WIR SIND UMGEZOGEN

Liebe User, lieber Userinnen

 Sie finden das neue Web-Magazin des ARD Studios Tel Aviv unter :

www.ard-telaviv.de

Auf den neuen Seiten berichten wir weiterhin über die Vielfalt der Region und unsere Arbeit.

 Hier, auf diesem Blog, finden Sie Artikel der vergangenen Jahre. Fernseh- und Radiostudio hatten Anfang 2012 diese Seiten gemeinsam gestartet. Im Mittelpunkt standen persönliche Erlebnisse der Korrespondenten, Aktuelles, aber auch immer außergewöhnliche Geschichten, die es womöglich nicht in Radio und Fernsehen schaffen.

Das alles setzen wir im Web-Magazin fort. Wir bieten aber hier die Gelegenheit ältere Einträge nachzulesen. Bitte haben Sie Verständnis, das mit dem heutigen Tag die Möglichkeit zu kommentieren auf diesen Seiten endet. Die Kommentarfunktion steht ab sofort im Web-Magazin zur Verfügung.

 

Tollkühn und praktisch: E-Bikes in Tel Aviv


Anstatt morgens stundenlang im Auto auf den verstopften Straßen in Tel Aviv und den Vororten zu warten, steigen immer mehr Israelis auf das E-Bike um. Schnell und praktisch – aber nicht ganz ungefährlich. Jakob Mayr hat sich das angeschaut.

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Haifa – unterschätzte Schönheit

In Jerusalem wird gebetet, in Tel Aviv gefeiert, und in Haifa? Gearbeitet. So sagt man in Israel. Doch Haifa ist mehr als ein Ort der Fleißigen. Sie ist die Stadt, in der arabische und jüdische Israelis friedlich zusammenleben, in der die Bahai ihr Weltzentrum haben, in der am Schabbat sogar Busse fahren und von deren Hügel aus man einen einzigartigen Blick auf die Stadt selbst und auf das Mittelmeer hat. Eine oft unterschätzte Schönheit – Fotograf Philipp Kimmelzwinger war dort unterwegs. Weiterlesen

 

Stellungnahme zur Kritik am Tagesthemen-Beitrag vom 14.08.2016

Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen
über Wassermangel im Westjordanland,
Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016

Zu den oben erwähnten Beiträgen erreichten uns dermaßen viele Anfragen, Kommentare und Kritik, dass wir dazu Stellung beziehen möchten.

Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.

Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben, der einiger Richtigstellungen bedarf.

Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.

Die wohl schwerwiegendste Kritik an unserem Beitrag bezieht sich darauf, dass wir Bilder manipuliert hätten, in dem wir den Wassermangel in Salfit während eines aktuellen Wasserrohrbruches gedreht hätten. Diese Mutmaßung von einem der ersten Kritiker des Beitrages, noch in der vergangenen Nacht, wurde in den sozialen Netzwerken unhinterfragt übernommen und entwickelte sich dort zu einer festen Behauptung. Bis hin zum sehr vorbelasteten Begriff der „Lügenpresse“. Dazu müssen wir sagen: Diese Unterstellung ist falsch! Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.

Wir verwahren uns somit dagegen, dass man uns einer solchen Manipulation bezichtigt. Vor allem aber sind wir traurig darüber, dass unseren palästinensischen Protagonisten Lügen unterstellt werden. Im Sinne von: „Warum haben sie denn Waschmaschinen gekauft, wenn sie wissen dass die nicht funktionieren?“ etc. Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität. Sie leiden unter Wassermangel. Dies ist ein Fakt, den sie dem deutschen Publikum erzählt haben. Man sollte sich nicht darüber lustig machen. Auch nicht über den Namen der palästinensischen Familie.
Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.

Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank  Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.

http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf

West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html

Der zweite Vorwurf, der ebenfalls wie der erstgenannte auf eine Kritiker-Behauptung zurückzuführen ist, und der im Laufe der Diskussion ebenfalls ohne weitere Diskussion als Tatsache dargestellt wurde, ist: Der im Beitrag interviewte deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid sei nicht glaubwürdig. Auch hier stellen wir uns mit Nachdruck vor unseren Interviewpartner, der wie wir selbst von den Angriffen auf seine Reputation schockiert ist.

