschiedene, starre, ausschliessliche “antifaschistische Antizionismus” begegnet, der letztendlich und in der Praxis eindeutiger Antisemitismus ist … und der mir in den letzten 2, 3 Jahren wiederholt begegnet … möglicherweise übertrage ich hier … doch gehen bei mir in den letzten Jahren diese Warnblinker gehäuft immer frühzeitiger an …und bestätigen sich leider zu oft im weiteren Verlauf.
    Atheistischer, antizionistischer Antifaschismus – bewusster oder unbewusster christlicher (Rest-)Antijudaismus – “Neutrales Nichts” –
    aber genau wissen,” was für das Land gut oder besser wäre” … und “die Juden waren schon immer schwierig, bockig, uneinsichtig (Sic!)”.

    Ach ja, ein zweiter Satz entfuhr mir bei der Tageschau noch:
    Du wirst sehen, bei all den kommenden jüdischen Feiertagen werden sie gar nicht berichten oder wahrscheinlich/schlimmer noch (!) einen super-wippenden, super-ultraorthodoxen, den Deutschen super-super-fremden (“abartigen”) Juden an Jom Kippur einblenden. …

  24. @ Heike
    “Ich lande immer bei demselben Ergebnis und zwar dem der Religion”
    Den Satz habe ich nicht überlesen (ich glaube, ich habe verstanden);
    er muss sich erst noch setzen.

  25. ‘Lieber’ Herr Rosch, Ihnen ist offenbar rein gar nichts peinlich. Dieser tendenzioese Bericht ist leider nicht das erste Mal, dass Ihre einseitige, pro-palaestinenische Berichterstattung negativ auffaellt. Man erinnere sich etwa an eine Ihrer Reportagen aus Gaza, wo sie auf einem Schutthaufen stehend Mitleid schueren und suggestieren wollten, so sehe es in ganz Gaza aus. Und das war lange VOR dem letzten Gaza-Krieg. Und natuerlich war Israel daran schuld und nicht etwa die Hamas, die ihre eigenen Buerger als Schutzschilde in ihrem perserven Jihad gegen Israel benutzt. Auch in Ihrer Wasser-Reportage wurde gezielt gegen Israel gehetzt, aber dabei ein Haufen Fakten entweder bewusst oder unbewusst verschwiegen. Wer seine Arbeit nicht besser recherchieren kann, sollte sich einen anderen Beruf suchen, Herr Rosch. Besorgen Sie sich bei einer der vielen anti-Israel-NGOs einen gutbezahlten Job, wenn Sie unbedingt Partei ergreifen wollen – im Journalismus hat so etwas nichts zu suchen!

    • @ Veritas, ich habe einen Bericht gesehen, er von fehlendem Wasser in der West Bank oder Teilen davon berichtet. Eine beschämende Tatsache. Ich war oft in der West Bank und ich bin überhaupt nicht überrascht. Du hast keine Ahnung was in der West Bank vor sich geht. Besatzung ist ein menschenunwürdiges und verbrecherisches Verhalten und man sollte sich dafür schämen, dass es so etwas gibt. Der Bericht mach nicht zu Gunsten Israels ausfallen, aber die Frage ist doch, ist es wahr oder unwahr. Warum ergreifst du nicht Partei für die die leiden, die kein Wasser haben. Du beziehst dich auf Fakten, aber du hast keine. Nur leer Worte, die Übel und Niederträchtigkeit verneint. Der Volkssport einer Besatzungsmacht.

  26. Aus meiner Sicht ist es wie so oft in der “Berichterstattung ” in diesem Blog; politische Voreingenommenheit versperrt den Blick für die Wirklichkeit. Oft wird Ursache und Wirkung durcheinandergebracht. In fast allen Berichten wird zunächst die “vermeintliche Besatzung” thematisiert. Darauf aufbauend wird dann ein Problem beschrieben, dass seine Ursachen in der Besatzung haben soll.
    Zunächst sei erwähnt, dass auch in der West-Bank schon im Altertum Juden lebten (viele historische Funde belegen das) und die Mehrheit der Bevölkerung bildeten (leider wurden sie von IHREM Land vertrieben). Das ist aber ein anderes Thema.
    Da ich jedes Jahr in Israel bin, kann ich mir vor Ort anschauen, was z. B. in der West-Bank und den “besetzten Gebieten” geschieht. So stelle ich z. B. fest, wie unterschiedlich einzelne Bereiche aussehen, die von Juden verwaltet werden und solchen, die von Arabern verwaltet werden. Was will ich nun damit sagen; es kommt viel darauf an, was Bevölkerungsgruppen aus dem machen, was sie zu verwalten haben . Ein eindrückliches Beispiel finden sie in Jerusalem. Nahe des Kidrontals liegt die Ortschaft Silwan. Gehen sie einmal durch diesen Ort und schauen sie sich an, wie die Einwohner diesen Ort gestaltet haben (man sollte besser sagen verunstaltet haben). Wenn sie vom Kidrontal diesen Ort betreten, sehen sie nur Müllberge und Unrat. Dies hat zunächst mal nichts mit “Besatzung” zu tun. Mir liegt es wirklich fern, hier einen Stereotyp zu bedienen nach dem Motto “Araber sind …..
    Aber warum ist das so. Warum versucht die arabische Bevölkerung nicht, ihr Umfeld so zu gestalten, dass es lebenswert erscheint ? Jetzt sagen sie bitte nicht, dass liegt einzig an der “Besatzung”. Die arabische Bevölkerung ist nur am jammern und sich am beklagen. So ist es auch mit der Wasserversorgung, ohne Israel würden die Menschen dort verdursten. Israel ist heute Weltmarktführer in dem Thema Wasseraufbereitung.
    Was haben die Juden aus Palästina nach 1948 gemacht; sie haben nahezu unbewohnbare Areale urbar und bewohnbar gemacht. Die heutigen Siedlungen in der West-Bank waren oft karge Hügel auf denen niemand lebte, die oft nicht einmal als Weide für Vieh diente.
    Natürlich hat die arabische Bevölkerung mit vielen Widerständen zu kämpften, um es vorsichtig auszudrücken. Aber es würde trotzdem Sinn machen, vor Ort das Bestmögliche daraus zu machen und nicht den Hass zu kultivieren und Kinder in den aussichtslosen Kampf zu schicken und sie dann als “Heros” zu feiern, wenn sie dabei “drauf ” gehen.

