Super Friday: Diese 7 Songs müsst ihr diese Woche gehört haben

Als Musikfan weiß man in den letzten 48 Stunden nicht, wo man zuerst hinhören soll: so viele neue Songs von unseren Lieblingsbands. Gute, überraschende und – sagen wir mal – interessante. Diese neuen Songs müsst ihr heute gehört haben. 

Arcade Fire – „Everything Now

Wer bei den ersten Klängen von „Everything Now“ an ABBA denkt – ihr seid nicht alleine. Ging uns auch so. Das ABBA-Gefühl verlässt einen den ganzen Song über nicht so ganz. (Und echt jetzt: ’ne Panflöte?!) Ansonsten ist es ein ziemlich klassischer Arcade Fire-Song mit gewohntem Pathos und mitreißenden „Na-na-na“-Chören. Die Meinung der Fans ist bisher geteilt und reicht von „rubbish“ hin zu „nailed it„. Am 28. Juli erscheint das neue Album der kanadischen Indie-Rocker, das auch „Everything Now“ heißen wird. Es wird der Nachfolger zum 2013er Album „Reflektor“ sein.

 

Lali Puna – „Deep Dream“

Endlich! Nach sieben Jahren ein Lebenszeichen von Lali Puna, eine der Bands für die mal der Genrebegriff „Indietronic“ erfunden wurde. Auf dem neuen Song „Deep Dream“ haucht Sängerin Valerie Trebeljahr, dass wir alle getrackt werden im Netz. George-Orwell-Pop. Aber Unbehagen kommt in keinem Moment auf: es pluckert so schön subtil und angenehm warm in den Ohren. Der Song wird auf dem neuen Album „Two Windows“ sein, dass im September bei Morr Music erscheint.

 

The War on Drugs – „Holding On“

2014 haben The War on Drugs mit ihrem Album „Lost in the Dream“ viele Jahresbestenlisten angeführt. Jetzt hat die Band aus Philadelphia um Adam Granduciel für den 25. August ihr neues Album angekündigt: „A Deeper Understanding“. Nach der epischen, 11-minütigen Single „Thinking of a Place“ ist jetzt die zweite Single da: auf „Holding On“ klingen sie so sehr nach Bruce Springsteen wie nie zuvor – hymnisch und treibend. Die Glockenspiel-Sprenkler hat man bei The War on Drugs noch nicht so gehört, passen aber hervorragend. Am 20. November spielen sie in der Münchner Muffathalle

 

Radiohead – „I Promise“

Radiohead feiern dieses Jahr Jubiläum: ihr wahrscheinlich wichtigstes Album „OK Computer“ wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Ende Juni erscheint die Geburtstagsedition der Platte unter dem Titel „OK Computer OKNOTOK 1997-2017“. Darauf: einige bisher unveröffentlichte Songs (Phil Selway von Radiohead hatte zuletzt erklärt, die Band hatte damals Angst „zu berühmt“ zu werden. Aha.) Einen dieser Songs gibt es jetzt zum ersten Mal im Stream: „I Promise“. Ein wunderbarer Song mit den herzzerreißenden Zeilen: „I won’t run away no more, I promise / Even when I get bored, I promise / Even when you lock me out, I promise“. Hach.

 

Foo Fighters – „Run“

Die Foo Fighters sind nicht nur eine der größten Rockbands unserer Zeit, sie pflegen auch den Ruf, eine der nettesten Rockbands unserer Zeit zu sein (Dave Grohl <3). Aber von Altersmilde ist im Video zu ihrem neuen Song „Run“ keine Spur – obwohl sie sich selbst als Opas im Altersheim spielen (und randalieren!). Der Song fängt ganz harmlos an, entwickelt sich dann aber noch in ein derbes Brett mit eine à la Refused und „New Noise“.

 

Prophets of Rage – „Unfuck the World“

Wer noch ein Herz für 90er Crossover hat und aktuell ganz viel Wut im Bauch gegen Donald Trump und seine Klimapolitik, für den dürfte „Unfuck the World“ der perfekte Song für den Wochenausklang sein. Die Prophets of Rage, die Supergroup, bestehend aus Mitgliedern von Rage Against The Machine, Public Enemy und Cypress Hill, holt in ihrem neuen Song zum Rundumschlag gegen alles aus, was grade schief läuft auf der Welt. Die Message am Ende ist: Die Welt ändert sich nicht von alleine – das müssen schon wir selbst in die Hand nehmen. Das Video zum Song stammt übrigens von Michael Moore (und ist – Spoiler! – für Vegetarier ungeeignet.)

 

Liam Gallagher – „Wall of Glass“

Vielleicht war er eifersüchtig, dass sein großer Bruder Noel Anfang der Woche so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, weil der 50 Jahre alt geworden ist. Jedenfalls hat Liam Gallagher grade seine erste Solo-Single „Wall of Glass“ nach dem Aus von Oasis 2009 veröffentlicht. Während Noel für den November schon sein drittes Solo-Album ankündigt hat, will ihm Liam mit seinem Solo-Debüt im Oktober zuvorkommen. Wir freuen uns schon mal auf einen unterhaltsamen Brüderkonkurrenzkampf. Bis dahin hören wir Liams „Wall of Glass“ an. Und irgendwie hat man die Stimme schon vermisst, oder?

 

 

 

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