Clemens Messerschmid arbeitet seit fast 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN). Er berät auch z.B. Landeszentralen für politische Bildung, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen. In Artikeln unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt. Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“
Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.

Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben. Wir haben deshalb die israelische Seite aus dem Beitrag unserer ARD-Hörfunk-Studiokollegin zitiert. Die in der Woche zuvor zu diesem Thema mit Yisrael Medad, Sprecher der Siedlung Shilo und COGAT der israelischen Verwaltung für die besetzten Gebiete ein Gespräch geführt hat.

http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/07/28/der-streit-ums-wasser.html

Aus journalistischer Sicht halten wir dies für inhaltlich weiterhin voll vertretbar. Weil wir davon ausgehen, dass sich die israelischen Argumente in dem kurzen Zeitraum nicht verändert haben. Es ist uns aber bewusst, dass dies für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein Ungleichgewicht an Experten-Tönen dargestellt hat. Wir haben in diesem Fall der Schnelligkeit den Vorrang gegeben. Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben.

Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen, sondern lediglich im Halbsatz erwähnte, dass im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen, was auch statistisch belegt ist.

http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.729777

http://www.haaretz.com/israel-news/1.726132

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.
Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch

 

Buntes Beton-Labyrinth auf 7 Etagen

 

 

Der Wahnwitz lag schon in der Planung des heute weltweit zweitgrößten Busbahnhofs. Die Idee des Architekten Ram Karmi: Die Reisenden sollten sich verlaufen und dabei einkaufen, anstatt zügig an ihr Ziel zu gelangen. Der Plan ging nicht auf, Designershops und Kinosäle wurden geschlossen. Heute steht die Hälfte der 1200 Geschäfte leer. Doch noch immer quälen sich täglich Zehntausende durch das Labyrinth zu den Bussen, hier im Zentralen Busbahnhof Tel Avivs.  Weiterlesen

 

Rückkehr zum Kibbuz Dalia

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ARD-Reporterin Eva Lell hat im Jahr 2000 einige Monate im Kibbuz Dalia gelebt und als Volontärin mitgearbeitet. Heute, 16 Jahre später, kehrt sie an diesen Ort zurück, an dem von der Idee des sozialen Zusammenlebens nur noch wenig geblieben ist.  Weiterlesen

 

Die Frauen von Gaza

Die Stimmen der Frauen von Gaza bleiben fast immer ungehört. In der traditionellen islamischen Gesellschaft reiben sie sich auf, zwischen Familie, Arbeit und Haushalt. Erleben sie häusliche Gewalt, halten sie oft still – alles andere wäre eine Schande für die Familie. Doch es gibt auch für die Frauen in Gaza kleine Fluchten und ein paar Projekte machen Hoffnung. Eine Reportage von Eva Lell. Weiterlesen

 

Der Streit ums Wasser

30 Grad im Schatten, und das Wasser im Westjordanland fließt – nicht. Wasserknappheit spielt dabei weniger eine Rolle als – wie so oft in dieser Gegend – der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Eine Reportage von Eva Lell  Weiterlesen

 

Kling-Klong macht der Sommer in Tel Aviv

Kaum etwas klingt in Israel so sehr nach Sommer wie Matkot: ein Ballspiel am Strand, bei dem die Spieler die Bälle mit kleinen Holzkellen lautstark hin- und herspielen. Ziel ist es, möglichst ohne Unterbrechung zu spielen, hat Kollegin Eva Lell herausgefunden. Doch nicht alle Strandbesucher sind von Matkot begeistert.  Weiterlesen

 

Streetstyle in Tel Aviv – Eine Fotostrecke

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Die Mittelmeer-Metropole Tel Aviv gilt als hip und angesagt. Wir wollten wissen, wie sich das im Straßenbild widerspiegelt. Was ist Tel Aviver Style? In unserem Streifzug durch die Stadt treffen wir eher auf eine Vielfalt von Stilen. Jeder Tel Aviver folgt seinem eigenen Trend. Einend wirken nur die erschwerten Bedingungen der feuchten Sommerhitze. Das gemeinsame Motto: Je weniger Kleidung, desto besser. So sind selbst Badelatschen im Büro hier keine Modesünde.

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