    • @PMorguet, du warst wahrscheinlich in Silwan um dir anzusehen was die jüdischen Siedler dort so treiben und wie viel von Silwan deine Mitbrüder schon ethnisch gesäubert haben. Du bist dort hingegangen, weil du davon weisst, dass Silwan das nächste Übernahmeziel der Siedler ist. Es hat dich nicht berührt, dass dort Familien aus ihren Häusern vertrieben werden weil sie Palästinenser sind.Eine traurige Vorstellung von einer sehr reellen und nicht nur vermeintlichen Besatzungspolitik. Ich nehme an, dort wo du normalerweise wohnst bist du es, der die Müllberge und den Unrat von der Strasse entfernt? Obwohl, das glaube ich kaum. Aber eine Stadtverwaltung, die nicht alle seine Bürger bedient, wie soll man das bezeichnen? Du musst darauf achten, dass es nicht deine Voreingenommenheit ist, die dir den Blick für die Wirklichkeit versperrt. Geh mal Richtung Ramallah durch den Qualandia Checkpoint. Hinter dem Checkpoint ist immer noch Jerusalem. Hier kannst du dich ergötzen, was vermeintliche Besatzungsmacht ist und auf welch diskriminierende Weise Dienstleistungen der Stadtverwaltung Jerusalems bei einem Teil seiner Bürger ankommen. Viel Spass und ein gutes Auge!

    • Jetzt sind auch noch die Palästinenser schuld, dass Israel mehr Geld in mehrheitlich von Juden bewohnte Wohngegenden steckt als in arabisch bewohnte. Kreiden sie doch nicht die Apartheid gegen die Araber den Arabern an sondern denjenigen die für die Apartheid verantwortlich sind. Das die arabischen Israelis immer noch so dreist diskriminiert werden ist der wahre Skandal!

    • @ PMorguet

      “… wieviel … Deine Mitbrüder schon ethnisch gesäubert haben”
      (Kommentar und Antwort von Michael K)

      Sie,PMorguet, haben mal geäussert, daß Sie “jüdischer Abstammung” sind (woraus ich schliesse, daß Sie nicht selbst Jude sind).
      Bei mir titulierte Michael K. mal, vor über 1-2 Jahren, als ich relativ neu war in diesem Blog und mich noch mit seinen Statements auseinandergesetzt und geantwortet habe:
      “Du und die Deinen” … mit den üblichen Schimpfparolen.

      ” … ”

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @ PMorguet
      Bei dem “… “, von der Korrektur gestrichen:
      handelte es sich um das kleine Wörtchen “raus” (was ich von Anfang an vorgesehen und dann umgehend korrigiert hatte).
      Da sieht man/frau, wie wichtig ein einziges, klitzekleines Wort sein kann 🙂

  27. Ist doch richtig gut, dass das ARD-Studio entweder überfordert ist, Zuschriften freizuschalten, oder aber das nicht mehr will.
    Letzter Beitrag: Herr K.
    Wer auch sonst.
    Entspricht doch der Einstellung des Studios.

  28. BlaBla, dass ist doch Unsinn, was haben Müllberge mit “Apartheid” zu tun? In Silvan gibt es auch Häuser, die von Juden bewohnt werden, dort findet man solche Müllberge nicht.
    Vielleicht noch einen Hinweis; Es gibt noch Bilder von Silwan, die sehr zum nachdenken anregen (diese Bilder sind ca. 1880 entstanden), dort kannst Du sehen (in Wikipedia auch nachlesen), dass dort ehemals nur jüdische Familien lebten (40 an der Zahl). Diese Familien wurden 1948 durch jordanische Occupation vertrieben.
    Also es ist sinnvoll, bevor man schriftlich etwas raushaut, erst einmal die Fakten zu betrachten.

  29. Hier sei noch der Hinweis erlaubt, dass die Müllabfuhr in Jerusalem auch die arabischen Stadtviertel reinigt; wobei es manchmal recht schwierig ist, da sie mit Steinen beworfen wird.